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Einheimische Gewürze neu entdecken – Essen

Gewürze bereichern unser Leben und sie sind aus den Küchen der Welt nicht wegzudenken. Auch unsere einheimischen Kräuter sind ein Feuerwerk für unsere Geschmacksknospen und unsere Sinne. Mit den einzigartigen und wunderbaren Aromen, die unsere einheimischen Kräuter aufweisen, machen sie auch das einfachste Gericht zum Geschmackserlebnis pur.

Einheimische Kräutervielfalt, ein Aromafeuerwerk der Sinne.

Kochen mit Kräutern bedeutet eigentlich, in seinem Essen einen wunderbaren und einzigartigen Akzent beizufügen.

Kerbel
Kerbel – einheimische Kräuter neu entdecken

Unsere einheimischen Kräuter sollten schon aus diesem Grund nicht mehr so steifmütterlich behandelt werden, die sie liefern uns köstliche Aromen, die den Eigengeschmack vieler Gerichte und den darin enthaltenen Zutaten, deutlich herausstreichen.

Allerdings ist die Tatsache von enormer Wichtigkeit, dass sie immer ganz dezent zum Würzen von Speisen eingesetzt werden sollten. Denn unsere Kräuter haben teilweise einen sehr starken Eigengeschmack. Kombiniert werden Kräuter grundsätzlich, die Köche sollten experimentierfreudig sein und mit den tollen Aromen unserer Kräuter spielen.

Von Basilikum bis Pimpernelle, unsere einheimischen Kräuter sind aromatisch, gut kombinierbar – einfach unwiderstehlich.

Denkt man nur an der herrlich süßen und sehr aromatischen Duft, der vom Basilikum ausgeht. Er erinnert ein wenig an die Aromen von Minze, Nelken und ein wenig auch Anis. Das Kraut passt ausgezeichnet zu Salaten und bei Capresen ist es ein absolutes Muss. Die jungen Blätter des Krautes sollten jung gepflückt werden, dann sind sie am aromatischsten. Basilikum harmoniert mit vielen anderen Kräutern, wie beispielsweise Petersilie, Schnittlauch und unserem einheimischen Kerbel.17

Dill, ein sehr feines und herrlich duftendes Kraut präsentiert sich uns, als fein und zart anmutend. Wenn er kurz vor der Blüte steht, entfaltet er sein ganzes Aroma, einfach herrlich. Er passt ganz ausgezeichnet zu vielen Fischgerichten und darf in einem gut angemachten Gurkensalat auf gar keinen Fall fehlen. Dill kann auch sehr gut getrocknet werden, sein Aroma verliert er dadurch nicht. Besonders gut gelingt dies im Übrigen, wenn man den frisch geernteten Dill auf einen Küchentuch ausbreitet und ihn im dunklen Raum trocknen lässt.

Der Kerbel ist unser Frühlingskraut unter den einheimischen Kräutern, denn der grüne Bursche ist eines der ersten Kräuter, die den Frühling ankündigen. Seine Blätter haben eines ganz leichten Anisgeschmack, aber ähneln im Geschmack auch der Petersilie und Kümmel.er gehört einfach in jede Küche und gilt als Allrounder.

Der Koriander wird besonders in der asiatischen zum Einsatz gebracht, aber er ist auch in der ganz normalen Küche wunderbar anwendbar. Im gefrorenen Zustand verliert in keiner Weise an Aroma ist deshalb auch sehr gut zu konservieren.

Die Petersilie ist gerade in der europäischen Küche zu Hause und eigentlich unverzichtbar. Es gibt die krause und die glatte Petersilie, beide Arten werden wegen ihres Gehaltes an dem für den Menschen so wichtige Vitamin C geschätzt. Der Geschmack beider Arten ist geprägt von einer leichten Muskat- und Sellerienote.

