Geschichte des Backens | Kochen Backen

Gebacken wird bereits, seit der Mensch sesshaft geworden ist und Getreide angebaut hat. Zu Anfang wurden beim Backen die Körner des Getreides zwischen Steinen gemahlen und als Brei mit Wasser verzehrt. Bald darauf folgten Versuche den Brei auf erwärmten Steinen zu verteilen und in der Sonne zu trocknen.

Backen früher und heute

So entstanden die ersten frühzeitlichen Fladenbrote, die jedoch nur frisch verzehrt werden konnten, da diese bei längerer Aufbewahrung hart und somit ungenießbar wurden.

Backen an Weihnachten
Weihnachtsgebäck

Entscheidend verändert wurde das Backen von Broten durch zwei wichtige Erfindungen. Einmal dem Bau von Backöfen, welche zu Anfang nur aus einem umgedrehten Topf auf der Feuerstelle bestanden.

Die Entdeckung der Hefe für’s Backen

Die zweite grundlegende Entdeckung war die Hefe und deren Wirkung beim Brot backen. Bereits vor 5000 Jahren kultivierten die Ägypter erste Hefe und verwendeten somit die erste Bäckerhefe.

Auch die ersten Backöfen wurden von ihnen weiterentwickelt und bestanden aus Lehmbauten, die einem Bienenstock ähnelten. Um 1500 v. Chr. waren dort bereits über 30 verschiedene Brotsorten bekannt.

Über Griechenland und das Römische Reich gelangten diese Kenntnisse nach Europa und wurden stetig erweitert. So bauten die Römer erste Getreidemühlen, um noch feineres Mehl herzustellen und erfanden eine erste Vorrichtung zum Teigkneten.


Malvorlage Brot    –    Malvorlage Backen mit Kindern


Obwohl zu Zeiten von Karl dem Großen (747 – 814) in Deutschland die Entstehung des Brotbackens überliefert wurde, etablierte sich aufgrund der früheren hohen Kosten, das Brot erst im Spätmittelalter als Grundnahrungsmittel in Deutschland. Zu der Zeit entstanden auch die ersten Bäckereien.

Backen heute

In der heutigen Zeit wird Backen als Garmethode bezeichnet, bei der das Gargut in trockener Luft und Hitze im Backofen gegart, gelockert und gebräunt wird.

Backen leicht gemacht
Kuchen im Ofen

Neben den ursprünglichen Broten werden heutzutage mit dieser Methode auch Kuchen aller Art, Feingebäck und Plätzchen hergestellt. Dazu wird ein Teig aus verschiedenen Zutaten hergestellt und in einer Backform oder auf ein Backblech gegeben und im Ofen gebacken.

Die Temperaturen liegen zwischen 100 und 250 Grad Celsius. Durch die Hitze wird beim Backen der Teig erst aufgelockert und dann verfestigt.

Ebenso werden herzhafte Mahlzeiten wie Pizzas, Aufläufe, Kartoffeln, Soufflés und Blätterteiggerichte zubereitet. Auch Fisch, Fleisch und Gemüse kann im Backofen gebacken werden. Dies geschieht in der Regel in einem Teigmantel, damit das Gargut saftig bleibt.

In Österreich wird neben dem Garen von Speisen bei trockener Hitze auch das Garen in größeren Mengen heißen Fettes (z. B. paniertes Gemüse und Fleisch oder Pommes frites) als Backen bezeichnet.