Italienische Pasta gibt es in einer außergewöhnlichen Vielfalt. Neben weltbekannten Klassikern wie Spaghetti, Penne, Fusilli oder Tagliatelle existieren zahlreiche regionale Nudelformen, die außerhalb ihres Herkunftsgebiets teilweise kaum bekannt sind. Viele dieser Pasta-Arten entstanden aus lokalen Küchentraditionen und wurden über Generationen von Hand gefertigt. Die Unterschiede betreffen nicht nur die Form. Pasta kann lang oder kurz, flach oder röhrenförmig, glatt oder geriffelt, gedreht, gezogen, gerollt oder gefüllt sein. Auch die Herstellung unterscheidet sich: Während viele getrocknete Pastaformen traditionell aus Hartweizengrieß und Wasser bestehen, spielt bei zahlreichen frischen Nudeln ein Teig mit Ei eine wichtige Rolle.
Italienische Pasta-Arten von A bis Z
Die enorme Vielfalt italienischer Pasta ist eng mit den regionalen Küchen Italiens verbunden. Über Jahrhunderte entwickelten sich in einzelnen Regionen, Provinzen und teilweise sogar Dörfern eigene Formen, Namen und Zubereitungsweisen. Landwirtschaftliche Bedingungen, verfügbare Getreidesorten, lokale Werkzeuge und traditionelle Gerichte beeinflussten, welche Pasta hergestellt wurde.

Auch die gewünschte Kombination mit einer Sauce oder Brühe spielt eine Rolle. Breite Bandnudeln können kräftige Ragùs gut tragen, geriffelte Röhren halten stückige Saucen fest, kleine Muschelformen nehmen Flüssigkeit in ihrer Wölbung auf und winzige Pastina eignet sich besonders für Brühen und Suppen.
Warum haben manche Pasta-Arten mehrere Namen?
Bei italienischer Pasta sind Synonyme keine Ausnahme. Dialekte, lokale Sprachtraditionen und unterschiedliche Herstellerbezeichnungen sorgen dafür, dass identische oder nahezu identische Formen mehrere Namen tragen können. Umgekehrt kann derselbe Name regional auch für leicht unterschiedliche Formen verwendet werden.
Hinzu kommen italienische Verkleinerungs- und Vergrößerungsformen. Endungen wie -ini, -etti oder -elle weisen häufig auf kleinere Varianten hin, während -oni oder -one oft größere Formen kennzeichnen. So entstehen aus einer Grundform weitere Bezeichnungen, ohne dass es sich zwangsläufig um eine völlig neue Pasta-Art handelt.
Eine vollständig eindeutige Zahl italienischer Pasta-Arten lässt sich kaum angeben. Ein Grund dafür sind regionale Dialekte und Namensvarianten. Dieselbe oder eine sehr ähnliche Nudelform kann je nach Ort anders heißen, während kleine Unterschiede in Größe oder Form wiederum zu eigenen Bezeichnungen führen. Die folgende Liste konzentriert sich deshalb auf eigenständige Formen und wichtige traditionelle Varianten; häufige Synonyme werden möglichst in der Beschreibung genannt, statt als künstliche Dopplungen eigene Tabellenzeilen zu erhalten. Über die Buchstaben kannst du direkt zum entsprechenden Abschnitt springen:
A | B | C | D | F | G | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | V | Z
A
| Pasta-Art | Herkunft | Beschreibung |
|---|---|---|
| Acini di pepe | Italienweit | Sehr kleine, kugelige Suppenpasta; der Name bedeutet „Pfefferkörner“. Häufig für Brühen und leichte Suppen verwendet. |
| Agnolini | Lombardei | Kleine gefüllte Eierpasta aus Mantua, traditionell oft in Brühe serviert; dialektal auch agnulìn oder agnulì. |
| Agnolotti | Piemont | Gefüllte, meist quadratische oder halbmondförmige Teigtaschen. Klassisch mit Fleisch, Käse oder Gemüse gefüllt. |
| Alfabeto | Italienweit | Kleine Suppenpasta in Form von Buchstaben; vor allem für Brühen und Kindersuppen bekannt. |