Der Wiesenkopf, wie unsere einheimische Pimpinelle auch häufig genannt wird, stellt sich als dunkelgrüne, dichte und dennoch zierliche Staude vor, welche nach Gurke und auch ein wenig nach Nüssen schmeckt. Eine Frankfurter Grüne Soße ist ohne Pimpinelle gar nicht denkbar. Ihre jungen Blätter sind der absolute Hochgenuss in jeder Speise und sollten grundsätzlich immer vor der Blüte Verwendung finden.

Unser einheimischer Schnittlauch ist ein Klassiker unter den Kräutern, er ist vielseitig verwendbar und sehr beliebt. Er hat ein ganz herrliches Zwiebelaroma und ist sehr knackig im Geschmack. Die grasähnlichen Blattformen sind innen hohl und werden auch als Frühlingslauch bezeichnet. Er bildet wunderschön anzusehende Blüten, die im Übrigen essbar sind. Die Blüten eigen sich aber auch gut zur Dekoration, beispielsweise können sie einen Salat optisch aufpeppen.

Der Sauerampfer, man glaubt es fast gar nicht, aber er ist tatsächlich für die Küche wiederentdeckt worden. Er gehört im Übrigen auch in eine echte Frankfurter Grüne Soße, aber er kann auch prima bei der Zubereitung von Eierspeisen und Suppen verwendet werden.


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Erstkommunion für Kinder leicht verständlich erklärt

Die Kommunion gehört in katholischen Gemeinden an Sonntagen und an Feiertagen zum Gottesdienst. Ab sechs oder sieben Jahren nehmen Kinder daran erstmalig teil. Die Erstkommunion wird mit einem kleinen Fest in den katholischen Familien gefeiert. Ausgeschlossen von der Kommunion sind Katholiken, die auf sich eine schwere Schuld geladen haben, wobei die Definition von schwerer Schuld hier mal nicht tiefer definiert werden soll. 

Was ist die Erstkommunion

In vielen Gemeinden wird die Erstkommunion am Weißen Sonntag gefeiert.

In 2024 findet die Erstkommunion im April statt. Grund genug, sich des Themas jetzt auf hoffentlich kindgerechte Weise anzunehmen.

Die Erstkommunion
Die Erstkommunion einfach erklärt © Eugen Thome / Adobe Stock

Der Begriff Kommunion bedeutet so viel wie Gemeinschaft. In einer Versammlung empfangen die Mitglieder der Glaubensgemeinschaft die Hostie und einen Schluck Wein. Dieses Ritual wird als Abendmahl bezeichnet und Katholiken glauben daran, dass sie mit der Hostie und dem Wein den Leib Christi und sein Blut in sich aufnehmen. Damit wird eine Verbindung mit der Gemeinschaft und Jesus geschlossen.

Das Wichtigste in der Zusammenfassung

  • Katholische Kinder bestätigen bei ihrer Erstkommunion, dass sie an die katholische Kirche und an Gott glauben.
  • Normalerweise wird die Taufe, die Voraussetzung für die Kommunion ist, im Babyalter durchgeführt. Das bedeutet, dass die Kinder zu der Zeit noch zu klein waren, um alles zu verstehen.
  • Im Alter von sechs oder zwölf Jahren besuchen die Kinder den Kommunionsunterricht. Dort lernen sie die Bibel kennen und sprechen über ihren Glauben, über Jesus Christus und über Gott.
  • Zum Abschluss wird die Erstkommunion gefeiert. Dort nehmen Kinder das erste Mal an dem Abendmahl teil und erhalten auch zum ersten Mal die Hostie in ihrem Leben. Mit dem Empfang der Hostie erklären die Erstkommunikanten, dass sie den Glauben annehmen.
  • Kommunikant ist die Bezeichnung der Kinder, die die Erstkommunion absolviert haben. Sie bringen zur Feier ihre Tauf- oder Kommunionskerzen mit.
  • In den meisten Gemeinden ziehen die Mädchen weiße Gewänder an und die Jungens dunkle Anzüge.
  • Nach dem Gottesdienst geht das Kommunionsfest in der Familie weiter. Gemeinsam mit Verwandten oder Freunden wird in einem Restaurant oder zu Hause weiter gefeiert.
  • Die meisten Gemeinden feiern die Kommunion am „Weißen Sonntag“. Er ist der erste Sonntag nach Ostern.

