Kinderfragen und die passende Antwort für Eltern

Wieso Mama? Papa, warum….? Kennen Sie diese vermeintlich einfachen Kinderfragen zu den Dingen des Alltags, auf die man dann aber selber spontan doch keine Antwort hat?

Typische Kinderfragen und ihre Antworten

Wieso haben Zebras eigentlich Streifen?

Kinderfragen
Warum haben Zebras streifen?

„Mama, wieso haben Zebras Streifen?“, fragt mich meine Tochter nach dem letzten Zoo-Besuch. „Na ja,“, druckse ich herum, „damit sie sich besser erkennen. Kein Zebra gleicht dem anderen.“ Das stimmt auch, das habe ich zumindest einmal gelesen. Ich informiere mich trotzdem ein bisschen gründlicher und finde heraus, dass die Frage, wieso Zebras Streifen haben, schon seit Jahrzehnten diskutiert wird. Ich stehe also mit meinem Unwissen nicht alleine da. Haupttheorien, wieso Zebras Streifen haben, sind neben dem Erkennen der Tiere untereinander übrigens folgende: Die Streifen würden dabei helfen, die Körpertemperatur zu regulieren oder seien eben bei heißer Luft und das dadurch bedingte Hitzeflimmern in den Trockengebieten eine besonders gute Tarnung. Noch dazu, wenn die Tiere in einer Herde zusammenstehen, da verschwimmen nämlich einzelne Tiere komplett.

Die Lösung ist vermutlich, wenn auch noch nicht zu hundert Prozent bestätigt, viel einfacher. Warum Zebras Streifen haben, liegt daran, dass sie so besser vor Attacken der Tsetse-Fliege geschützt sind. Die können nämlich gefährliche Krankheiten übertragen. Die Facettenaugen der Tsetse-Fliege machen es ihr unmöglich, Zebras wahrzunehmen. Wieso Zebras Streifen haben, ist also keine Laune der Natur, sondern vermutlich ein über Jahrhunderte entwickelter Selbstschutz, da die Tiere auch in den Regionen mit besonders viel Fliegen beheimatet sind. Die Frage ist jetzt nur, ob sich das auch auf andere Insekten übertragen lässt und ob wir uns im Sommer gegen die lästigen Stechmücken einfach einmal schwarz-weiß-gestreift einpinseln sollten.

Mama, wie schlafen Wale, ohne zu ersticken?

„Mama, wie schlafen eigentlich Wale, ohne zu ersticken? Die müssen doch da mal Luft holen!“

Pottwal
Wie schlafen Wale und Delfine?

Gute Frage. Ich weiß es leider auch nicht und ziehe Google zu Rat. Wale sind Säugetiere. Natürlich haben sie keine Kiemen und müssen daher immer wieder Luft holen. Und dieses Luftholen geschieht nicht unbewusst wie bei uns Menschen. Manche Walarten können bis zu neunzig Minuten die Luft anhalten, andere schaffen es nur vierzig Minuten. Wie Wale schlafen, ohne dabei zu ersticken, ist natürlich so gesehen eine recht interessante Frage. Google lehrt mich, dass man das Schlafverhalten der Wale anhand ihrer kleinen Artverwandten, der Delfine, beobachtet hat. Wie Wale schlafen, ohne dabei zu ersticken, kann man aus diesen Untersuchungen ableiten, geklärt ist es aber nicht ganz.

Delfine und Orcas schlafen immer nur mit einer halben Gehirnhälfte. Die andere bleibt wach und sorgt dafür, dass die Tiere rechtzeitig Luft holen – im Schlaf. Man spricht vom Halbhirnschlaf. Interessanterweise bleibt auch ein Auge geöffnet, das, was der aktiven Hirnhälfte gegenüberliegt. So sind gerade auch Delfine vor Feinden sicher. Wie Wale schlafen, ohne zu ersticken, ist, wie oben schon erwähnt, nicht ganz klar. Von Pottwalen weiß man, dass sie nie länger als neunzig Minuten schlafen. Dafür aber wie Menschen, tief und fest, mit beiden Gehirnhälften. Aber ob alle Wale auf diese Art schlafen, ohne zu ersticken, weiß man nicht. Manche Forscher vermuten, dass auch Wale teilweise in einen Halbhirnschlaf fallen. Leider kann ich meiner Tochter diese Frage nicht zu hundert Prozent beantworten, gelernt haben wir trotzdem etwas dabei!

Mama, wer hat Geld erfunden?

Hand Protecting Rolled Up Euro Banknote
Wer hat das Geld erfunden

„Mama, wer hat das Geld erfunden?“, fragte mich meine Tochter neulich an der Supermarktkasse. Gute Frage. Geld gibt es eigentlich schon fast so lange es Menschen und Handel gibt. Ich erzähle meiner Tochter davon, dass man früher Waren getauscht hat. Kartoffeln gegen Stoffe und viele andere Güter, die für Menschen einen Wert besaßen. Wer Geld genau erfunden hat, weiß aber auch das Internet nicht. Ich lese nach und erfahre, dass erste Zahlungsmittel Feuersteine, Schmuck, Pelze und Muschelschalen waren. Sie wurden an Orten gefunden, die dafür nicht üblich sind, und so gehen Forscher davon aus, dass sie erste Tauschmittel innerhalb der menschlichen Gesellschaft waren.