| Anchellini | Italienweit | Sehr kleine, perlenartige Suppenpasta. |
| Anelli | Sizilien | Ringförmige Pasta; kleinere Varianten heißen unter anderem anellini oder anelletti, größere anelloni. |
| Anellini | Italienweit | Sehr kleine ringförmige Pasta, vor allem für Suppen; eng mit Anelli verwandt. |
| Armonie | Italienweit | Kleine, dekorativ gewundene Pastaform, meist für Suppen oder leichte Saucen. |
B
| Pasta-Art | Herkunft | Beschreibung |
|---|---|---|
| Barbine | Norditalien | Sehr feine, fadenartige Pasta, häufig zu Nestern geformt; verwandt mit Capellini. |
| Bavette | Ligurien | Schmale, flache Bandpasta, etwas breiter als Linguine und schmaler als klassische Tagliatelle. |
| Bigoli | Venetien | Dicke, lange, spaghettiähnliche Pasta mit rustikaler Oberfläche; traditionell teils aus Vollkorn und regional auch mit Ei. |
| Boccoli | Sardinien | Kurze, dicke und gedrehte Pastaform. |
| Bucatini | Latium | Lange, dicke Pasta mit feinem Hohlraum in der Mitte. Berühmt in Kombination mit Amatriciana. |
| Busiate | Sizilien | Lange, spiralig gedrehte Pasta, traditionell um einen dünnen Stab geformt. Klassisch mit Pesto alla Trapanese. |
C
| Pasta-Art | Herkunft | Beschreibung |
|---|---|---|
| Caccavelle | Kampanien | Sehr große, schalen- oder topfähnliche Pasta zum Füllen und Überbacken. |
| Calamarata | Kampanien | Breite Pastaringe, deren Form an Tintenfischringe erinnert. Häufig mit Meeresfrüchten kombiniert. |
| Campanelle | Italienweit | Glocken- oder blütenförmige Pasta mit gerüschtem Rand; auch unter Namen wie Gigli bekannt. |
| Canederli | Trentino-Südtirol | Knödelartige Spezialität aus Brot, die in regionalen Pasta- und Gnocchi-Systematiken mitgeführt wird; oft in Brühe serviert. |
| Cannelloni | Mittel- und Süditalien | Große Röhren bzw. gerollte Pastablätter zum Füllen; meist mit Sauce im Ofen überbacken. |
| Capellini | Italienweit | Sehr dünne, lange Pasta, feiner als Spaghetti; besonders zarte Varianten werden als Capelli d’angelo bezeichnet. |
| Cappelletti | Emilia-Romagna | Gefüllte Eierpasta in Form kleiner Hüte. Traditionell häufig in Brühe serviert. |
| Cappelli da chef | Italienweit | Dekorative, extrudierte Pasta in Form kleiner Kochmützen. |
| Caramelle | Emilia-Romagna | Gefüllte Pasta, deren Enden wie bei einem eingedrehten Bonbon verschlossen werden. |
| Casarecce | Sizilien | Kurze, leicht eingerollte S-förmige Pasta. Die Rillen und Krümmung nehmen Pesto und kräftige Saucen gut auf. |
| Casoncelli | Lombardei | Traditionelle gefüllte Pasta, besonders mit Bergamo und Brescia verbunden; Form und Füllung variieren regional. |
| Castellane | Italienweit | Kurze, muschelartig eingerollte Pasta mit konischer, dekorativer Form. |
| Casunziei | Venetien | Gefüllte halbmondförmige Pasta aus den Dolomiten; häufig mit Gemüsefüllungen wie Roter Bete. |
| Cavatappi | Italienweit | Kurze, hohle Korkenzieherform; auch Cellentani oder Spirali genannt. |
| Cavatelli | Süditalien | Kleine, längliche, eingedrückte Pasta, traditionell von Hand geformt. In Kampanien, Apulien, Molise, Basilikata, Kalabrien und Sizilien unter vielen regionalen Namen verbreitet. |
| Cencioni | Süditalien | Flache, leicht gebogene, blütenblattartige Strascinati mit rauer Oberfläche. |
| Chifferi | Italienweit | Kurze, gebogene Röhrenpasta; glatt oder geriffelt. Eng verwandt mit Gomiti. |
| Cicioneddos | Sardinien | Kleine handgerollte, muschelartige Pasta, kleiner als Malloreddus. |
| Conchiglie | Italienweit | Muschelförmige Pasta, meist geriffelt. Erhältlich in vielen Größen; große Formen können gefüllt werden. |