Was ist die heilige Kommunion?

Die Kommunion wird auch als Eucharistie oder Danksagung bezeichnet. Sie gehört mit zu den insgesamt sieben Sakramenten. Mit dem Begriff Sakrament wird die Begegnung des Menschen mit Jesus oder Gott bezeichnet. Jedes Sakrament hat eine andere spezielle Wirkung. Mit der Taufe und der Eucharistie erfolgt die Aufnahme in die Gemeinschaft der Gläubigen. Von dort stammt auch der Begriff Kommunion. „Communio“ ist ein lateinisches Wort, welches übersetzt so viel wie Gemeinschaft bedeutet.

Die Messe ist der wichtigste Gottesdienst in der katholischen Kirche und die Kommunion ist Teil davon. Dabei feiern die Gläubigen gemeinsam den Gottesdienst und erinnern dabei an das letzte Abendmahl, welches Jesus gemeinsam mit seinen Freunden, den Jüngern, vor seinem Tod gefeiert hat. Er hat ihnen auf der Feier Brot und Wein zum Essen und Trinken gegeben. Währenddessen hat er gesagt, dass das angebotene Brot sein Leib sei und der Wein sei sein Blut.

Mit diesem Satz ist nicht gemeint, dass Christen Fleisch essen müssen – vielmehr ist dies ein Zeichen dafür, dass sie mit Jesus ganz eng verbunden sind. Die Erstkommunion ist die Zeit, in der Kinder dieses Ritual zum ersten Mal erleben dürfen. Dieses wichtige Ereignis wird dementsprechend mit der Kommunion gefeiert.

Wann findet die Kommunion statt?

Traditionell werden Mädchen wie kleine Bräute gekleidet und junge tragen schicke und dunkle Anzüge. Gefeiert wird am ersten Sonntag nach Ostern. Die Kommunion hat mit einer Hochzeit aber nichts zu tun. Stattdessen gehen an diesem Sonntag, der auch „Weißer Sonntag“ genannt wird, die Kinder an diesem Tag in ganz Deutschland zur Erstkommunion.

Woher stammt der Name „Weißer Sonntag“?

Die Bezeichnung „Weißer Sonntag“ stammt aus einer Tradition, die etwa 1500 Jahre alt ist. Damals fanden Taufen ausschließlich an Ostern statt. Denn schließlich war dies die Zeit, als Jesus von den Toten auferstanden war. Es gilt im Glauben als das neue Leben. Die frisch getauften Christen trugen zu diesem Anlass weiße Gewänder. Denn weiß symbolisiert die Reinheit. Diese Gewänder wurden eine Woche lang getragen. Erst am ersten Sonntag nach Ostern, der aufgrund dieser Tradition nun „Weißer Sonntag“ genannt wird, wurde die Kleidung wieder abgelegt. Da auch die Mädchen zu Kommunion weiße Kleider tragen, ist seit über 300 Jahren dieser Termin der bevorzugte Termin für die Kommunionsfeier.

Im welchem Alter findet die Kommunion statt?

Die Kinder lernen vor der Kommunion viel über den Glauben. Aus diesem Grund muss ein bestimmtes Alter erreicht sein. Dieses wird als „Vernunftsalter“ bezeichnet. Das bedeutet, dass Kinder lesen, schreiben und rechnen können. Meistens wird die Kommunion in der dritten Klasse im Grundschuljahr gefeiert.

Welche Voraussetzungen werden für die Kommunion verlangt?

