Gartenteich | Haus Wohnung Garten

Ein schöner Gartenteich ist zweifelsohne eine Bereicherung für den eigenen Garten. Bevor jedoch vorschnell ein Loch ausgehoben wird, gilt es zu überlegen, welcher Platz ideal ist und wie genau der Teich aussehen soll.

Den Gartenteich gestalten

Auf jeden Fall sollten die Wünsche aller Familienmitglieder Berücksichtigung finden. Es kann aber nicht nur um Ästhetik und Nutzungsvielfalt gehen, sondern die beiden Aspekte Pflege und Sicherheit sind vorrangig zu berücksichtigen.

Sonnen auf der Wiese
Auf der Wiese vor dem eigenen Gartenteich

Auf die Anlage eines Gartenteichs sollte lieber verzichtet werden, wenn keiner bereit ist/Zeit hat, den Gartenteich sauber zu halten und sich um die Pflanzen und Tiere darin zu kümmern. Die günstigste Lösung ist sicherlich die der Arbeitsteilung, indem abwechselnd Reinigungs- und Pflegetätigkeiten übernommen werden.

Welcher Gartenteich ist der passende?

Der Teich sollte unbedingt zu dem jeweiligen Garten passen – hinsichtlich der Größe, der Form und der Dekoration. Ist der Garten sehr klein, dürfte ein Miniteich die richtige Wahl sein, der nur etwa einen Quadratmeter einnimmt. Es ist noch nicht einmal erforderlich, ein entsprechend großes Loch auszuheben, da vorzugsweise die Form eines Hochteichs (auf fester Unterlage) empfehlenswert ist.

Durchaus können die unterschiedlichsten Gefäße in Miniteiche umgewandelt werden. Große Kübel, Zinkwannen oder ähnliche Behältnisse eignen sich bestens als Basis. Der Gefäßdurchmesser sollte zumindest etwa 80 bis 100 Zentimeter und die Tiefe wenigstens 40 Zentimeter betragen, um einerseits überhaupt Gestaltungsmöglichkeiten zu haben und um den Miniteich andererseits relative Winterfestigkeit zu verleihen.

Im Fachhandel sind Fertigteiche in diversen Größen und Formen erhältlich. Wer jedoch seinen Teich lieber selbst bauen möchte, sollte zuvor gut planen und gegebenenfalls fachkundigen Rat einholen hinsichtlich Fundament und Baumaterialien.

Übrigens sind Gartenteiche, die nicht mehr als 7.000 Liter Wasservolumen aufweisen, nicht genehmigungspflichtig. Ab welcher geplanten Teichgröße jedoch ein Bauantrag gestellt werden muss, ist in den einzelnen Bundesländern recht unterschiedlich festgelegt.

Ein Gartenteich für Kinder

Je größer der Garten, umso größer darf theoretisch auch der Teich sein. Stets sollte man aber die mit einem Gartenteich zusammenhängende Pflege und Reinigung im Hinterkopf behalten. Und mit der Größe eines Gartenteichs steigt selbstverständlich auch das Maß der zu treffenden Sicherheitsvorkehrungen.

Sprichwörtlich zieht Wasser Kinder magisch an.

Das ist auf der einen Seite gut, weil Wasser ein sehr interessanter Lebensraum ist, den es zu entdecken gilt. Auf der anderen Seite ist dafür zu sorgen, dass der Teich für Kleinkinder keine Gefahr darstellt. Solange Kinder im Haus und in der Nachbarschaft sind, die noch nicht schwimmen können, ist ein standfestes Schutzgitter beziehungsweise einen Zaun um den Teich herum anzubringen.

Frau schläft auf der Liege
Ein Teich im eigenen Garten lädt auch zum Sonnenbaden ein

Grundsätzlich sollten aber auch kleine Kinder regelmäßig das Leben im und am Teich beobachten dürfen. Dies sollte ausschließlich in Begleitung von Erwachsenen geschehen, die den Kleinen die Lebewesen und Pflanzen vorstellen.

Zugleich kann die Chance genutzt werden, zur Vorsicht vor Wasser zu ermahnen – und zwar ohne das Kind zu ängstigen. Ebenso können die Eltern ihren Kindern zeigen und erläutern, welcher Pflege der Teich an sich sowie die Pflanzen und Tiere darin bedürfen.

Ein Gartenteich bedeutet Arbeit, aber auch Freude

Je besser der Gartenteich geplant und angelegt ist, umso weniger Pflege ist erforderlich. Aber gerade dann, wenn ein Teich auch mit Fischen und nicht winterfesten Pflanzen bestückt wurde, reicht es nicht aus, das biologische Gleichgewicht zu bewahren: Es bedarf eines entsprechenden Winterquartiers.

Swimmingpool im Garten
Garten mit Teich oder Pool?

Unkompliziert als Teichfische zu halten sind beispielsweise Bitterlinge und Moderlieschen. Diese Fischarten finden zwar üblicherweise ausreichend Nahrung in natürlichen Teichen, sie dürfen aber durchaus von den Kindern etwas Fischfutter erhalten.

Eine wichtige Rolle für die Fische und für die Wasserpflanzen spielt der Standort, der stets so gewählt werden sollte, dass Sonne und Schatten möglichst ausgeglichen sind. Die Wasserpflanzen können gut wachsen, und das Algenwachstum ist eher gering: Eine gute Wasserqualität ist das Ergebnis.

Reichen die Selbstreinigungskräfte des Teichs nicht aus, sorgt ein Teichfilter für die rasche Beseitigung von Fischausscheidungen, Futterresten und abgestorbenen Pflanzenteilen. Laub und andere größere Teile, die im Teich nichts zu suchen haben, können die Familienmitglieder mit einem Kescher entfernen: Dies ist eine sinnvolle Reinigungsarbeit, die zudem auch Spaß macht. Und einre Bereicherung der Vielfalt an Pflanzen und Tieren kann man nach einiger Zeit ebenfalls beobachten.

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