| Conchigliette | Italienweit | Sehr kleine Muschelpasta, vor allem für Suppen und leichte Gerichte. |
| Conchiglioni | Italienweit | Sehr große Muschelpasta, die sich besonders zum Füllen und Überbacken eignet. |
| Coralli | Italienweit | Kleine, kurze Röhrenpasta, oft geriffelt; vor allem als Suppeneinlage. |
| Corallini | Italienweit | Sehr kleine kurze Röhrchen; klassische Pastina für Brühen und Suppen. |
| Corzetti | Ligurien | Flache, traditionell geprägte oder gestempelte Pastascheiben. Regional auch Croxetti oder Curzetti genannt. |
| Creste di gallo | Italienweit | Kurze, gebogene Pasta mit gerüschtem Rand; der Name bedeutet „Hahnenkämme“. |
| Culurgioni | Sardinien | Gefüllte sardische Pasta mit charakteristischem geflochtenem Verschluss; häufig mit Kartoffel, Käse und Minze gefüllt. |
| Cuscussu | Italienweit | Winzige körnige Suppenpasta, die optisch an Couscous erinnert; auch Scucuzzu genannt. |
D
| Pasta-Art | Herkunft | Beschreibung |
|---|---|---|
| Ditali | Kampanien / Apulien | Kurze Röhrchen, deren Länge ungefähr ihrem Durchmesser entspricht. Kleinere Formen heißen Ditalini. |
| Ditalini | Süditalien / Italienweit | Sehr kurze, kleine Röhrenpasta; beliebt für Minestrone, Pasta e fagioli und Suppen. |
| Donderet | Piemont | Längliche, schmale, gnocchiartige Teigform; regional auch unter anderen Namen bekannt. |
F
| Pasta-Art | Herkunft | Beschreibung |
|---|---|---|
| Fagioloni | Italienweit | Kurze, schmale Röhrenpasta; der Name spielt auf große Bohnen an. |
| Fainelle | Apulien | Flache, gezogene Pastaform aus der Familie der Strascinati, deren Form an Johannisbrot erinnert. |
| Farfalle | Norditalien / Italienweit | Schmetterlings- bzw. schleifenförmige Pasta mit zusammengedrückter Mitte; für Saucen und Pastasalate verbreitet. |
| Farfalline | Italienweit | Kleine Variante der Farfalle, häufig als Suppenpasta. |
| Fazzoletti | Ligurien | Dünne quadratische oder rechteckige Pastablätter; auch als Mandilli de saea bekannt. |
| Fedelini | Kampanien / Ligurien | Sehr dünne, lange Pasta, ähnlich feinen Spaghetti oder Capellini. |
| Ferrazzuoli | Kalabrien | Längliche, gedrehte Pasta mit seitlicher Kerbe, traditionell mithilfe eines dünnen Stabes oder Eisens geformt. |
| Festoni | Italienweit | Kurze, stark gerüschte und spiralig geformte Pasta. |
| Fettuccine | Mittelitalien | Flache Bandnudeln, meist breiter als Tagliolini und je nach Tradition etwas kräftiger als Tagliatelle. |
| Fideos | Regional | Feine, kurze Fadenpasta aus Mehl, Ei und Wasser; der Name tritt auch außerhalb Italiens auf. |
| Fileja | Kalabrien | Längliche, spiralig um einen Stab gedrehte Pasta; typisch für Kalabrien und eng mit mehreren lokalen Formen verwandt. |
| Filini | Italienweit | Sehr kurze, feine Fäden; meist als Suppeneinlage verwendet. |
| Fiorentine | Italienweit | Kurze, gerillte Röhrenpasta mit dekorativer Form. |
| Fiori | Italienweit | Dekorative Pasta in Blütenform. |
| Foglie d’ulivo | Apulien | Pasta in Form von Olivenblättern, besonders im Süden Apuliens verbreitet. |
| Fregula / Fregola | Sardinien | Kleine kugelige Grießpasta, traditionell gerollt und leicht geröstet. Häufig mit Meeresfrüchten oder in suppigen Gerichten. |
| Funghini | Italienweit | Sehr kleine pilzförmige Pasta, meist für Suppen. |
| Fusilli | Italienweit | Spiralig gedrehte Pasta, deren Form Sauce besonders gut festhält. In zahlreichen regionalen Varianten verbreitet. |