Um an der Kommunion teilnehmen zu dürfen, müssen die Kinder getauft sein. Außerdem gibt es eine Vorbereitungszeit, in der sich die Kinder mit Gleichaltrigen treffen. Sie lernen unter Anleitung eines Erwachsenen die Bibel und die Kirche besser kennen. Zudem erfahren sie, was Jesus gesagt und gemacht hat. Des Weiteren werden ihnen Lieder und Gebete beigebracht, wie beispielsweise das bekannte Gebet „Vaterunser“.

Gibt es die Kommunion auch in der evangelischen Kirche?

Zwar gibt es bei der evangelischen Kirche keine Kommunion, aber etwas Ähnliches. Die Kommunion selber ist ausschließlich den Katholiken vorbehalten. Bei evangelischen Christen wird eine Konfirmation gefeiert. Auch sie ist ein persönliches Glaubensbekenntnis. Das bedeutet, dass auch in der evangelischen Kirche die Konformierten an dem Abendmahl teilnehmen dürfen. Allerdings sind die Konfirmanden älter und sind meistens 14 oder 15 Jahre alt.

Wie wird die Kommunion gefeiert?

Die Kommunion wird in der katholischen Kirche mit einem besonderen Gottesdienst gefeiert. In diesem Gottesdienst empfangen die Kommunikanten ihre erste Heilige Kommunion. Meistens hat der Gottesdienst an diesem besonderen Tag ein eigenes Thema. Er kann im Zeichen des Fisches, der Sonnenblume oder des Regenbogens stehen. Dementsprechend ist die Kirche in der Regel auch passend zu diesem Thema geschmückt. Auch die dort gesungenen Lieder passen zum Thema.

Oft gestalten die Erstkommunikanten in den Gemeinden den Gottesdienst mit. Sie lesen beispielsweise Fürbitten und das „Vaterunser Gebet“ wird gemeinsam gesprochen. Zu Hause geht die Feier für die Familie weiter. Es gibt Geschenke und ein leckeres Essen. Die Feier findet meistens im Kreise der Familie und mit den engsten Freunden zusammen statt. Die Kommunikanten erhalten Geschenke und bedanken sich dafür später dafür mit Kommunion Dankeskarten.

Über Die Grünen, Politik im Allgemeinen und eine funktionierende Demokratie

Die Grüne Partei in Deutschland, offiziell Bündnis 90/Die Grünen, wurde am 13. Januar 1980 in Karlsruhe gegründet. Ihren Vorläufer fand sie in Bewegungen der 1970er Jahre, die sich aus einer Vielzahl sozialer Bewegungen formierten – darunter Umweltschützerinnen, Friedensaktivistinnen, Bürgerrechtlerinnen und Vertreterinnen der Frauenbewegung.

Partei Die Grünen

Die Partei entstand aus der Erkenntnis, dass ökologische und soziale Themen in der etablierten Politik vernachlässigt wurden und eine neue politische Kraft Not tat.

Basis unserer Demokratie
Basis unserer Demokratie – © Dan Race / Adobe Stock

Die Grünen sahen sich als Antwort auf die drängenden Herausforderungen der Zeit: Umweltverschmutzung, die Nutzung der Kernenergie, soziale Ungleichheit, mangelnde Bürgerrechte und die Bedrohung durch den Kalten Krieg. Sie wollten eine politische Alternative zu den etablierten Parteien bieten, die diese Probleme nicht ausreichend thematisierten.