Wer hat Geld erfunden hat, also in dem Sinne, wie wir es heute benutzen, ist namentlich auch nicht nachzuweisen. Aber man weiß, dass bei der Entwicklung des Münzgeldes auch die Verderblichkeit eine Rolle spielte. Und auch die Tatsache, dass ein Gegenstand, den jemand wollte, vielleicht nicht den exakten Wert hatte, den dieser im Gegenzug anbieten konnte. Geld wurde also erfunden, um die Tauschgeschäfte gerechter und einfacher zu machen. Mittelalterliches Silber, das gehackt wurde, war das erste Edelmetallgeld in Europa. Doch das Hacken und Wiegen wurde irgendwann zu aufwendig und so wurde das Geld erfunden, dass wir heute als Münzen kennen. Diese wurden geprägt, so war alles viel einfacher. Übrigens: Auch Falschgeld gab es früher schon. Muscheln wurden oft aus Stein oder Knochen nachgebildet!

„Mama, wie sprechen Bauchredner?“

Kind mit Puppe
Wie sprechen Bauchredner?

„Mama, wie sprechen Bauchredner?“, fragte meine Tochter und versucht, die Laute tief aus ihrem Bauch nach oben zu pressen, was sich ehrlich gesagt ein bisschen so anhört, als wäre ihr übel. Wie Bauchredner sprechen, wollte ich auch schon immer mal wissen. Die Frage meiner Tochter kommt mir also nicht ungelegen und ich habe endlich einmal Grund, mich darüber zu informieren. Ich erfahre, dass Bauchredner nicht mit dem Bauch sprechen, sondern ihre Worte so, wie wir mit dem Kehlkopf, dem Mund und Rachenraum bilden. Die Kunst dabei ist, die Lippen nicht mitzubewegen. Und das ist reine Übungssache. Allerdings gibt es ein paar kleine Hürden für Anfänger.

Wer genau hinhört, merkt, dass Bauchredner, wenn sie sprechen, gewisse Buchstaben vermeiden. Dazu gehören vor allem solche, die mit den Lippen gebildet werden. P, b, m, f, w und v werden gerade von Anfängern gemieden. Geübte Bauchredner sprechen die Laute, indem sie diese mit der Zunge bilden. Dazu gehört aber viel Übung, vor allem vor dem Spiegel, und manchmal auch ein Ablenkungsmanöver des Publikums mit der Bauchrednerpuppe! Wer noch nicht ganz so professionell ist, wie zum Beispiel Sascha Grammel, schreibt seine Texte also am besten so, dass sie keine Lippenlaute enthält, und sucht für diese Worte synonyme. Meine Tochter und ich wissen jetzt auf jeden Fall, was hinter der Kunst steckt, wie ein Bauchredner zu sprechen.

Mama, wie viele Sterne gibt es eigentlich?

Nachtlandschaft auf Teneriffa
Wieviele Sterne gibt es?

„Mama, wie viele Sterne gibt es eigentlich am Himmel?“ Bei der Frage meiner Tochter fällt mir sofort das Kinderlied Weißt du, wie viel Sternlein stehen? ein. Früher wie heute beschäftigt uns Menschen diese Frage also schon. Heute weiß man, dass zur Milchstraße allein schon über 200 Milliarden Sterne gehören. Allerdings sind nur sechstausend davon ohne Teleskop sichtbar. Mama, weißt du, wie viele Sterne es gibt, müsste also heißen: Wie viele Sterne kann man denn in einem besonders günstigen Fall von der Erde aus sehen? Von den sechstausend sieht man nämlich von einem festen Standpunkt aus auch nur dreitausend. Wie viele Sterne es gibt, unterscheidet sich also drastisch von der Zahl tatsächlich wahrnehmbarer Sterne.

Wie viele Sterne gibt es, die wir mit bloßem Auge sehen können? Die Anzahl der gesehenen Sterne hängt von den Lichtverhältnissen ab. Lichtverschmutzung heißt das Phänomen, das uns die Sterne heute in Großstädten kaum wahrnehmbar macht. Wer also darauf aus ist, Sternenzähler zu werden, muss in die Abgeschiedenheit. Die Wasserkuppe in der Rhön ist der Ort, von dem aus man die meisten Sterne sieht. Wie viel Sterne gibt es eigentlich, die besonders hell leuchten und dadurch hervorstechen? Die Leuchtkraft eines Sterns wird mit mag (Magnituden) angegeben, und je niedriger dieser Wert ist, desto heller erscheint uns der Stern. Von uns aus gibt es gerade mal fünfzig Sterne, die heller als 2 mag strahlen. Einer davon ist der Polarstern. Sirius übertrumpft diesen allerdings. Er ist mit 1,46 mag der hellste Stern nach der Sonne, deren mag im Minusbereich liegt. Interessanterweise sehen Kinder mehr Sterne als Erwachsene. Wie viele Sterne es gibt, die sichtbar sind, liegt also auch am Alter. Kinder können mit ihren noch größeren Pupillen einfach besser sehen!

