Von Kindern, Fernsehen, Streamen, Smartphones und verlorener Kontrolle

Natürlich kann ich nicht leugnen, dass auch bei uns der Fernseher hin und wieder zu viel lief. Man kommt gestresst von der Arbeit nach Hause und will eigentlich nur noch die Beine hochlegen und sich entspannen. Wie geht es besser, als bei einem coolen Film oder einer Serie?

Fernsehkonsum und die Alternativen

Als unsere Tochter dann in das Alter kam, wo sie eben nicht mehr um sieben im Bett war, sondern einfach länger bei uns im Wohnzimmer spielte, stellte wir fest, dass sie sich mehr und mehr auf den Fernseher fixierte, was uns natürlich nicht so gut gefiel.

Fernsehkonsum und die Alternativen
Fernsehkonsum und die Alternativen – Bild von René Schindler auf Pixabay

Schnell bremsten wir das aus, indem wir den Fernseher einfach nicht mehr anschalteten, wenn sie abends noch im Raum war.

Gleichzeitig suchten wir nach Kompromisslösungen. Uns war klar, dass wir den Fernseher nicht komplett aus ihrem Leben verbannen können.

Ab der Grundschule

Mittlerweile ist unsere Tochter im Grundschulalter und wir haben eine für alle tolle Lösung gefunden, mit der Sache umzugehen, ohne sie zu viel vor die Flimmerkiste zu lassen. Hilfreich ist dabei natürlich, dass man sich dank der heutigen Möglichkeiten wie Netflix, Amzon Prime etc. die Zeiten, in denen man den Fernseher laufen hat, nicht mehr vordiktieren lassen muss.

Wenn sie aus der Schule kommt, geht sie in ihr Zimmer und entspannt sich bei einer schönen CD. Das kann Musik sein, kann aber auch ein Hörspiel sein. Nach den Schularbeiten fangen wir, das Abendessen vorzubereiten (bei uns gibt es abends etwas Warmes).

Wenn das alles soweit erledigt ist, schauen wir uns gemeinsam eine kurze Serie auf einem der oben genannten Kanäle an. Dabei ist sie gar nicht unbedingt nur an Kinderserien interessiert, sondern schaut auch gerne interessante Dokus, bei denen man ganz nebenbei auch noch etwas lernt.

Selber ein Vorbild sein

Wir achten darauf, dass die Sendung maximal eine halbe Stunde geht. Bei längeren Folgen schauen wir eben in zwei Teilen. Auch das ist dank Maxdome & Co. heute ziemlich easy.

Nach dem Essen wird prinzipiell nicht mehr ferngesehen.

Wir sitzen meist länger am Essenstisch und reden über den Tag oder spielen irgendetwas. Der Fernseher wird hier nicht wirklich vermisst.

Auch unser eigenes Fernsehverhalten hat sich dadurch drastisch reduziert, denn es gibt einfach viel zu viele andere Möglichkeiten, seinen Tag zu verbringen. Bei schönem Wetter bleibt die Kiste zum Teil sogar komplett aus, bis unsere Tochter im Bett ist. Es gibt keine Beschwerden, weder von ihr noch von uns. Es ist uns viel wichtiger, Zeit gemeinsam zu verbringen.

Wir sind mal gespannt, ob wir das beim Thema Computer oder Handy genauso gut hinbekommen werden, denn so langsam sind auch das Themen, die für unsere Tochter interessant werden.

Computer und Smartphone kommen dann noch

Die Schule führt Computer ein und viele ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler haben schon ein Handy. Ich bin aber zuversichtlich, dass es auch hier Lösungen geben wird, mit denen wir alle gut leben können.

Und ihr so?

Ein Gedanke zu „Von Kindern, Fernsehen, Streamen, Smartphones und verlorener Kontrolle“

  1. Fernsehzeiten bei kleineren Kindern zu kontrollieren ist noch relativ einfach wenn man feste Rituale und Alternativen bietet. Aber mit zunehmendem Alter ist es echt eine Herausforderung, den Medienkonsum auf Smartphone, Fernsehen, Notebook und Co. im Blick zu behalten. Wenn dann die „Freundschaften“ auf Whatsapp und Instagram dazu kommen, ist es schwierige, da zu limitieren, weil das Kind natürlich auch seine Kommunikation mit der Gruppe aufrecht erhalten muss.

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