Warum wird das Laub bunt im Herbst und fällt runter – Kinderfrage

Warum werden die Blätter im Herbst bunt? Natürlich schließt sich diese Frage unmittelbar an die an, weshalb die Blätter im Herbst von den Bäumen fallen. Warum die Blätter gerade im Herbst so bunt leuchten, liegt daran, dass das Chlorophyll im Blatt selbst im Herbst abgebaut wird und in Ast, Stamm und Wurzel wandert (wo es unter anderem auch im Frühjahr wieder dringend gebraucht wird).

Warum wird das Laub so bunt?

Die gelbe Farbe, die man im Herbst oft zuerst sieht, war zuvor auch schon vorhanden. Allerdings ist das Chlorophyll ein sehr starker Farbstoff und überlagert somit die anderen Farben im Frühling und Sommer – das Blatt erscheint uns nur grün.

Malvorlage Herbstlaub zum bunt Ausmalen - Ausmalbild Herbst für KinderDa sich das Chlorophyll – wie oben erwähnt – zu Beginn der kalten Jahreszeit verteilt, erscheinen die Blätter im Herbst bunt, nämlich in den Farben, die zuvor überlagert waren.

Was ist mit der roten Farbe in den bunten Blättern?

Im Gegensatz zu der gelben Farbe entsteht die rote Farbe im Herbst komplett neu. Sie ist ein Schutz für wichtige Enzyme, die für den Abtransport von Chlorophyll verantwortlich sind. Warum die Blätter im Herbst bunt werden, hängt also alles mit dem Chlorophyll zusammen. Da die vom Baum gebildeten Enzyme sehr lichtempfindlich sind, greift dieser zur roten Farbe und schützt so die wichtigen Stoffe.

Gleichzeitig dient die rote Farbe aber auch als Schutz gegen Insektenbefall. Die legen ihre Eier nämlich im Herbst oft an den Bäumen ab, damit ihre Larven im Frühling die jungen Triebe abfressen können. Forscher vermuten, dass gesunde Bäume ein sehr kräftiges Herbst-Rot produzieren, damit sich die Insekten einen schwächeren Baum suchen.

Diese These ist allerdings noch keine zehn Jahre alt. Warum sich die Blätter im Herbst bunt verfärben, hat also vermutlich mehrere Ursachen – schön ist so ein Indian Summer allerdings auf jeden Fall!

Aber warum fallen im Herbst die Blätter von den Bäumen

Warum die Bäume ihre Blätter verlieren, ist eigentlich leicht nachzuvollziehen. Der Stoffwechsel des Baums schaltet quasi auf Sparflamme, um den kalten Winter besser zu überstehen.

Hauptproblem ist eigentlich der Wassermangel. Da im Winter der Boden oft gefriert, können die Bäume nicht genug Wasser aufnehmen. Genau das benötigen sie aber für die Fotosynthese und somit für ihre Nährstoffgewinnung. Da diese dann nicht möglich ist, programmiert sich der Baum sozusagen auf Ruhezeit und wirft allen Ballast ab. Würde ein Baum die Blätter im Herbst nicht abwerfen, würden sie nahezu schockgefrostet!

Warum fallen im Herbst nur Blätter und keine Nadeln von den Bäumen?

Nadelbäume sind im Gegensatz zu Laubbäumen, die ihre Blätter im Herbst verlieren, besser an Kälte und Wassermangel angepasst. Die Nadeln besitzen zudem noch eine hauchfeine Wachsschicht, die der Verdunstung entgegenwirkt. Noch dazu muss man sich die Beschaffenheit der Nadeln im Vergleich zu den Blättern bewusst machen.

Nadeln haben ohnehin eine viel kleinere Oberfläche, bei der weniger Wasser abgegeben wird, außerdem haben Nadeln von Tanne, Fichte etc. eine besondere Form, die für einen optimalen Gasaustausch sorgt. Eine Nadel kann übrigens durchaus zehn Jahre alt sein, bevor sie abfällt.

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Nadelbäume kommen meist auch geballt in Gegenden vor, in denen es viel länger kälter ist als bei uns, von daher müssten sie dann ein halbes Jahr „nadellos“ sein. Unsere Laubbäume dagegen verlieren im Herbst die Blätter und müssen nur drei Monate kahl überstehen.

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