Mama, warum ist es nachts dunkel?

„Mama, warum ist es nachts dunkel?“, fragte meine Tochter und sieht dabei in den Abendhimmel. Ich erkläre ihr, dass die Sonne in der Nacht die andere Seite der Erdkugel beleuchtet, und es somit bei uns dunkel ist. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Im Internet erfahre ich, dass es auch in der Nacht bei uns eigentlich hell sein müsste, wenn man bedenkt, dass es unendlich viele Sterne am Himmel gibt. Auch das sind Sonnen. Jedoch erreicht uns ihr Licht nicht so wie das der Sonne. Warum es nachts dunkel ist, liegt also daran, dass die Sterne, die uns die Nacht zum Tag machen könnten, sehr weit weg sind.

Warum es nachts dunkel ist, liegt aber auch an der großen Entfernung der anderen Galaxien voneinander. Denn selbst wenn uns die Sterne dicht an dicht erscheinen, gehören sie meist zu ganz unterschiedlichen Galaxien. Und die sind voneinander zehn hoch dreiundzwanzig Lichtjahre entfernt. Eine Zahl, die älter ist, als das Universum selbst. Daher können die Sterne auch nie so eng beieinanderstehen, dass es bei uns in der Nacht taghell ist. Warum es bei uns nachts dunkel ist, hat also auch etwas mit dem Alter des Universums zu tun. Es ist 14 Milliarden Jahre alt – geschätzt natürlich. Die Entfernung der Galaxien untereinander ist in etwa hundert Billionen Milliarden Lichtjahre. Klingt paradox, ist aber möglich, da das Weltall sich ausdehnt. Wem das alles zu komplex anmutet und von seinen Kindern gefragt wird, warum es nachts dunkel ist, darf aber gerne erst einmal die Standardantwort geben. Wobei die nächtlichen Sonnen am Himmel und die weiten Entfernungen für Kinder durchaus ihren Reiz haben!

Mama, warum haben Windräder drei Blätter?

Windkraft
Windrad mit 3 Rotorblättern

„Warum haben denn alle Windräder drei und nicht vier Blätter? Oder Fünf?“, fragt meine Tochter, als wir meine Eltern im Norden besuchen. Hier tummeln sich die neuen Energieversorger und so wundere ich mich nicht über die Frage meiner Tochter. Zum Glück kennt mein Mann sich aus. Er erklärt, warum ein Windrad drei Rotorenblätter braucht. Das ist nämlich zunächst erst einmal eine Überlegung der Effizienz. Die Energieausbeute steigt natürlich mit jedem zusätzlichen Blatt. Zwei Blätter sind schlechter als drei, aber vier besser als drei. Allerdings ist der Sprung von zwei auf drei bezüglich der gewonnenen Energie größer als der Sprung von drei nach vier. Darum hat man sich auf drei Blätter, besser gesagt Rotorenblätter, geeinigt. Es gibt aber noch andere gründe, warum Windräder drei Blätter haben.

Jedes einzelne Blatt kostet eine Menge Geld. Deshalb haben Windräder auch nur drei Blätter und nicht vier. Denn die gewonnene Energie, die durch ein viertes Blatt entstehen würde, deckt nicht die Kosten eines einzelnen Rotorenblattes. Das liegt nämlich locker bei zweihunderttausend Euro. Bei einem ganzen Windpark geht das sehr schnell in die Millionen. Warum Windräder nur drei Räder haben, liegt aber auch daran, dass ein vierblättriges Windrad nicht so gut liefe wie ein dreiblättriges. Bei einer ungeraden Anzahl von Blättern wirken die Biegekräfte sich nicht so unregelmäßig auf die Achse und Windanlage aus. Es steht nie ein Blatt ganz oben, während eines ganz unten ist. Denn diese Position ist ungünstig, da das obere Blatt sehr viel Wind aushalten muss, während unten fast gar keine Kraft wirkt. Warum Windräder drei Blätter haben, erscheint also anhand dieses Wissens nahezu logisch.

Warum wir vom Plätzchenessen Durst bekommen

Women with ice-cream
Warum bekommen wir von Süßigkeiten Durst?

