Mehr Power durch Düfte – Riechen als Energiekick!

Wenn wir riechen, assoziieren wir automatisch etwas durch diese Düfte – in der Regel empfinden wir etwas dabei oder erinnern uns an etwas. So bekommen wir etwa Hunger, wenn wir leckeres Essen zubereiten oder verspüren ein kribbeln im Bauch, wenn wir den Geruch frisch gewaschener Babys wahrnehmen.

Erlebnisse für die Sinne – Riechen

Anders herum funktioniert es natürlich genau so – beispielsweise, wenn wir Fischgeruch nicht mögen und mit Übelkeit darauf reagieren. Dass unser Gehirn mit Gerüchen gewisse Emotionen auslöst, ist kein Geheimnis. Wie wäre es aber, wenn wir dieses Phänomen gezielt für unsere gute Laune und Energie nutzen würden?

Rosenduft
Riechen und Duft

Das so genannte limbische System ist das älteste Areal im menschlichen Gehirn, dort wo sich die Emotionen und das Gedächtnis befinden. Und auch Gerüche werden in diesem System wahrgenommen und verarbeitet. Verarbeitet in dem Sinne, als dass sie maßgeblich unsere Stimmung beeinflussen und bei Bedarf sogar unser Verhalten steuern.

Tatsächlich beeinflussen uns Gerüche auf vielen Ebenen, sie können uns sogar Energie schenken oder uns vor etwas warnen. Riechen kann also zum Sinneserlebnis werden und dazu führen, dass wir uns wohler und frischer fühlen. Und genau das hat jeder schon einmal selbst erleben können, beispielsweise, wenn er auf einem Erdbeerfeld plötzlich richtig gute Laune bekommt, weil das Obst herrlich duftet.

Welche Düfte machen gute Laune?

Generell gilt: Weniger Duft ist mehr! Denn unsere Nase kann sich schnell an einen Duft gewöhnen und diesen dann gar nicht mehr wahrnehmen. Wer beispielsweise einige Stunden auf einem Fischmarkt spazieren geht, der wird den Fischgeruch im späteren Verlauf als weniger intensiv erachten, als es noch zu Beginn der Fall war.

Lavendel
Lavendelduft

Wer sich gute Laune erriechen möchte, der sollte auf ätherische Öle zurückgreifen, wobei diese möglichst keine künstlichen Zusätze enthalten sollten.

Für gute Laune sorgt zum Beispiel die Bergamotte, eine Mischung aus Bitterorange und Limette, welche einen frischen und lebhaften Geruch besitzt. Dieser Duft macht wach, belebt und schenkt Energie.

Gleiches gilt auch für den Lavendel, auch wenn sein Geruch eher beruhigend auf das Gemüt und das zentrale Nervensystem wirkt. Doch auch eine entspannende Zeit bedeutet im Anschluss mehr Energie und Power. So kann man mit Lavendel auch seine Grundstimmung beruhigen und seine Konzentration auf das Wesentliche lenken.

Gerüche mit Zitrone machen allgemein wach und gute Laune, so etwa die Melisse, bzw. die Zitronenmelisse. Und auch die Minze erfrischt und belebt, bekämpft Müdigkeit, Schlappheit oder Kopfschmerzen.

Generell sollte jeder seinen eigenen Geruch für sich entdecken, denn nicht jeder mag das gleiche riechen. Die Auswahl ist zum Glück ziemlich groß, sodass es auch Rose, Rosmarin, Sandelholz oder Orange und Zitronengras sein darf.

Wissenschaftlich erklärbar!

Die Frage nach dem „Warum“ lässt sich inzwischen sogar wissenschaftlich belegen. So fand man unlängst heraus, dass Cineol, ein Bestandteil des Eukalyptusöls, einen belebenden Effekt hat. Der Grund. Dieser Duft reizt den klassischen Riechnerv und in hoher Konzentration auch den Warn-Nerv.

Das ebenso enthaltene Geraniol wirkt gleichermaßen entspannend, da es gewisse Botenstoffe im Gehirn hemmt. Es ist wirklich erstaunlich, was Gerüche mit uns anstellen – auch unterbewusst und ohne, dass wir es wollen. Denn auch unser Duftgedächtnis ist stark ausgeprägt. So können wir uns an Gerüche erinnern, welche wir vor zig Jahren einmal gerochen hatten.

Und dabei erinnern wir uns oft nicht nur an den Geruch selbst, sondern meist auch an die damit verbundene Situation, wenn es denn eine bestimmte gab. Viele erleben das als Déjà-vu und merken gar nicht, dass sich das Geruchsgedächtnis gemeldet hat.

Positive und negative Gefühle steuern

Düfte
Gerüche rufen Emotionen hervor

Inzwischen weiß man sogar die Gefühle per Düfte zu steuern, ganz konkret während einer Angsttherapie.

So gibt es Menschen, welche sich auf einen bestimmten Geruch getriggert haben und bei Kontakt in Angst oder Panik verfallen. Zukünftig machen nicht nur die Gerüche selbst Angst, sondern auch die damit einhergehenden Erlebnisse.

So kann ein negativ wahrgenommener Geruch im Kaufhaus, zusammen mit einer angstmachenden Situation, eine Panikattacke auslösen. Mit Gerüchen lassen sich künftig diese Situationen aber bewusst umgehen. Beispielsweise indem positive Gerüche, beispielsweise Lavendel, in die unangenehmen Situationen mitgenommen werden.

Automatisch empfinden wir eine angstmachende Situation dann als weniger schlimm, wenn wir einen für uns guten Geruch damit verknüpfen können.

Wo kann ich Gerüche in mein Leben bringen?

Gerüche begegnen uns jeden Tag, egal wo wir uns befinden. Leider gewöhnen wir uns schnell an sie und nehmen selbst schlechte Gerüche nicht mehr wahr. In vielen Situationen können wir aber dafür sorgen, dass uns positive Gerüche begleiten.

So lassen sich gute Duftbäumchen im Auto aufhängen oder ätherische Öle am Arbeitsplatz aufstellen. Was viele nicht wissen: Die Zeit für Düfte im Raum ist nicht im Winter oder Herbst, sie ist im Sommer. Nämlich dann, wenn gekippte Fenster und offene Türen für Durchzug sorgen und sich die Düfte schön im Raum verteilen.

Gerüche können überall aufgestellt und verteilt werden. Und wer ätherische Öle nicht mag, der arbeitet mit Blumen oder dezenteren Raumdüften. Wichtig ist hier jedoch, auf eine gute Qualität zu achten, da viele Düfte andernfalls künstlich riechen.

Wer mehr Energie und Power braucht, der sollte auf Zitrusgerüche achten. Limetten, Zitronen und Ähnliches machen wach und verleihen mehr Energie – übrigens auch dann, wenn man sie im Wasser trinkt.

Und bei Euch so?