| Fusilli bucati | Sizilien | Hohle Variante der Fusilli; kann kurz oder lang ausgeführt sein. |
G
| Pasta-Art | Herkunft | Beschreibung |
|---|---|---|
| Garganelli | Emilia-Romagna | Gerillte Röhren aus quadratischen Eierpastablättern, diagonal um einen Stab gerollt. |
| Gemelli | Italienweit | Kurze Pasta, die wie zwei umeinander gedrehte Stränge wirkt, tatsächlich aber meist aus einem einzelnen gedrehten Strang besteht. |
| Gigli | Toskana / Italienweit | Blüten- bzw. lilienförmige Pasta mit gewellten Rändern; eng mit Campanelle verwandt. |
| Gnocchi | Italienweit | Weiche Teigklößchen, häufig aus Kartoffeln und Mehl. Streng genommen keine klassische extrudierte Pasta, aber traditionell eng zur Pastaküche gezählt. |
| Gomiti | Italienweit | Gebogene, kurze Röhrenpasta in Ellbogenform; auch als Chifferi bekannt. |
| Gramigna | Emilia-Romagna | Kurze, leicht gebogene oder gekräuselte Röhrenpasta; besonders in Bologna häufig mit Wurstragù kombiniert. |
| Grano | Italienweit | Sehr kleine, kornförmige Pastina für Suppen. |
| Grattini | Norditalien | Kleine, unregelmäßige geriebene Teigkörnchen; eine feine Suppenpasta. |
| Grattoni | Norditalien | Gröbere Variante geriebener, unregelmäßiger Suppenpasta. |
L
| Pasta-Art | Herkunft | Beschreibung |
|---|---|---|
| Lagane | Süditalien | Breite, flache Pasta mit sehr alten Wurzeln; bekannt etwa in Kombination mit Hülsenfrüchten. |
| Lanterne | Italienweit | Kurze, gebogene Pasta mit ausgeprägten Rippen, die Sauce gut festhält. |
| Lasagne | Italienweit | Große, flache rechteckige Pastablätter, die vor allem für geschichtete Ofengerichte verwendet werden. |
| Lasagnette | Italienweit | Schmalere, bandartige Variante der Lasagneblätter. |
| Lasagnotte | Italienweit | Längere bzw. größere Variante von Lasagnette. |
| Linguine | Ligurien / Italienweit | Lange, flache Pasta, schmaler als klassische Bandnudeln und breiter als Spaghetti. Häufig mit Pesto oder Meeresfrüchten. |
| Lorighittas | Sardinien | Aufwendig von Hand geformte, doppelt gelegte und gedrehte Pastaringe, die an kleine geflochtene Seile erinnern. |
| Lumache | Italienweit | Schneckenhausförmige, hohle Pasta; in mehreren Größen erhältlich und gut für kräftige Saucen. |
M
| Pasta-Art | Herkunft | Beschreibung |
|---|---|---|
| Maccheroncelli | Italienweit | Kleine, schmale, hohle Röhren; verkleinerte Form der Maccheroni. |
| Maccheroncini di Campofilone | Marken | Sehr feine Eierpasta aus Campofilone in den Marken, ähnlich besonders dünnen Tagliolini. |
| Maccheroni | Kampanien / Italienweit | Sammel- und Formbegriff für röhrenförmige Pasta; je nach Region und Hersteller unterschiedlich verwendet. |
| Maccheroni alla chitarra | Abruzzen | Quadratische, lange Eierpasta, die traditionell mit der sogenannten Chitarra geschnitten wird; auch Spaghetti alla chitarra. |
| Maccheroni alla molinara | Abruzzen | Sehr dicke, lange, handgezogene Pasta mit rustikalem Charakter. |
| Mafalde | Kampanien | Lange Bandpasta mit gewellten Rändern; auch Reginette genannt. |
| Mafaldine | Italienweit | Kürzere Variante der Mafalde mit gerüschten Seiten. |
| Malloreddus | Sardinien | Kleine, gerillte, muschelartige Hartweizenpasta; auch Gnocchetti sardi genannt. |
| Maltagliati | Emilia-Romagna | Unregelmäßig geschnittene flache Pastastücke, traditionell häufig aus Resten von ausgerolltem Teig. |
| Margheritine | Italienweit | Kleine, margeriten- bzw. blütenförmige Suppenpasta. |
| Matriciani | Mittelitalien | Lange Pasta, ähnlich Perciatelli, jedoch eher gefaltet als vollständig hohl. |