Dass Kinder und Erwachsene vom Plätzchenessen oder Süßem Durst bekommen, hat fast jeder sicher selbst schon einmal bemerkt. Das Phänomen tritt immer um Weihnachten herum auf, kein Wunder, hier haben Plätzchen, Kekse, Spekulatius und Co Hochsaison. Normalerweise denken wir eher, dass Salziges Durst macht, das stimmt auch, aber wenn man sich anschaut, was Durst ist, kommt man dem Phänomen, warum man vom Plätzchenessen Durst bekommt, näher. Unser Körper hat eine bestimmte Zusammensetzung seiner kleinsten Teilchen, wie etwa Natrium, Kalium, Chloride etc. Durst ist eine Reaktion auf eine Teilchenverschiebung und wird von Nieren und Gehirn reguliert. Kann der Körper nicht mehr selbst ausgleichen, kommt es zu dem Durstgefühl. Warum man vom Plätzchenessen Durst bekommt, liegt also an einer Verschiebung der Blutsalze.

Wer mit seinen Kindern backt und weiß, wie viel Portionen Teig nebenbei in den Mund wandern, kann dem Phänomen Plätzchenessen und Durst bekommen vorbeugen. Natürlich ist es wichtig, den Durst in diesem Fall nicht mit süßen Limonaden oder Säften zu löschen, denn das würde nicht dazu führen, dem Körper bei seiner Teilchenverschiebung zu helfen. Am besten eignet sich Mineralwasser oder auch mal ein ungesüßter Tee. Warum wir vom Plätzchenessen Durst bekommen, kann aber auch mit der Sensorik der Mundschleimhäute zusammenhängen. Zu viel Zucker signalisiert dem Körper, er müsste die Zuckerkonzentration verdünnen. Dies ist ein hochsensibler Vorgang, der über Nervenbahnen funktioniert. Wissenschaftler vermuten, dass beide Komponenten zum Durstgefühl nach Süßem beitragen, ganz geklärt ist das Phänomen jedoch noch nicht!

„Mama, vergeht die Zeit schneller, wenn man älter ist?“

Hängematte
Vergeht im Alter die Zeit schneller?

„Mama, vergeht die Zeit in deinem Alter schneller?“, fragte mich neulich meine Tochter. „Wie kommst du darauf?“ – „Weil du dauernd sagst: Das Jahr ist schon wieder um. Mir kam es unendlich lang vor bis zur Adventszeit.“ Ich muss lachen und denke an diesen Spruch mit der schneller vergehenden Zeit, wenn man älter ist, den ich als Kind selbst oft gehört habe, zurück. Ich erkläre meiner Tochter, dass die Zeit natürlich für alle Menschen gleichschnell tickt, sonst bräuchte man ja auch andere Uhren und Kalender. Aber das Zeitempfinden, das verändert sich natürlich mit den Jahren. Warum die Zeit schneller vergeht, wenn man älter ist, hängt sehr viel mit Emotionen zusammen.

Wer viel erlebt und viel empfindet, für den vergeht die Zeit langsamer. Für ältere Menschen, die in ihrem Leben schon nahezu alles gesehen und erlebt haben, für die nichts mehr neu ist, vergeht die Zeit schneller. Kinder entdecken die Welt neu, vieles ist ihnen fremd. Das Staunen über das Leben bringt viel Gefühl mit sich. Und starke Gefühle werden besonders tief abgespeichert. Sie sorgen dafür, dass unser Zeitempfinden sich verlangsamt. Der Alltag von Erwachsenen ist oft durch Gleichförmigkeit geprägt. Man tut jeden Tag dieselben Dinge, erlebt wenig Neues. Daher vergeht für uns Ältere die Zeit schneller beziehungsweise haben wir das Gefühl, die Zeit rast! Allerdings gibt es einen Lichtblick: Man kann etwas dagegen tun. Viele Unternehmungen und ab und zu etwas Ungewöhnliches wagen verlängert das Zeitgefühl. Und ab sechzig, so sagt man, wird das Zeitgefühl nicht mehr stetig schneller!

Mama, warum schlägt es eigentlich gleich dreizehn?

Freitag der 13 :-(
Gleich schlägt’s aber dreizehn…

„Warum schlägt es gleich dreizehn?“, fragt meine Tochter irritiert, als ich diesen typischen Spruch benutzte, weil ich fast aus der Haut fahre. Natürlich bringt sie mich damit erst recht aus der Fassung. „Warum schlägt es dreizehn und nicht vierzehn?“, will sie wissen. „Nun ja, weil unsere Uhr eben nur bis zwölf geht“, sage ich etwas einfallslos. Ich erkläre ihr, dass man damit ausdrückt, dass jemand übers Ziel hinausschießt, den Bogen überspannt. Und da das bei der Uhr eben die dreizehn ist, weil diese ja nur im Zwölfstunden-Rhythmus voranschreitet, ist es eben die dreizehn. Warum es dreizehn schlägt, hat aber sicher auch noch etwas mit der Zahl dreizehn an sich zu tun. Denn die gilt unabhängig von vielen Kulturkreisen als Unglückszahl. Und wenn es dreizehn schlägt, passiert ein Unglück!

