Kurzgeschichten für Kinder öffnen kleine Türen in andere Welten. Sie erzählen von Freundschaft, Mut, Fantasie, neuen Erfahrungen und kleinen Abenteuern – und eignen sich sowohl zum Vorlesen als auch für Kinder, die bereits selbst lesen möchten.
Kurzgeschichten für Kinder zum Vorlesen und Selberlesen
Ob Einhörner, neue Freunde, aufregende Schultage, Tiere, Urlaub oder kleine Herausforderungen des Alltags: Unsere Kurzgeschichten greifen ganz unterschiedliche Themen auf, die Kinder beschäftigen und zum Mitfühlen, Nachdenken und Weiterträumen einladen.
Die Geschichten sind bewusst in einer gut verständlichen Sprache geschrieben. Wir möchten dabei keine festen Altersgrenzen vorgeben, denn welches Thema und welche Textlänge zu einem Kind passen, ist sehr individuell.
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Wir erstellen in erster Linie Malvorlagen und sind keine professionellen Autorinnen oder Autoren. Trotzdem probieren wir gerne, individuelle Kurzgeschichten für Kinder nach euren Ideen und Wünschen zu schreiben.
Vielleicht wünscht sich dein Kind eine Geschichte über Dinosaurier, Einhörner, Fußball, Tiere, Schule, Freundschaft oder ein ganz eigenes Abenteuer. Wenn wir die daraus entstandene Geschichte anschließend veröffentlichen dürfen, damit auch andere Kinder sie kostenlos lesen können, kann daraus vielleicht die nächste Kurzgeschichte auf dieser Seite entstehen.
Warum Vorlesen für Kinder wertvoll ist
Zwischen Fernsehen, Streamingdiensten, Computer und Smartphone kann gemeinsames Lesen im Alltag leicht zu kurz kommen. Dabei kann regelmäßiges Vorlesen Kindern dabei helfen, Freude an Geschichten und Büchern zu entwickeln. Es bietet außerdem einen natürlichen Anlass, neue Wörter kennenzulernen, über Figuren und Erlebnisse zu sprechen und gemeinsam Zeit zu verbringen.
Vorlesen schafft Nähe
Schon mit kleinen Kindern können Eltern und andere Bezugspersonen Bilderbücher anschauen und gemeinsam erzählen, was darauf zu sehen ist. Später können kurze und leicht verständliche Geschichten hinzukommen.
Das gemeinsame Vorlesen ist dabei mehr als die reine Vermittlung einer Geschichte. In diesen Minuten oder Augenblicken gehört die Aufmerksamkeit dem Kind. Man sitzt zusammen, spricht über das Gelesene und erlebt eine Geschichte gemeinsam.
Auch Kinder, die bereits selbst lesen können, können weiterhin Freude daran haben, wenn ihnen vorgelesen wird. Sie dürfen sich dann ganz auf die Handlung und ihre Vorstellungskraft konzentrieren, ohne gleichzeitig auf das eigene Lesetempo achten zu müssen.
Vorlesen als gemeinsames Ritual
Vorlesen kann zu einem festen Ritual im Tagesablauf werden. Viele Familien nutzen dafür beispielsweise den Abend vor dem Schlafengehen. Eine ruhige Geschichte kann den Übergang vom ereignisreichen Tag zur Schlafenszeit begleiten.
Andere Kinder genießen eine gemeinsame Geschichte nach dem Kindergarten oder der Schule. Entscheidend ist weniger der genaue Zeitpunkt als eine Atmosphäre, in der möglichst wenig ablenkt und genügend Ruhe zum Zuhören und Erzählen vorhanden ist.
Die Länge und Komplexität der Geschichte sollte dabei zum Kind passen. Jüngere Kinder mögen häufig kürzere und klar aufgebaute Geschichten, während ältere Kinder auch längeren Handlungen folgen können.
Kurzgeschichten im Unterricht oder Kindergarten einsetzen
Kurzgeschichten können zu Hause, im Kindergarten und in der Schule auf ganz unterschiedliche Weise eingesetzt werden. Sie eignen sich nicht nur zum Vorlesen, sondern auch als Ausgangspunkt für Gespräche, Bilder, kleine Theaterstücke oder eigene Geschichten.
