Krebstiere von A bis Z

Zwei kleine Kinder hocken an einem Sandstrand, blicken nach unten und lächeln, während eines von ihnen auf etwas in einem flachen Gezeitentümpel zeigt – vielleicht entdecken sie gerade faszinierende Krebstiere von A bis Z. Der Himmel ist bewölkt, und im Hintergrund ist das Meer zu sehen.

Krebstiere gehören zu den vielfältigsten Tiergruppen unserer Erde. Man findet sie in nahezu allen aquatischen Lebensräumen – von kleinen Bächen, Teichen und Seen über Küsten und Korallenriffe bis hinab in die Tiefsee. Einige Arten haben sogar das Wasser verlassen und leben dauerhaft an Land. Entsprechend unterschiedlich sind ihre Formen, Größen und Lebensweisen.

🦀 Was sind Krebstiere?

Zu den Krebstieren gehören bekannte Tiere wie Krabben, Hummer, Flusskrebse, Garnelen und Langusten. Doch auch wesentlich kleinere oder auf den ersten Blick ungewöhnliche Vertreter wie Wasserflöhe, Ruderfußkrebse, Krill, Seepocken und Asseln zählen zu dieser großen Tiergruppe.

Zwei kleine Kinder hocken an einem Sandstrand, blicken nach unten und lächeln, während eines von ihnen auf etwas in einem flachen Gezeitentümpel zeigt – vielleicht entdecken sie gerade faszinierende Krebstiere von A bis Z. Der Himmel ist bewölkt, und im Hintergrund ist das Meer zu sehen.
Krebstiere von A bis Z

Manche Arten schwimmen frei im Wasser, andere leben auf dem Meeresboden, verstecken sich zwischen Steinen oder graben Höhlen und Röhren. Wieder andere sitzen als erwachsene Tiere dauerhaft auf einem festen Untergrund.

Trotz ihrer großen Unterschiede besitzen Krebstiere gemeinsame Merkmale. Typisch sind ein gegliederter Körper, gelenkige Beine und ein schützendes Außenskelett. Da dieser feste Panzer nicht mitwachsen kann, müssen sich Krebstiere während ihres Wachstums immer wieder häuten. Viele Arten besitzen außerdem zwei Fühlerpaare, mit denen sie ihre Umgebung wahrnehmen.

Auch für die Natur spielen Krebstiere eine wichtige Rolle. Kleine planktonische Arten dienen zahlreichen Fischen und anderen Meerestieren als Nahrung. Andere Krebstiere fressen abgestorbenes organisches Material und tragen so zum Stoffkreislauf bei. Räuberische Arten wiederum jagen Würmer, Muscheln, kleinere Krebse und andere Tiere. Krebstiere sind deshalb in vielen Gewässern ein wichtiger Bestandteil der Nahrungsketten.

Die Vielfalt reicht von winzigen, kaum mit bloßem Auge erkennbaren Arten bis zu großen Krabben und Hummern. Auf dieser Seite stellen wir die wichtigsten Gruppen der Krebstiere vor und zeigen anschließend eine Auswahl bekannter und interessanter Arten von A bis Z.

🧭 Welche Gruppen von Krebstieren gibt es?

🦞 Zehnfußkrebse Krabben, Hummer, Flusskrebse, Langusten und viele Garnelen.
🪵 Asseln Meeres-, Süßwasser- und Landarten; Kellerasseln sind tatsächlich Krebstiere.
🦐 Flohkrebse Meist kleine, seitlich abgeflachte Krebse aus Meer und Süßwasser.
💧 Kiemenfüßer Wasserflöhe, Artemia und Triops; viele leben in Teichen oder zeitweise austrocknenden Gewässern.
🌊 Ruderfußkrebse Winzige wichtige Bestandteile des Planktons; es gibt auch parasitische Arten.
🐋 Leuchtgarnelen / Krill Schwarmbildende Meereskrebse und wichtige Nahrung für viele Meerestiere.
🪨 Rankenfußkrebse Seepocken und Verwandte; erwachsene Tiere sitzen fest auf einem Untergrund.
🥊 Fangschreckenkrebse Räuberische Meereskrebse mit spezialisierten Fang- oder Schlagwerkzeugen.
🦐 Schwebegarnelen Kleine garnelenähnliche Krebse, die häufig frei im Wasser leben.

Stand: August 2026 – ohne Gewähr. Das World Register of Marine Species (WoRMS) führt Crustacea als akzeptierte Gruppe innerhalb der Gliederfüßer. Krebstiere leben im Meer, Brack- und Süßwasser sowie an Land. Die moderne systematische Abgrenzung ist komplex und wird weiter überarbeitet.