Einflussreichste grüne Politiker und ihre politischen Verantwortlichkeiten:

  • Petra Kelly: Eine der charismatischsten Figuren der Grünen in den 1980er Jahren, Mitbegründerin und starke Befürworterin der Friedensbewegung und der Menschenrechte.
  • Joschka Fischer: Hessischer Umweltminister in den 1980er Jahren und später Außenminister sowie Vizekanzler von Deutschland von 1998 bis 2005. Fischer war eine zentrale Figur bei der Transformation der Grünen von einer Protestpartei zu einer Partei, die anregierungen teilnahm.
  • Annalena Baerbock und Robert Habeck: Aktuelle führende Persönlichkeiten der Partei. Baerbock trat bei den Bundestagswahlen 2021 als Kanzlerkandidatin an und Habeck hat verschiedene führende Positionen innerhalb der Partei innegehabt.
  • Zusätzlich sind die Grünen auf Bundesland-Ebene aktiv. Grüne Landesregierungen in Deutschland zeichnen sich durch eine Schwerpunktsetzung auf Umweltschutz, nachhaltige Entwicklung und den Ausbau erneuerbarer Energien aus. Sie sind häufig Teil von Koalitionsregierungen, in denen sie Kompromisse eingehen müssen, um ihre Kernanliegen in Einklang mit den Politiken ihrer Partner zu bringen. Ein prominentes Beispiel ist Baden-Württemberg, wo die Grünen seit 2011 führen und dort Politik maßgeblich mitbestimmen, insbesondere in den Bereichen Mobilität, Bildung und Energiepolitik.

Zum Zeitpunkt des Wissensstandes gehören der Bundesregierung unter Kanzler Olaf Scholz mehrere Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen an, darunter:

  • Annalena Baerbock als Außenministerin
  • Robert Habeck als Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz
  • Cem Özdemir als Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft
  • Steffi Lemke als Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
  • Anne Spiegel als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Feindseligkeit gegenüber den Grünen

Die Feindseligkeiten gegenüber den Grünen haben verschiedene Ursachen. Zu den frühen Gründen zählten eine generelle Skepsis gegenüber einer neu gegründeten Partei, die etablierte politische Strukturen herausforderte. Ihre Positionen zum Atomausstieg, zur Friedenspolitik oder zum Umweltschutz standen oft im Konflikt mit mächtigen Wirtschaftsinteressen und traditionellen politischen Ansichten.

Zudem gab es auch Kritik von konservativer Seite, die die oft radikalen Ansichten der Grünen als Bedrohung für die traditionelle soziale Ordnung sahen. Im Laufe der Jahre haben die Grünen versucht, Feindseligkeiten durch eine Professionalisierung ihrer Arbeit, eine gemäßigtere politische Ausrichtung und eine aktive Kommunikation ihrer Ziele und Erfolge zu begegnen. Die Beteiligung an Koalitionsregierungen auf Landes- und Bundesebene hat das Bild der Grünen gewandelt und sie als Teil des politischen Mainstreams etabliert.

Grundlagen einer funktionierenden Demokratie

In der Realität ist es eine Unmöglichkeit, dass eine politische Entscheidung oder Richtung universelle Zustimmung findet. Diese Erkenntnis ist nicht nur eine akzeptierte Tatsache, sondern auch ein grundlegender Bestandteil des demokratischen Systems. Und es ist nichts, das ausschließlich den Grünen widerfährt.

Um diese Behauptung zu stützen, müssen wir die Komplexität individueller Perspektiven und ihre Wechselwirkung mit der globalen Politik verstehen.

Erstens ist jede Gesellschaft durch eine Vielfalt an Meinungen, Werten, Interessen und Zielsetzungen charakterisiert. Diese Diversität ist das Ergebnis verschiedener Faktoren wie soziale Schichtung, Bildung, Kultur und persönliche Erfahrungen. Eine politische Entscheidung, die die Interessen einer Gruppe begünstigt, kann daher unweigerlich jene einer anderen benachteiligen oder nicht ausreichend berücksichtigen. Ein einfaches Beispiel hierfür sind Steuerpolitiken, wo eine Erhöhung der Steuern für höhere Einkommen von diesen als ungerecht empfunden werden kann, während sie von anderen Gruppen als Schritt hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit gesehen wird.