| Merletti | Italienweit | Feine, spitzenartig geformte dekorative Pastina. |
| Mezzani | Kampanien / Süditalien | Kurze, leicht gebogene Röhren; kleiner bzw. kürzer als Ziti-artige Formate. |
| Mezze maniche | Mittel- und Süditalien | Kurze, breite Röhren, ungefähr halb so lang wie Rigatoni. Vielseitig für kräftige Saucen. |
| Mezze penne | Italienweit | Kürzere Variante der Penne, glatt oder geriffelt erhältlich. |
| Mezzelune | Nord- und Mittelitalien | Gefüllte Pasta in Halbmondform; Füllungen reichen von Käse bis Gemüse und Fleisch. |
| Mezzi bombardoni | Italienweit | Sehr breite, kurze Röhrenpasta, ähnlich verkürzten großen Rigatoni. |
| Midolline | Italienweit | Kleine, flache, tropfen- oder kernförmige Pastina, ähnlich Orzo, aber meist breiter. |
N
| Pasta-Art | Herkunft | Beschreibung |
|---|---|---|
| Nuvole | Italienweit | Kurze, eingerollte Pastaform; der Name bedeutet „Wolken“. |
O
| Pasta-Art | Herkunft | Beschreibung |
|---|---|---|
| Occhi di lupo | Italienweit | Große, kurze Röhrenpasta, deren Name „Wolfsaugen“ bedeutet; teils zum Füllen geeignet. |
| Occhi di passero | Italienweit | Kleine, dicke Pastaringe; der Name bedeutet „Spatzenaugen“. |
| Occhi di pernice | Italienweit | Sehr kleine Ringe für Suppen; wörtlich „Rebhuhnaugen“. |
| Orecchiette | Apulien | Kleine, ohrförmige, leicht gewölbte Pasta. Klassisch unter anderem mit Cime di rapa. |
| Orzo / Risoni | Italienweit | Reis- bzw. gerstenkornförmige kleine Pasta, für Suppen, Salate und risottoartige Zubereitungen. |
P
| Pasta-Art | Herkunft | Beschreibung |
|---|---|---|
| Paccheri | Kampanien | Sehr große Röhrenpasta mit geradem Schnitt; für kräftige Saucen oder zum Füllen geeignet. |
| Pansotti | Ligurien | Bauchig gefüllte, meist dreieckige Pasta, traditionell mit einer fleischlosen Kräuter- und Käsefüllung. |
| Pappardelle | Toskana | Sehr breite, flache Eierbandnudeln. Besonders geeignet für kräftige Ragùs, Wild- und Pilzsaucen. |
| Passatelli | Emilia-Romagna | Dicke, durch ein spezielles Werkzeug gepresste Stränge aus Brotbröseln, Ei und Käse; traditionell oft in Brühe. |
| Pasta al ceppo | Regional in Italien | Pastaband, das um einen Stab bzw. „Holzscheit“ geformt wird und dadurch eine röhrenartige Form erhält. |
| Pastina | Italienweit | Oberbegriff für sehr kleine Pastaformen, die vor allem in Brühen und Suppen verwendet werden. |
| Penne | Ligurien / Italienweit | Schräg abgeschnittene Röhrenpasta, glatt (lisce) oder geriffelt (rigate). Eine der bekanntesten italienischen Pastaformen. |
| Penne ricce | Italienweit | Gebogene bzw. gekräuselte Variante der Penne, meist mit geriffelter Oberfläche. |
| Perciatelli | Kampanien | Lange hohle Pasta, praktisch eng mit Bucatini verwandt; in Kampanien als eigener regionaler Name gebräuchlich. |
| Picagge | Ligurien | Breite, flache Pastabänder aus dünnem Teig; besonders mit der Provinz Savona verbunden. |
| Picchiarelli | Apulien | Handgemachte, längliche Pasta, etwas länger als typische Cavatelli. |
| Pici | Toskana | Sehr dicke, unregelmäßige, von Hand gerollte lange Pasta. Besonders in der südlichen Toskana verbreitet. |
| Pillus | Sardinien | Sehr dünne sardische Bandpasta; regionale Varianten können auch als größere Scheiben verarbeitet werden. |
| Piombi | Italienweit | Kugelige Pastina, etwas größer als Acini di pepe; gelegentlich als Perlenpasta bezeichnet. |
| Pipe rigate | Italienweit | Kurze, gebogene, gerillte Röhrenform, ähnlich kleinen Schneckenhäusern; gut für dicke Saucen. |