Die Dreizehn ist wirklich das Stiefkind aller Zahlen. In manchen Hotelzimmern gibt es kein Zimmer mit der Nummer dreizehn, manchmal fehlt der dreizehnte Stock, und Freitag, der Dreizehnte, ist sowieso ein Tag, an dem man am besten im Bett bleibt. Warum es dreizehn schlägt, drückt also auch aus, dass jemand etwas sehr Negatives widerfahren wird. Es ist ja eine Androhung. Die Zahl zwölf dagegen ist positiv besetzt: zwölf Jünger, zwölf Stämme Israels etc. Es hat also auch sehr viel mit Religion zu tun. Auch die heiligen Zahlen drei (Dreifaltigkeit) und vier (vier Evangelien) ergeben zusammen zwölf. Die Dreizehn ist immer außen vor. Auch in unseren Stunden und Monaten haben wir einen Zwölferrhythmus. Vielleicht ist die Dreizehn daher in Verruf geraten! Übrigens: Dreizehn schlägt es aber erst seit dem neunzehnten Jahrhundert. Es ist also eine recht neue Redewendung.

Mama, warum essen Chinesen mit Stäbchen?

How to use chopsticks guidance
Warum essen Chinesen mit Stäbchen

Mama, warum essen Chinesen mit Stäbchen? Klar, dass diese Frage im Chinarestaurant nicht ausbleibt. Und diesmal bin ich vorbereitet, ja, habe sogar gehofft, dass diese Frage auftauchen würde. Natürlich ist China auch nicht das einzige Land, in dem man statt mit Messer und Gabel oder den Händen (ist in vielen afrikanischen Ländern heute noch) mit Stäbchen ist. Auch in Japan, Korea oder Vietnam verwendet man sie. Warum die Chinesen mit Stäbchen essen, hat aber eine ganz eigene Geschichte. Trotzdem lohnt es sich, vorher noch mal kurz einen Blick auf die Zahl der Stäbchen-Esser zu werfen. 1,2 Milliarden Menschen essen nämlich mit dieser Art Werkzeug, während nur 900 Millionen Menschen Tafelbesteck benutzen.

Warum Chinesen mit Stäbchen essen, geht auf die Zeit zurück, in der es wenig Brennholz gab. Zwar gab es Messer, trotzdem benutzte man sie nicht zum Essen direkt. Vielmehr schnitt man vorher alles, was in den Topf kam, klein, sodass es schneller gar wurde. So sparte man nämlich Feuerholz, weil nicht so lange gekocht wurde. Warum die Chinesen mit Stäbchen essen, war ursprünglich also auf eine Sparmaßnahme gegründet. Wenn das Essen fertig war, angelte man sich dann gemeinsam das Essen aus dem Topf. Da man sich so natürlich die Finger verbrannte, verwendete man kleine Äste, die Vorreiter der heutigen Stäbchen. Messer beim Essen? Das ging gar nicht und wurde als kriegerisch, fast barbarisch angesehen. Warum die Chinesen mit Stäbchen essen, wäre also hiermit geklärt! Bleibt nur die Frage: Warum essen wir eigentlich mit Messer und Gabel?

„Warum werden wir gelb vor Neid, Mama?“

neidischer Blick
Warum werden wir gelb vor Neid?

Warum werden wir gelb vor Neid“, fragt mich meine zehnjährige Tochter, die ihrer älteren Schwester beim Skaten auf der Terrasse zusieht. „Also ich werde nie gelb, wenn ich neidisch bin“, sage ich knapp, „das liegt aber daran, dass ich niemanden beneide.“ Große Worte! Ich google aber trotzdem nach, warum wir gelb vor Neid werden können. Ich finde heraus, dass die Redewendung aus dem Mittelalter stammt und sich mit größter Wahrscheinlichkeit auf das Schwindelgefühl bezieht, wenn wir vor Neid weniger oder anders atmen. Wir bekommen eine Kreislaufschwäche und sind einer Ohnmacht nahe. Dann wird uns gelb oder grün vor Augen. „Warum wir vor Neid gelb werden, stimmt so also gar nicht“, erkläre ich meiner Tochter. „Es müsste heißen: Warum sehen wir gelb und grün!“ Manche beziehen das Gelbwerden auch auf ein Erblassen zurück.

Warum wir vor Ärger schwarz werden, kann ich der Frage nachdem: warum wir gelb vor Neid werden gleich anschließen. Das Schwarzwerden bezieht sich auf: sich zu Tode ärgern. Früher wie heute steht die Farbe schwarz oft für den Tod. Die Redewendung wurde sogar literarisch verwendet, und das schon im späten 18ten Jahrhundert. Ich erkläre meiner Tochter die Zusammenhänge, doch die schnappt sich ihr Skateboard. „Jetzt wird’s mir zu bunt“, sagte sie nur und zieht von dannen. Warum wir vor Neid gelb und vor Ärger schwarz werden … ich überlege mir, was es noch alles an Redewendungen und Farben gibt. Über den grünen Klee loben und den roten Faden verlieren fallen mir zuerst ein. Aber warum es so heißt, davon habe ich keinen blauen Dunst!

Warum wird uns bei scharfen Gewürzen beim Essen heiß?