Im Kindergarten kann eine Geschichte beispielsweise eine Gesprächsrunde oder ein neues Thema eröffnen. Gemeinsam kann anschließend darüber gesprochen werden, was die Figuren erlebt haben, wie sie sich gefühlt haben und was die Kinder selbst in einer ähnlichen Situation tun würden.
In der Schule können Kurzgeschichten zum Lesen, Vorlesen und Textverständnis genutzt werden. Kinder können Fragen zur Handlung beantworten, eine Geschichte zusammenfassen oder überlegen, wie sie weitergehen könnte.
Über Figuren und Gefühle sprechen
Geschichten bieten einen guten Anlass, über Gefühle zu sprechen. War eine Figur mutig, traurig, überrascht oder vielleicht wütend? Warum hat sie so reagiert? Hätte man selbst genauso gehandelt?
Solche Fragen haben nicht zwingend eine einzige richtige Antwort. Gerade der Austausch unterschiedlicher Sichtweisen kann eine Geschichte interessant machen.
Geschichten kreativ weiterspielen
Eine vorgelesene Geschichte muss nicht mit der letzten Zeile enden. Kinder können überlegen, was am nächsten Tag passiert, eine neue Figur hinzufügen oder der Geschichte ein völlig anderes Ende geben.
Auch Bilder, Masken, Kulissen, kleine Theaterstücke oder Geräusche können aus einer kurzen Erzählung ein gemeinsames kreatives Projekt machen.
10 kreative Spiele und Ideen rund um Kurzgeschichten
Mit diesen Ideen lassen sich Kurzgeschichten spielerisch in Kindergarten, Schule oder Familienalltag einbauen:
1. Szenenspiel
Die Kinder wählen eine Lieblingsszene aus der Geschichte und spielen sie als kleines Theaterstück nach. Rollen, Dialoge und Bewegungen können gemeinsam entwickelt werden.
2. Bildergeschichte
Jedes Kind malt zu einem bestimmten Abschnitt der Geschichte ein Bild. Werden anschließend alle Bilder in der richtigen Reihenfolge zusammengestellt, entsteht ein gemeinsames Bilderbuch.
3. Geschichtenwürfel
Auf Würfeln oder Karten befinden sich Symbole wie Tiere, Gegenstände, Orte oder Gefühle. Die gewürfelten Elemente müssen anschließend in eine neue Geschichte eingebaut werden.
4. Fortsetzungsgeschichte
Was passiert nach dem eigentlichen Ende? Jedes Kind denkt sich eine mögliche Fortsetzung aus. Die Ideen können erzählt, aufgeschrieben oder zu einer gemeinsamen neuen Geschichte verbunden werden.
5. Gefühlsbarometer
Nach dem Vorlesen wählen die Kinder ein Gefühl aus und überlegen, wann eine Figur dieses Gefühl erlebt hat. Anschließend können sie erzählen, woran sie es erkannt haben.
6. Detektivspiel
Zur Geschichte werden kleine Fragen oder Rätsel gestellt. Die Kinder müssen genau zuhören oder noch einmal im Text nachsehen, um die Hinweise und Antworten zu finden.
7. Geräuschkulisse
Während eine Geschichte vorgelesen wird, erzeugen die Kinder passende Geräusche. Regen, Wind, Schritte, Tierstimmen oder andere Klänge machen die Handlung auf eine neue Weise erlebbar.
8. Rollentausch
Die Kinder überlegen, wie die Geschichte verlaufen wäre, wenn zwei Figuren ihre Rollen getauscht hätten. Aus dieser Idee kann eine völlig neue Handlung entstehen.
9. Stille-Post-Geschichte
Eine kurze Geschichte oder ein Teil davon wird von Kind zu Kind mündlich weitergegeben. Am Ende wird verglichen, wie stark sich die Erzählung unterwegs verändert hat.
10. Geschichtenmemory
Zu wichtigen Figuren, Gegenständen oder Szenen werden passende Karten gestaltet. Daraus entsteht anschließend ein eigenes Memory-Spiel zur Geschichte.
Kurzgeschichten können damit weit mehr sein als Texte zum Vorlesen. Sie bieten zahlreiche Möglichkeiten, gemeinsam zu erzählen, zu spielen, zu malen und neue Ideen zu entwickeln – und machen Sprache auf ganz unterschiedliche Weise erlebbar.
