Zweitens ist es eine Funktion des demokratischen Prozesses, verschiedene Ansichten und Interessen im politischen Diskurs zu repräsentieren und auszugleichen. Die Entscheidungsbildung ist somit ein Ergebnis von Kompromissen und Verhandlungen. Das Ziel ist nicht, alle zufriedenzustellen, sondern tragfähige Lösungen zu erarbeiten, die ein Maximum an Zustimmung innerhalb der Bevölkerung erlangen können. Solche Kompromisse spiegeln oft nicht die Idealvorstellungen einzelner wieder, was zu Missfallen oder gar Opposition führen kann.

Drittens spielt die individuelle Perspektive in der globalen Politik eine bedeutende Rolle. Die Globalisierung hat dazu geführt, dass politische Entscheidungen eines Landes weitreichende Folgen über seine Grenzen hinaus haben können. Dies verkompliziert den Prozess, universellen Konsens zu finden, umso mehr, da internationale Interdependenzen und externe Einflüsse eine Rolle spielen. Beispielsweise können Klimaschutzmaßnahmen in einem Land wirtschaftliche Nachteile für andere Länder oder globale Industrien heraufbeschwören.

Anzuerkennen, dass aktuelle Politik niemals allen gleichermaßen gefallen wird, ist nicht nur realistisch, sondern auch ein Zeichen politischer Reife.

Sie erfordert von den Bürgern, Kompromisse zu akzeptieren und die Legitimität unterschiedlicher Meinungen anzuerkennen. Die Toleranz gegenüber verschiedenen Sichtweisen und die Fähigkeit, konstruktiv mit Konflikten umzugehen, sind das Fundament einer funktionierenden Demokratie. Letztlich ist eine Gesellschaft, die versucht, absolut allen gerecht zu werden, zum Scheitern verurteilt, da sie in ständige Paralyse und Unentschlossenheit verfallen würde. Die demokratische Kunst liegt also darin, den Ausgleich zu suchen und dabei die Vielfältigkeit menschlicher Perspektiven als eine Bereicherung und nicht als Hindernis zu betrachten.

Insgesamt ist es essentiell für den Erhalt und die Entwicklung der Demokratie, dass ihre Bürger verstehen, dass Politik ein Prozess des stetigen Aushandelns und des Abwägens ist, in dem die Suche nach dem perfekten Gleichgewicht niemals endet.

Indem wir diese Tatsache akzeptieren, schaffen wir Raum für Dialog, Fortschritt und letztendlich eine gerechtere und stabilere Gesellschaft.

Weltfrauentag – Internationaler Frauentag am 8. März

Einmal im Jahr, jeweils am 8. März, stehen in zahlreichen Ländern der Welt die Belange der Frauen im Fokus. Am Weltfrauentag – auch Frauenkampftag, Frauentag – verschenken wir Blumen(vor allem Rosen) und kleine Präsente an Mütter, Partnerinnen, Nachbarinnen oder Kolleginnen, um ihnen einmal Danke zu sagen. 

Internationaler Frauentag: Geschichte und Bedeutung

Danke, weil sie stets ein offenes Ohr für die eigenen Probleme haben; danke, weil sie sich für eine gute Sache einsetzen und immer da sind, wenn man sie braucht.

Illustration von vier Frauen in verschiedenen Farben und mit unterschiedlichen Profilansichten, mit dem Text „Internationaler Weltfrauentag“, der die Bedeutung des Weltfrauentags hervorhebt, sowie „malvorlagen-seite.de“ auf weißem Hintergrund.
Weltfrauentag am 8. März

In erster Linie soll der Internationale Frauentag aber daran erinnern, dass Frauen selbst heute noch in vielen Lebensbereichen benachteiligt werden. Ungleiche Löhne, eingeschränkte Rechte, fehlende Bildung oder Arbeitsverbot (je nach Land) sind nur einige davon.

