Manga – Kunst aus Asien erobert die Welt

Mangas sind heutzutage in der westlichen Kultur kaum noch wegzudenken. Die schwarz-weiß-gezeichneten Manga Comics gehören mittlerweile schon zum Standardsortiment in fast jedem Handel.

Was sind Mangas genau?

Aber was macht Mangas so einzigartig und woher kommen sie eigentlich?

Malvorlage Manga - Engel
Malvorlage Manga – Engel

Mangas sind japanische schwarz-weiß Comics, die von rechts nach links gelesen werden. Bekannt geworden sind sie vor allem durch ihren einzigartigen Zeichenstils

Die Übersetzung bedeutet so viel wie „unwillkürliches oder zügelloses Bild“. Die einzelnen Panels, in denen die Story erzählt wird, werden von oben rechts oben bis nach links unten gelesen.

Bei den Genres sind keine Grenzen gesetzt – je nach Alter, Interessengebiet oder Hobbys, es ist definitiv für jeden etwas dabei.

Woher kommen Mangas?

Das Heimatland von Mangas ist Japan. Die Geschichte der einzigartigen Comics geht jedoch einige Jahrhunderte zurück. Bereits im sechsten und siebten Jahrhundert erzählten buddhistische Mönche ihre Geschichten, indem sie sie an Tempelwände malten. Ab dem 12. Jahrhundert wurden hierfür jedoch Papierrollen verwendet.

Die meisten Zeichnungen waren jedoch relativ unabhängig voneinander und zeigten meist nur Motive wie Tod, Leben oder Tiere. Erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurden erste Bücher verfasst, die unter dem Namen „Ukiyo-e“ sowie „Toba-e“ erschienen. Diese enthielten bereits vollständige Geschichten.

Die Trennung von Wort und Bild, wie sie in Mangas der Fall ist, hat ihren Ursprung jedoch in der japanischen Sprache. Das bildliche Verständnis gehört zu einem wesentlichen Bestandteil in der japanischen Schriftkultur, was wiederum in Mangas nur allzu offensichtlich ist.

Der Begriff „Manga“ wurde jedoch erst im 19. Jahrhundert das erste Mal verwendet. Katsushika Hokusai, ein japanischer Holzschnittkünstler hat den Begriff damals für seine Werke verwendet.


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Was macht den Reiz von Mangas aus?

Der Grund, warum immer mehr Menschen von Mangas schwärmen, liegt größtenteils an den stilistischen und optischen Merkmalen.

1. Leserichtung

Wie in der japanischen Schreibweise üblich, verläuft auch die Leserichtung von Mangas von rechts nach links und von oben nach unten. Wer also das erste Mal einen japanischen Comic aufschlägt, wird dies vermutlich auf der falschen Seite tun.
Die Sprache kann daher in den Panels in allen möglichen Richtungen verfasst werden – dies bietet sehr viel kreativen Freiraum bei den Mangaka, den japanischen Manga Autoren.

2. Monochromer Druck

Malvorlage Manga - weiblicher Zentaur
Malvorlage Manga – weiblicher Zentaur

Ein typisches Merkmal von japanischen Comics – sie sind in schwarz-weiß. Einzig und allein Cover Seiten oder manchmal Seiten am Beginn oder in der Mitte eines Bandes sind farblich ausgefüllt. Neben der starken Orientierung an die japanische Kunst hat dies auch vermehrt damit zu tun, die Produktionskosten für die Bänder niedrig zu halten. Zudem sind Künstler nicht unbedingt von Farbe abhängig, sondern können auch nach dem Prinzip „weniger ist mehr“ grandiose Storys verfassen.

Ein weiterer Punkt: Mangakas stehen meist unter einem enormen Zeitdruck und müssen bis zu 20 Seiten in der Woche abgeben. Da fehlt einfach die Zeit, diese auch noch zu kolorieren.

3. Effekte

Geräusche sind ein wesentlicher Bestandteil in japanischen Comics. Für fast jede Situation gibt es einen entsprechenden Lauteffekt, der natürlich im Manga nicht fehlen darf, um das Ganze zu perfektionieren. Diese Geräusche werden entweder in Hiragana oder Katakana vermerkt und sind typischerweise kaum zu übersehen.

4. Augen

Die wohl bekannteste Charakteristik von Mangas sind die Augen. Besonders in Shoujo-Mangas (Comics für Mädchen und Frauen) zeichnen sich die Charaktere durch große Augen aus. Der Grund hierfür liegt nicht nur an der Faszination der Japaner mit der westlichen Kultur: mit großen Augen können Gefühle einfach besser ausgedrückt werden.

Zusätzlich strahlen große Augen auch Niedlichkeit aus, was auf Japanisch mit „Kawaii“ bezeichnet wird und in vielen Mangas ein sehr wichtiger Faktor ist.

Die japanischen schwarz-weiß Comic sind ein wesentlicher Bestandteil der japanischen Kultur und werden auch in der westlichen Welt immer beliebter.

Aus den ursprünglichen Karikaturen und einzelnen Bildern entwickelte sich bis heute eine einzigartige Kunstform, mit mitreißenden Storys, die für Menschen aller Altersklassen geeignet ist.

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