Hübsche rothaarige Frau mit Chiliklauen, Portrait
Warum wird uns bei scharfem Essen heiß?

Warum uns heiß wird, wenn wir scharf gewürzte Gerichte essen, und manche sogar einen Schweißausbruch bekommen, hat mehrere Ursachen. Ich habe nie darüber nachgedacht, bis meine Tochter mir die typische Kinderfrage stellte: Mama, warum schwitzt der Papa eigentlich immer so, wenn der deine Spaghetti all’arrabbiata isst? Bingo! Natürlich habe ich mich wieder belesen und konnte meiner Tochter erklären, dass Papa keinesfalls ein Einzelfall ist. Zum einen bringen scharfe Gewürze nämlich den Blutkreislauf in Schwung, außerdem regen bestimmte Stoffe in Gewürzen (zum Beispiel Capsaicain in Chili) den Stoffwechsel an und bringen auf diese Art ebenfalls den Kreislauf auf Touren. Dadurch entsteht das Gefühl von Wärme. Warum uns beim Essen von scharfen Gerichten heiß wird, hat aber auch noch andere Gründe.

Pfeffer zum Beispiel regt mit seinem Piperin die Ausschüttung von Glückshormonen an, wir haben psychologisch das Gefühl, uns wird buchstäblich warm ums Herz. Scharfe Gewürze stimulieren aber zusätzlich auch die Wärme-Rezeptoren in unserem Körper, diesen Reiz nehmen wir ebenfalls als Hitze war. Aber warum uns heiß wird beim Scharf-Essen kann auch eine Pseudoreaktion des Körpers sein: Schärfe wird oft einfach als Hitze empfunden, auf die der Körper mit Schwitzen reagiert. Die Körpertemperatur bleibt allerdings gleich. Fieber von zu scharfem Essen gibt es nicht! Warum uns beim Essen von scharfen Gewürzen heiß wird, ist nun geklärt, zusätzlich sollte aber noch erwähnt werden, dass scharfe Lebensmittel oftmals sehr gesund sind. Knoblauch und Meerrettich wirken desinfizierend und stärken das Immunsystem und Ingwer hat sogar eine entzündungshemmende Wirkung!

„Mama, warum haben wir eigentlich einen Adventskranz?“

Adventskranz
Warum gibt es Adventskränze?

„Mama, warum haben wir eigentlich einen Adventskranz?“ – „Ja, das wollte ich auch immer schon wissen“, antworte ich. „Ich weiß nur, dass Advent eigentlich Ankunft heißt und das Licht natürlich für die Hoffnung steht.“ Ich mache mich schlau und kann meiner Tochter bald schon erklären, was es mit dem geflochtenen Tannenkranz und den vier Kerzen auf sich hat – und natürlich auch, warum wir einen Adventskranz haben. Der erste Adventskranz der Geschichte war der von Johann Hinrich Wichern. Er lebte von 1808 bis 1881. Er nahm sich einiger armer Kinder an und zog mit ihnen in ein altes Bauernhaus. Da die Kinder ihn permanent nach Weihnachten fragten, baute er 1839 aus einem alten Wagenrad einen Kranz aus Holz mit zwanzig kleinen roten und vier großen weißen Kerzen. „Aber warum haben wir heute immer noch einen Adventskranz?“, beharrt meine Tochter auf ihrer Frage. „Hm, vielleicht, weil die Kinder heute genauso ungeduldig sind wie früher?“

Die Frage, warum wir heute immer noch einen Adventskranz haben, kann ich nicht mit Sicherheit beantworten. Fest steht aber, dass diese protestantische Tradition, zu der sie schnell wurde, auch von den Katholiken übernommen wurde. So setzte sie sich Jahr für Jahr fort. Ich erzähle meiner Tochter noch von der Symbolik des Kranzes. Manche sagen, das Tannengrün stehe allgemein für Grün und die Hoffnung, die Kreisform für das Leben selbst. Und die Kerzen, die sind natürlich das Licht und die Hoffnung, die durch Jesus Geburt entsteht. „Und warum kaufst du jedes Jahr einen Adventskranz, nur weil es jeder macht und wegen diesem Wichern?“, fragt meine Tochter stirnrunzelnd. Ich überlege, wie viel sie schon von Symbolen versteht, dann sage ich nur. „Weil es eine schöne Tradition ist.“ Damit ist sie vorerst mal zufrieden!

Woher kommen Blitz und Donner?

Gewitterblitze
Informieren Sie Ihre Kinder rechtzeitig über richtiges Verhalten bei Gewitter

Woher kommen eigentlich Blitz und Donner? Eine typische Kinderfrage, die jede Mama oder jeder Papa im Laufe des Elternseins zu beantworten hat. Blitz und Donner sind typische Begleiterscheinungen eines Gewitters. Diesen Satz bete ich oft wie eine Litanei herunter, um meine Tochter zu beruhigen, die regelmäßig Panikzustände bekommt, wenn es im Sommer Wärmegewitter gibt. Aber woher kommen Blitz und Donner wirklich? Blitze sind im Grunde nichts anderes als elektrische Entladungen. Der Donner besteht aus Schallwellen und ist die akustische Entladung des Blitzes. Man hört quasi den Blitz, die Entladung, als Donnerschlag. Woher kommen Blitz und Donner müsste im Grunde eher: Warum gibt es Blitz und Donner heißen.