| Pizzoccheri | Lombardei | Kurze, breite Bandnudeln mit hohem Buchweizenanteil. Traditionell mit Kartoffeln, Wirsing und Käse. |
| Puntine | Italienweit | Sehr kleine, korn- oder spitzenförmige Suppenpasta. |
Q
| Pasta-Art | Herkunft | Beschreibung |
|---|---|---|
| Quadrefiore | Italienweit | Quadratische Pasta mit gewellten bzw. blütenartigen Rändern. |
| Quadrettini | Italienweit | Sehr kleine flache Quadrate, meist als Suppeneinlage; auch Quadrucci oder Quadretti genannt. |
R
| Pasta-Art | Herkunft | Beschreibung |
|---|---|---|
| Radiatori | Italienweit | Kurze, stark gerippte Pasta, deren Form an kleine Heizkörper erinnert und dicke Saucen gut aufnimmt. |
| Ravioli | Italienweit | Gefüllte Teigtaschen in zahlreichen Formen und Größen. Füllungen reichen von Ricotta und Gemüse bis Fleisch und Fisch. |
| Riccioli | Italienweit | Kurze, hohle Pasta mit ausgeprägten Rillen; der Name bedeutet „Locken“. |
| Ricciolini | Italienweit | Kurze, breite Pasta mit deutlicher Drehung; eine kleinere bzw. anders geformte „Locken“-Variante. |
| Ricciutelle | Italienweit | Kurze, spiralig gedrehte Pasta; ebenfalls aus der Familie lockenartiger Formate. |
| Rigatoncini | Italienweit | Kleinere Variante der Rigatoni. |
| Rigatoni | Latium / Italienweit | Große, gerillte Röhren mit geradem Schnitt. Geeignet für kräftige Saucen und Ofengerichte. |
| Rombi | Italienweit | Flache, rautenförmig geschnittene Pasta. |
| Rotelle / Ruote | Italienweit | Pasta in Form kleiner Räder mit Speichen; auch Ruote oder Rotelline genannt. |
| Rotini | Italienweit | Kurze, eng gedrehte Spiralpasta; häufig als Bezeichnung für kurze Fusilli-artige Formen verwendet. |
| Rotolo ripieno | Mittel- und Norditalien | Gefülltes, aufgerolltes Pastablatt, das nach dem Garen in Scheiben geschnitten und häufig überbacken wird. |
| Rustiche | Apulien | Geriffelte bzw. gezackte Bandpasta mit rustikaler Oberfläche. |
S
| Pasta-Art | Herkunft | Beschreibung |
|---|---|---|
| Sacchettoni | Italienweit | Gefüllte Pasta in Form kleiner Beutel; kleinere Varianten heißen Sacchetti. |
| Sagnarelli | Mittel- und Süditalien | Rechteckige Pastabänder mit gewelltem Rand. |
| Sagne ’ncannulate | Apulien (Salento) | Lange Bandpasta, die spiralig zu einer offenen Röhrenform gedreht wird. |
| Sagnette | Abruzzen / Molise | Kurze, kräftige Bandpasta; regional auch als Sagne bezeichnet. |
| Scialatelli | Kampanien | Kurze, breite, dickere Bandnudeln; besonders in Kampanien verbreitet und oft mit Meeresfrüchten kombiniert. |
| Sedani | Kampanien / Italienweit | Leicht gebogene, mittelgroße Röhrenpasta; glatt oder geriffelt, ähnlich vergrößerten Maccheroni. |
| Sorprese | Italienweit | Kleine glockenartige Pasta mit gerüschtem Rand und seitlicher Falte. |
| Spaghetti | Italienweit | Lange, dünne, runde Pasta und eine der bekanntesten Nudelformen Italiens. |
| Spaghetti alla chitarra | Abruzzen | Lange Pasta mit quadratischem Querschnitt, traditionell mit einem drahtbespannten Holzrahmen geschnitten; auch Maccheroni alla chitarra. |
| Spaghettini | Italienweit | Dünnere Variante der Spaghetti. |
| Spaghettoni | Italienweit | Dickere Variante der Spaghetti, mit kräftigerem Biss. |
| Spirali | Italienweit | Spiralig geformte, meist hohle Pasta; häufig synonym oder nah verwandt mit Cavatappi. |
| Spiralini | Italienweit | Kleine, eng gewundene Variante spiraliger Pasta. |
| Stelle / Stelline | Italienweit | Sternförmige Pastina; Stelline bezeichnet besonders kleine Sterne für Suppen. |