Im Jahr 1910 setzten sich Clara Zetkin und Käte Duncker, beide deutsche Sozialistinnen, bei der 2.Internationalen Sozialistischen Konferenz für die Einführung eines internationalen Frauentages ein, nachdem der erste Frauentag im Jahr 1909 in den USA ein großer Erfolg war. Vor allem Clara Zetkin wollte eine Chancengleichheit und Gleichberechtigung der Frauen im Arbeitsleben sowie ein flächendeckendes Wahl- und Stimmrecht erreichen.

Der Frauenzeitschrift „Die Gleichheit“ sagte sie damals, es seien „keine Sonderrechte, sondern Menschenrechte“. Der erste Weltfrauentag wurde dann im Jahr 1911 ins Leben gerufen. In den Ländern Deutschland, Österreich-Ungarn, der Schweiz und Dänemark wurde er am 19. März 1911 mit deutlichem Erfolg erstmals begangen.

1914 bis 1918: Der Frauentag als Zeichen gegen Gewalt und Krieg. In dieser Zeit, sowie auch in den 40er Jahren, richtete sich der Fokus des Internationalen Frauentages auf Proteste gegen Gewalt und Krieg. Aber auch Forderungen wie ausreichender Kinder- und Mutterschutz, ein 8-stündiger Arbeitstag sowie gleiches Gehalt für gleiche Arbeit kamen in den nachfolgenden Jahren hinzu. Ab 1933 wurden während der Nazi-Herrschaft Frauenproteste verboten. Der Muttertag gewann an Wichtigkeit, die Rolle der Mütter wurde hochgelobt.

1921: Der 8. März wird zum Gedenktag. Der 8. März als Gedenktag wurde im Jahr 1921 einführt, um insbesondere an die Streiks der Textilarbeiterinnen aus den Jahren 1857 (New York), 1908 (New York, Cotton-Fabrik, 129 Frauen kamen bei einem Brand ums Leben) sowie 1917 (St. Petersburg, Auslöser für die Februar-Revolution in Russland) zu erinnern.

Obgleich sich die Bedeutung des Tages im Laufe der Zeit verändert hat, gilt er seit 1977 offiziell als UN-Gedenktag. Jahr für Jahr werden seither andere Themen bezüglich der Gleichberechtigung angesprochen, wie zum Beispiel eine „bessere Bildung für Frauen“.

Die 60er/70er Jahre bis heute: Stichwort Chancengleichheit. Heute setzen zahlreiche humanitäre und politische Organisationen Zeichen für den Respekt für jedes Mädchen und jede Frau und für die Gleichberechtigung. Vielerorts werden Vorträge und Feierlichkeiten sowie Demonstrationen für Frauenrechte abgehalten. Der Internationale Frauentag ist mittlerweile in 25 Ländern ein gesetzlicher Feiertag. Doch bis dahin war es ein langer Weg.

Erst in den 60er und 70er Jahren lebte der Weltfrauentag durch eine feministische Bewegung neu auf. Frauen gingen auf die Straße und demonstrierten gegen Gewalt und für die Gleichberechtigung in der Politik und auf dem Arbeitsmarkt. Im Jahr 1994 fand der „Frauen-Streik-Tag“ im Rahmen des deutschen Weltfrauentages statt. Über eine Millionen Frauen versammelten sich auf den Straßen und demonstrierten gegen Diskriminierung. Mehr denn je steht der Tag wieder symbolisch für den Kampf der Frauen in der ganzen Welt um ihre Rechte und würdigt gleichermaßen das Engagement gegen Gewalt, Krieg und Diskriminierung.

Im 21. Jahrhundert nimmt die „Chancengleichheit“ nach wie vor eine wichtige Rolle ein. Noch immer gilt es, die vorhandenen Entgelt-Unterschiede zwischen Frauen und Männern zu reduzieren. Jahr für Jahr finden in vielen Städten anlässlich des Internationalen Frauentages Veranstaltungen statt.