Im Sommer erhitzt die Sonne die feuchte Luft in Bodennähe. Warme Luftblasen steigen nach oben, da diese leichter sind, und landen dann in kälterer Umgebung irgendwo im Himmel. Durch diese Ladungstrennung (kalt/warm) baut sich elektrische Spannung auf, die sich, wenn sie zu stark wird, in einem Blitz mit Pauken und Trompeten – Donner! – entlädt. Woher kommen Blitz und Donner wäre hiermit also geklärt. Sie entstehen durch Spannungen in großen Höhen. Diese elektrische Ladung erreicht im Übrigen problemlos eine Milliarde Volt. Entlädt sich ein Blitz, können dabei Temperaturen von bis zu dreißigtausend Grad entstehen. Das erhitzt wiederum die Luft, diese dehnt sich extrem schnell aus und erzeugt dann die Schallwellen. Bei der Frage: Woher Blitz und Donner kommen, muss man also auch dazusagen, dass beides Phänomene der angestauten und sich entladenden Spannung im Himmel ist.

„Mama, macht schlechtes Licht beim Lesen die Augen kaputt?“

girl read book on bed at night
Macht schlechtes Licht wirklich die Augen kaputt?

Dass ungünstige Lichtverhältnisse die Augen kaputt machen, ist ein Satz, den ich als Kind selbst von meinen Eltern gehört habe. Aber mittlerweile weiß ich, das dem nicht so ist. Schlechtes Licht macht die Augen nicht kaputt, definitiv. Dieser Spruch gehört in das Reich der Mythen, dort hat er beste Gesellschaft neben der weit verbreiteten Annahme, dass beim Schielen die Augen stehen bleiben könnten. Auch das stimmt keinesfalls. Ich kann meine Tochter – sie liegt gewöhnlich mit der Minitaschenlampe unter der Bettdecke und liest heimlich – also beruhigen. „Das schlechte Licht macht nicht deine Augen kaputt, aber es strengt deine Augen an. Sie ermüden dadurch schneller.“ Das ist Fakt!

Schlechtes Licht macht die Augen also nicht kaputt. Wie sieht es aber mit dem Leseabstand aus, der durch das schlechte Licht deutlich geringer wird? Ist der schädlich? Diese Frage stelle ich mir, nicht meine Tochter. Ich frage schließlich meinen Augenarzt, der mich jedoch beruhigt. Auch der geringe Leseabstand schadet nicht, ebenso wenig wie schlechtes Licht die Augen kaputt macht. Eins fügt er aber noch an: Ist bereits ein Sehfehler da oder tritt bald in Erscheinung, wird dieser eher auffällig und erkannt. Aber da die Schwäche angeboren ist, würde sie auf jeden Fall irgendwann auftreten. Also lasse ich mein Kind weiterhin „heimlich“ unter der Decke lesen. Denn Lesen bildet!

Mama, wie kommen die Streifen in die Zahnpasta?

Kinderfrage Streifen in die Zahnpasta
Wir kommen die Streifen in die Zahnpasta?

„Wie kommen eigentlich die Streifen in die Zahnpasta?“ Völlig fasziniert starrt meine Tochter auf die Zahnpasta auf ihrer Zahnbürste. Natürlich sieht diese aus wie immer, aber erst heute fällt meiner Tochter auf, dass es eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit ist, fünf so akkurate Streifen aus einer Tube zu pressen. Ich überlege kurz und erinnere mich an eine bekannte Kindersendung, die meine Älteste einmal gesehen hat. Dort wurde genau erklärt, wie die Streifen in die Zahnpasta kommen. Ich erkläre meiner jüngsten Tochter, dass eine Tube immer erst einmal gefüllt wird, und zwar von oben. Das bedeutet, die Tube ist an ihrem Ende offen. Jetzt kommt zuerst die farbige Paste (meist ist es dieselbe wie die weiße, nur eben gefärbt) in die Tube, sodass sie farbige Masse jetzt direkt am Tubenausgang sitzt. Danach wird die weiße Paste eingefüllt und die Tube maschinell verschlossen. Natürlich ist in so einer Tube viel mehr weiße Pasta als rote oder grüne! „Aber wie kommen denn nun die Streifen in die Zahnpasta?“, fragte meine Tochter ungeduldig.