| Stortini | Italienweit | Sehr kleine gebogene Röhren, vergleichbar mit Mini-Ellbogenmaccheroni. |
| Strapponi | Toskana | Unregelmäßige Streifen, die aus einem Pastablatt gerissen statt sauber geschnitten werden. |
| Stringozzi | Umbrien | Lange, schmale, schnürsenkelartige Pasta, meist ohne Ei; eng mit Strangozzi und regionalen Verwandten verbunden. |
| Strozzapreti | Emilia-Romagna | Kurze, von Hand gerollte und gedrehte Pasta. Der markante Name bedeutet sinngemäß „Priesterwürger“. |
| Su Filindeu | Sardinien | Extrem seltene, traditionelle Fadenpasta aus sehr fein gezogenen und mehrfach geschichteten Teigfäden. |
T
| Pasta-Art | Herkunft | Beschreibung |
|---|---|---|
| Tagliatelle | Emilia-Romagna | Klassische Eierbandnudeln, besonders mit Bologna verbunden. Traditionell häufig zu Ragù serviert. |
| Tagliolini | Piemont / Ligurien | Sehr schmale Eierbandnudeln, dünner als Tagliatelle. Im Piemont auch als Tajarin bekannt. |
| Testaroli | Toskana / Ligurien | Sehr alte Pastaspezialität aus dünn gebackenem Teigfladen, der anschließend in Stücke geschnitten und kurz gekocht wird. |
| Tortelli | Emilia-Romagna / Toskana | Sammelbegriff für verschiedene gefüllte Pastaformen; Form, Größe und Füllung unterscheiden sich regional. |
| Tortellini | Emilia-Romagna | Kleine ringförmige gefüllte Eierpasta, traditionell mit Fleisch und Käse gefüllt und häufig in Brühe serviert. |
| Tortelloni | Emilia-Romagna | Größere Verwandte der Tortellini, oft mit Ricotta, Kräutern oder Gemüse gefüllt. |
| Tortiglioni | Kampanien / Latium | Große Röhrenpasta mit tiefen, spiralig verlaufenden Rillen; kräftiger als Rigatoni. |
| Treccioni | Italienweit | Geflochten bzw. stark gewunden wirkende kurze Pasta; der Name leitet sich von „Zopf“ ab. |
| Trenette | Ligurien | Schmale, flache Bandpasta, etwas kräftiger als Linguine; klassisch mit Pesto genovese. |
| Trenne | Italienweit | Kurze, dreieckige Röhrenpasta, ähnlich Penne mit dreieckigem Querschnitt. |
| Tripoline | Italienweit | Breite Bandpasta mit gerüschtem Rand; verwandt mit Mafalde und Reginette. |
| Tripolini | Italienweit | Kleine, abgerundete schleifenartige Pasta; häufig als Suppen- oder kurze Pasta. |
| Trofie | Ligurien | Kurze, dünne, von Hand gedrehte Pasta. Klassisch mit Pesto, Kartoffeln und grünen Bohnen. |
| Trottole | Italienweit | Kurze Pasta in Form kleiner Kreisel. |
| Tuffoli | Süditalien | Große, röhrenförmige Pasta; je nach Ausführung geriffelt und teilweise zum Füllen geeignet. |
V
| Pasta-Art | Herkunft | Beschreibung |
|---|---|---|
| Vermicelli | Kampanien / Italienweit | Lange, runde Pasta, traditionell etwas feiner als Spaghetti; Bezeichnungen und Stärke variieren regional. |
| Vesuvio | Kampanien | Kurze, korkenzieherartig aufragende Pasta, deren Form an den Vesuv erinnern soll. |
Z
| Pasta-Art | Herkunft | Beschreibung |
|---|---|---|
| Ziti | Süditalien | Lange, schmale, hohle Röhren, traditionell vor dem Kochen oft in kürzere Stücke gebrochen. Besonders in Ofengerichten und mit Ragù. |
Lange, kurze und gefüllte Pasta
Eine praktische Einteilung unterscheidet lange Pasta, kurze Pasta, kleine Suppenpasta und gefüllte Pasta. Zu den langen Formen gehören beispielsweise Spaghetti, Linguine, Tagliatelle und Pappardelle. Penne, Rigatoni, Fusilli und Orecchiette zählen dagegen zu den kurzen Formen. Unter dem Sammelbegriff Pastina werden sehr kleine Formate zusammengefasst, die häufig in Brühen verwendet werden. Ravioli, Tortellini, Agnolotti und Culurgioni gehören zu den bekannten gefüllten Varianten.
