Babypflege – Babyhaut

Die Babyhaut ist nach der Geburt viel dünner als die Haut der Erwachsenen. Es fehlt auch noch die schützende Hornschicht, welche Umwelteinflüsse und Krankheitskeime abwehrt. Aufgrund dessen fühlt sich die Babyhaut auch so wunderschön samtweich an, aber sie ist daher auch sehr sensibel.

Warum ist Babyhaut empfindlich?

Weiterhin ist bei der Haut von Neugeborenen das Fettgewebe in der Unterhaut noch nicht vollständig entwickelt. Aufgrund dessen sind Babys auch sehr kälteempfindlich.

Familie mit Baby
Babyhaut benötigt besondere Pflege

Es bestehen daneben noch weitere Unterschiede zur Haut von Erwachsenen. So sind die Schweißdrüsen beim Baby noch nicht in der Lage , die Körpertemperatur bei Hitze durch Schweißabsonderung und die dadurch resultierende Verdunstungskälte ausreichend zu regulieren. Allerdings sind in der Haut des Neugeborenen schon Talgdrüsen vorhanden. Diese sind aber noch nicht in der Lage ausreichend Fett zu produzieren.

Aus diesem Grund ist die Babyhaut auch sehr trocken und bildet daher Angriffsflächen für Hefepilze, welche sich in dem feuchtwarmen Klima unter den Windeln entwickeln können.

Es kann so sehr schnell zu bakteriellen Infektionen kommen. Erste Anzeichen hierfür sind Hautveränderungen und Verkrustungen. Hier muss dann unbedingt eine Behandlung durch den Kinderarzt erfolgen.

Weiterhin ist darauf zu achten, dass im ersten Lebensjahr das Baby keinen Sonnenbädern ausgesetzt ist, denn in der Haut ist kaum Melanin vorhanden. Melanin ist der braune Hautfarbstoff. Er bildet einen besonderen Lichtschutz für die Haut.

Wie sich Babys Haut entwickelt

Die Haut ist das größte Sinnesorgan. Sie stellt die Verbindung zwischen innen und außen dar. Dem Neugeborenen werden durch die Haut die ersten Eindrücke seiner Umwelt vermittelt. So kann es Berührungen, Schmerz und auch Temperaturunterschiede spüren.

Die Hautoberfläche eines Neugeborenen ist im Vergleich zum Körpergewicht doppelt so groß wie bei einem Erwachsenen. Entsprechend groß ist dann auch die Angriffsfläche für alle negativen Umwelteinflüsse. Bei Hitze verliert das Baby Feuchtigkeit über die Haut und es kann durch UV- Strahlung einen Sonnenbrand bekommen. Durch die fehlende Hornhaut und einen noch nicht vollständig ausgebildeten Säure-Schutzmantel können Keime schnell zu einem Problem werden.

Erst nach einigen Monaten bauen sich die Eigenschutz-Mechanismen langsam auf. Als Lichtschutzfaktor wird Melanin gebildet. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Säureschutzmantel. Er baut sich auch nach und nach auf.

Nach der Geburt haben Babys noch die so genannte “Käseschmiere” auf der Haut. Es handelt sich dabei um eine Art körpereigene Hautschutz- Creme. Diese “Käseschmiere” schützt die Haut vor der Geburt noch im Fruchtwasser vor dem Austrocknen. Während der Geburt fungiert sie als Gleitmittel und nach der Geburt umhüllt sie das Baby und dient so als Schutzschicht vor dem Auskühlen.

Die Käseschmiere ist weißlich- gelb gefärbt und geruchsneutral. Teilweise zieht sie nach der Geburt in die Haut ein. Sie ist ein besonders guter Schutz für das Neugeborene, daher wird sie heute teilweise nicht mehr abgewaschen, sondern sanft in die Babyhaut einmassiert.

Mitunter kann es auch vorkommen, dass in den ersten Tagen nach der Geburt Neugeborene eine trockene Haut zeigen. Dabei können sich große Schuppen lösen. Dies ist allerdings kein Grund zur Sorge. Es ist normal, dass nach der Geburt die oberste Hautschicht eintrocknet und dann in Schuppen abgestoßen wird. Dieser Prozess ist in der Regel nach 14 Tagen beendet und die Haut ist dann rosig und babyweich.

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