Safran | Gewürze beim Kochen

Safran wird auch als der König der Gewürze genannt. Nicht zu unrecht, denn dies ist das teuerste Gewürz der Welt. Gewonnen wird er aus den Blüten der Pflanze „Crocus Sativus“. Je Blüte können lediglich drei Stempelfäden geerntet werden.

Safran – Teuerstes Gewürz der Welt und Heilmittel

Für die Ernte von einem Kilo Safran werden bis zu 200.000 Pflanzen benötigt.

Safran - Aus Crocus Sativus
Teuerstes Gewürz der Welt – gewonnen aus Crocus Sativus

Da die Fäden nicht maschinell geerntet werden können, ist hier mühsame Handarbeit angesagt. Darin liegt auch die Begründung für die Kostbarkeit dieses Gewürzes.

Safran wurde bereits in der griechischen Mythologie erwähnt. Der Legende nach soll Zeus auf einem Bett aus dieser Kostbarkeit geschlafen haben. Um den König der Gewürze spinnen sich zahlreiche Legenden, dessen Heilwirkung ist jedoch allgemein bekannt und geschätzt.

Anbaugebiete und Verbreitung von Safran

Es wird angenommen, dass sich das Gewürz aus dem alten Kreta über die Welt verbreitet hat. Eine sichere Aussage bezüglich des Ursprungslandes ist jedoch nicht bekannt. Da die zarten Pflanzen besondere klimatische Verhältnisse lieben, lässt sich Safran nicht überall auf der Welt anbauen.

Heute liegen die wichtigsten Anbaugebiete im Iran. Indien und Griechenland sind die weiteren wichtigsten Anbaugebiete für Safran. In deutlich kleinerem Maß wird das Gewürz in Marokko und Spanien angebaut. Die Mengen sind hier mit etwa 1,3 Tonnen pro Jahr relativ klein. Auch Mitteleuropa kann mit eigenen Anbaugebieten aufwarten. So wird zum Beispiel in Österreich der Wachauer Safran und der pannonische Safran angebaut. Besonders interessant ist aber das kleine Dorf Mund in der Schweiz. Hier wird dieses kostbare Gewürz auf einer Fläche von etwa 2.500 Quadratmetern angebaut. Ist die Ernte in Sicht, kommt das ganze Dorf zum Pflücken zusammen.

Heilkräfte des Safran – Mythen und Legenden

Der Pflanze werden Heilkräfte zugeschrieben, er galt im alten Griechenland auch als bewährtes Potenzmittel. In der Antike hieß es, dass Safran nur den Göttern und Königen vorbehalten war. Sie trugen Kleider, die mit Safran gefärbt worden waren.

Das Gewürz gilt als blutstillend, vitalisierend und nervenstärkend. Verwendet werden die Stempelnarben in der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), aber auch in der heimischen Naturheilkunde. Außerdem gilt Safran als Beautywunder. Aus den Stempelfäden kann unter Zugabe weiterer Gewürze und Duftstoffe Parfüm hergestellt werden.

DiePflanze wird als Gewürz wegen seines leicht herb-würzigen Geschmacks geschätzt. Sparsam angewendet verleiht er Speisen eine besondere Note und eine rötliche Farbe.

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