Welche Pasta passt zu welcher Sauce?
Eine starre Regel gibt es nicht, doch viele traditionelle Kombinationen folgen der Form der Pasta. Lange, dünne Nudeln eignen sich gut für glatte, ölige oder fein gebundene Saucen. Breite Bandnudeln harmonieren mit kräftigen Ragùs und Pilzsaucen. Geriffelte oder hohle Pasta kann dicke Saucen und kleine Zutatenstücke besonders gut aufnehmen. Gefüllte Pasta wird häufig vergleichsweise zurückhaltend begleitet, damit die Füllung im Mittelpunkt bleibt. Kleine Suppenpasta ist dagegen auf Brühen und flüssige Gerichte ausgelegt. Besonders bei regionalen Spezialitäten lohnt sich ein Blick auf die traditionelle Kombination, denn oft gehören Pastaform und Gericht historisch eng zusammen.
Frische und getrocknete Pasta
Grundsätzlich wird zwischen pasta fresca und pasta secca unterschieden. Getrocknete Pasta wird häufig aus Hartweizengrieß und Wasser hergestellt und ist lange haltbar. Frische Pasta wird dagegen oft aus Weizenmehl und Ei zubereitet und besitzt eine weichere, empfindlichere Struktur. Die Grenzen sind nicht absolut: Manche Formen existieren sowohl frisch als auch getrocknet.
Gefüllte Pasta als eigene Tradition
Gefüllte Pasta bildet innerhalb der italienischen Pastakultur eine besonders vielfältige Gruppe. Ravioli ist dabei eher ein Oberbegriff als eine einzige festgelegte Form. Regionale Spezialitäten wie Agnolotti, Cappelletti, Casoncelli, Culurgioni, Pansotti oder Tortellini unterscheiden sich durch Teig, Form, Verschluss und Füllung deutlich voneinander.
Hinweis zur Vollständigkeit dieser Liste
Die Liste ist bewusst umfangreich, erhebt aber keinen Anspruch auf eine mathematisch endgültige Zahl aller italienischen Pasta-Namen. Je nach Quelle werden Formen, regionale Synonyme, Größenvarianten und historische Bezeichnungen unterschiedlich gezählt. Eine einzige Grundform kann unter zahlreichen lokalen Namen bekannt sein. Deshalb ist es sinnvoller, eine möglichst breite und redaktionell bereinigte Übersicht anzubieten, als jede Schreib- oder Dialektvariante als eigene Pasta-Art auszugeben.
Spaghetti, Penne und Fusilli bilden nur einen kleinen Ausschnitt der italienischen Pastavielfalt. Von handgerollten sardischen Lorighittas über apulische Orecchiette und ligurische Trofie bis zu gefüllten Spezialitäten wie piemontesischen Agnolotti oder emilianischen Tortellini besitzt nahezu jede Region eigene Formen und Traditionen. Gerade die regionalen Namen machen eine vollständige Aufzählung schwierig: Pasta ist nicht nur eine Sammlung standardisierter Nudelformen, sondern ein Teil lokaler Esskultur. Die alphabetische Übersicht soll deshalb sowohl bekannte Klassiker als auch weniger geläufige Spezialitäten auffindbar machen und zugleich zeigen, wie stark Form, Herkunft und traditionelle Verwendung miteinander verbunden sind.
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Meta Title: Italienische Pasta-Arten: Große Liste von A bis Z
Alternative: Pasta-Arten von A bis Z: Italienische Nudelsorten
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H1: Italienische Pasta-Arten: Die große Liste von A bis Z
Redaktionelle Quellen und Hinweise
Als Ausgangspunkt für die Systematik wurden unter anderem die Wikipedia-Liste der Pastaformen, regionale Pasta-Übersichten von The Pasta Project sowie Beiträge von La Cucina Italiana herangezogen. Für die Veröffentlichung empfiehlt es sich, besonders seltene regionale Formen bei Bedarf zusätzlich mit italienischen Primär- oder Regionalquellen abzugleichen.