Das Geheimnis der Streifen in der Zahnpasta liegt im Tubenausgang begründet. Hier gibt es nämlich ein Röhrchen, das relativ weit, bis zu zwei Zentimeter, ins Tubeninnere führt. Durch den Druck auf die Tube wird jetzt nur weiße Paste durch das Röhrchen gepresst. Das Röhrchen hat in der unmittelbaren Nähe des Tubenausgangs allerdings weitere Öffnungen (meist sind es fünf), aus denen ganz zum Schluss die farbige Masse, die ja nur am Ausgang sitzt, dazu gepresst wird. So entstehen die wunderschönen gleichmäßigen Streifen in der Zahnpasta. Wer sich einmal gefragt hat, wie viel Zahncreme in einer Tube ist: Wenn man eine ganze Tube auspressen würde, hätte man eine Zahnpastawurst von ungefähr 2 Meter achtzig.

Mama, woher kommt eigentlich der Schnee?

Happy mother and baby playing with snow on branch
Woher kommt der Schnee?

„Mama, woher kommt eigentlich der Schnee?“ Hm … und diese Frage bei fast 40 Grad Hitze. Eigentlich kein Wunder, so eine himmlische Abkühlung könnten wir jetzt alle gut gebrauchen. Ich rolle mich auf meinem Handtuch auf den Bauch und tippe heimlich in mein Handy: Woher kommt Schnee? Nach einem kurzen Überfliegen verschiedener Artikel bin ich schlauer oder vielmehr weiß ich, wie ich es meiner Tochter am besten erkläre. Ich erzähle ihr von der Atmosphäre, die unsere Erde wie eine Hülle umgibt. Dort muss es kalt und auch feucht sein, damit es schneien kann. Wasser friert an winzigen Staubteilchen fest und somit entsteht ein Eiskristall. Woher kommt Schnee – natürlich vom Himmel. Aber wie geht es denn jetzt weiter?

Woher der Schnee kommt oder warum es irgendwann anfängt zu schneien, liegt daran, dass sich Eiskristalle miteinander verbinden. Langsam aber sicher wächst so eine Schneeflocke heran. Wenn sie zu schwer wird, fällt sie als Schnee auf die Erde. Allerdings nur, wenn es auch dort kalt genug ist. Dann bleibt sie auch liegen. Jede Schneeflocke sieht anders aus, das liegt an den sechseckigen Eiskristallen, die sich immer neu miteinander verbinden und so eine ungeheure Vielfalt an Formen entstehen lassen. „Woher der Schnee kommt, habe ich jetzt kapiert!“, sagt meine Tochter zufrieden. „Aber warum kann er denn nicht lila sein?“ Ich erkläre ihr, dass Schnee an sich keine Farbe besitzt. Aber das Sonnenlicht, auch wenn man es durch die Wolken oft kaum sieht, wird von den Kristallen reflektiert – und das ist nun mal eben weiß. Schade eigentlich!

Wieso verursacht Quietschen Gänsehaut?

Quietschende Geräusche können dafür sorgen, dass Menschen sich die Ohren zuhalten oder das Gesicht verziehen, als würden sie körperliche Schmerzen spüren. Meist kommen noch Gänsehaut und der kalte Schauer hinzu.

Warum verursacht Quietschen Gänsehaut
Warum verursacht Quietschen Gänsehaut?

Was ist so schlimm für uns an quietschenden Geräuschen und wieso stören sie uns so, dass wir am liebsten weglaufen würden, wenn wir sie hören?

Für unsere heutige Zeit ist diese Reaktion völlig überzogen und wirkt sogar etwas albern. Schließlich ist es nur ein Geräusch, das von Kreide an der Tafel, einer Tür oder durch zwei aneinandergeriebenen Luftballons verursacht wurde. Diese Reaktion liegt in unserer Evolutionsgeschichte weit zurück. Ihre Wurzel liegt in uns tief verankert und stammen aus einer Zeit, in der hohe und schrille Töne Gefahr bedeuteten. Wenn unsere Vorfahren in der Urzeit diese Art von Tönen hörten, blieb ihnen nur weglaufen oder sich dem Angreifer entgegenstellen. Wenn es für Weglaufen bereits zu spät war, benötigten unsere Ahnen ein beängstigendes Aussehen. Dies erreichten sie dadurch, dass sich ihre Haut zusammenzog (Gänsehaut) und die Haare sich dabei am Körper aufrichteten. So etwas sieht man heute noch bei Tieren, wenn sie eine Drohhaltung einnehmen. Die Gänsehaut, die wir heute empfinden, wenn etwas laut quietscht, richtet bei uns nur noch die kleinen, fast unsichtbaren Härchen auf. Bei unseren Urahnen war dies jedoch anders, da sie noch fülliges Haar auf dem gesamten Körper hatten.

Forscher fanden heraus, dass uns eine Tonhöhe im Bereich 2000 – 5000 Hertz Unbehagen bereitet. Diese Tonhöhe senden wir selbst übrigens auch aus, wenn wir uns bedroht fühlen und einen Hilfeschrei ausrufen. Diese Frequenz löst im Amygdala (ein Teil des limbischen System) Emotionen aus, die auch der Urmensch schon kannte und treibt uns die Gänsehaut auf Rücken und Arme, auch wenn dort schon lange kein dichtes Fell mehr wächst.

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