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Die Geschichte vom Brandenburger Tor

Das Brandenburger Tor ist nicht nur ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein lebendiges Symbol der wechselvollen Geschichte Deutschlands. Von Kriegsbeute und einer Ikone der Trennung bis hin zum triumphalen Wahrzeichen der Wiedervereinigung ist es ein unverzichtbares Zeugnis menschlicher und politischer Ereignisse. 

Das Brandenburger Tor

Jeder, der einen tiefgreifenden Einblick in das kulturelle und historische Erbe Berlins gewinnen möchte, sollte die Bedeutung dieses nationalen Monuments verstehen.

Brandenburger Tor
Brandenburger Tor

Das Brandenburger Tor, eines der bekanntesten Wahrzeichen Deutschlands und ein Symbol der deutschen Hauptstadt Berlin, steht am Pariser Platz und markiert den Abschluss der Straße Unter den Linden, die den Lustgarten und das Berliner Stadtschloss mit dem Tor verband. 

Die Konstruktion des Brandenburger Tors wurde 1788 unter König Friedrich Wilhelm II. als Teil einer Reihe von Zoll- und Ehrenpforten begonnen und 1791 fertiggestellt. Entworfen wurde das klassizistische Bauwerk vom Architekten Carl Gotthard Langhans, der sich für den Entwurf vom Propyläen, dem Eingangsbereich der Akropolis von Athen, inspirieren ließ.

Das Monument ist im Stil des frühklassizistischen Dorischen inspiriert, eine der ältesten Säulenordnungen der griechischen Antike, und besteht aus zwölf massiven Säulen, die eine Durchfahrt von fünf Toren bilden – vier kleine Seitentore und ein großes Mitteltor, durch das ursprünglich nur Mitglieder des königlichen Hauses fahren durften.

Über dem Tor befindet sich die Quadriga, eine Skulptur, die von Johann Gottfried Schadow gefertigt wurde. Sie zeigt die Siegesgöttin Victoria auf einem von vier Pferden gezogenen Streitwagen und wurde 1794 auf dem Tor aufgesetzt. Diese Skulptur hat eine bewegte Geschichte und wurde im Laufe der Jahre mehrmals beschädigt oder entwendet und wiederhergestellt.


Malvorlage Brandenburger Tor


Was hat das Brandenburger Tor schon alles erlebt?

Im Laufe seiner Geschichte hat das Brandenburger Tor zahlreiche historische Ereignisse miterlebt und ist zum Symbol sowohl für Trennung als auch für Einheit geworden.

– Napoleonische Kriege: Im Jahr 1806 nach der Niederlage Preußens wurde die Quadriga von Napoleon als Kriegsbeute nach Paris gebracht, kehrte jedoch 1814 nach Napoleon Bonapartes Fall und der gescheiterten französischen Besatzung nach Berlin zurück.

– Zweiter Weltkrieg: Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Tor schwere Schäden, insbesondere während der Schlacht um Berlin 1945. Trotz der Zerstörung blieb die Struktur größtenteils intakt.

– Kalter Krieg: Nach der Teilung Berlins im Jahr 1961 wurde das Brandenburger Tor unzugänglich gemacht und befand sich im sogenannten Todesstreifen, dem schwer bewachten Grenzgebiet zwischen Ost- und Westberlin, direkt an der Berliner Mauer.

– Fall der Berliner Mauer: Am 22. Dezember 1989 wurde das Brandenburger Tor in einem Akt der Wiedervereinigung offiziell wiedereröffnet und ist seitdem ein Symbol der deutschen Einheit.

Heute steht das Brandenburger Tor als Ikone der deutschen Geschichte und als Zeichen der europäischen Einheit und Frieden. Es wird von Touristen aus der ganzen Welt besucht und dient als Kulisse für verschiedene Veranstaltungen und Feierlichkeiten, beispielsweise das jährliche Silvesterfeuerwerk.

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