🔤 Bekannte Krebstiere von A bis Z

Eine vollständige Liste aller Krebstiere wäre für eine Einstiegsseite nicht sinnvoll. Deshalb enthält die Tabelle eine Auswahl bekannter und charakteristischer Vertreter.

Direkt zum Buchstaben:
A · B · C · D · E · G · H · J · K · L · M · P · R · S · T · W · Y · Z

Krebstier Wissenschaftlicher Name Gruppe Verbreitung Lebensraum Besonderheit Foto
A
Amerikanischer Hummer Homarus americanus Zehnfußkrebse Nordwestatlantik Felsige Meeresböden Großer Hummer mit zwei kräftigen Scheren.  
Antarktischer Krill Euphausia superba Leuchtgarnelen Südlicher Ozean Offenes Meer Bildet riesige Schwärme und ist Schlüsselart im antarktischen Nahrungsnetz.  
Artemia (Salinenkrebs) Artemia salina Kiemenfüßer Salzgewässer verschiedener Regionen Salzseen und Salinen Dauereier können lange ungünstige Bedingungen überstehen.  
Assel (Mauerassel) Oniscus asellus Asseln Europa Feuchte Böden und Laub An Land lebender Krebs, der organisches Material zersetzt.  
B
Bachflohkrebs Gammarus pulex Flohkrebse Europa Bäche und Flüsse Wichtiger Zersetzer und Beutetier in Süßwasser-Nahrungsnetzen.  
Bärenkrebs Scyllarides latus Zehnfußkrebse Mittelmeer und Ostatlantik Felsige Meeresböden Scherenloser Langustenverwandter mit breiten Antennen.  
Blaukrabbe Callinectes sapidus Zehnfußkrebse Westatlantik Küsten und Ästuare Kräftige Schwimmkrabbe mit blau gefärbten Beinen und Scheren.  
C
Chinesische Wollhandkrabbe Eriocheir sinensis Zehnfußkrebse Ostasien; in Europa eingeschleppt Flüsse und Ästuare Wandert zur Fortpflanzung zwischen Fluss und Meer.  
D
Daphnie (Wasserfloh) Daphnia magna Kiemenfüßer weit verbreitet Teiche und Seen Winziger filtrierender Süßwasserkrebs und wichtiges Planktontier.  
E
Edelkrebs Astacus astacus Zehnfußkrebse Europa Seen und Fließgewässer Heimischer Süßwasserkrebs, vielerorts durch Krankheiten und invasive Arten bedroht.  
Einsiedlerkrebs Pagurus bernhardus Zehnfußkrebse Nordostatlantik Küsten und Meeresboden Schützt seinen weichen Hinterleib in leeren Schneckengehäusen.  
Europäischer Hummer Homarus gammarus Zehnfußkrebse Ostatlantik und Mittelmeer Felsige Meeresböden Großer nachtaktiver Krebs mit kräftigen Scheren.  
G
Garnele (Nordseegarnele) Crangon crangon Zehnfußkrebse Nordostatlantik Flache Küsten und Wattenmeer Kleine bodenlebende Garnele und bekannter Speisekrebs.  
Geisterkrabbe Ocypode cursor Zehnfußkrebse Ostatlantik und Mittelmeer Sandstrände Schnelle Strandkrabbe, die Wohnröhren im Sand gräbt.  
Gemeine Strandkrabbe Carcinus maenas Zehnfußkrebse Europa; weltweit verschleppt Küsten und Ästuare Sehr anpassungsfähige Krabbe und vielerorts invasive Art.  
H
Heuschreckenkrebs Odontodactylus scyllarus Fangschreckenkrebse Indopazifik Korallenriffe Besitzt extrem schnelle Schlagwerkzeuge und komplexe Augen.  
J
Japanische Riesenkrabbe Macrocheira kaempferi Zehnfußkrebse Japan Tiefe Meeresböden Besitzt die größte Beinspannweite unter heute lebenden Gliederfüßern.  
K
Kaisergranat Nephrops norvegicus Zehnfußkrebse Nordostatlantik und Mittelmeer Weiche Meeresböden Schlanker Scherenkrebs, der häufig in selbst gegrabenen Röhren lebt.  
Kellerassel Porcellio scaber Asseln Europa; weltweit verschleppt Feuchte Böden und Keller Landassel, die abgestorbenes Pflanzenmaterial abbaut.  
Kokosnusskrabbe Birgus latro Zehnfußkrebse Indopazifische Inseln Tropische Küsten und Wälder Größter dauerhaft an Land lebender Gliederfüßer.  
Krill (Nordischer Krill) Meganyctiphanes norvegica Leuchtgarnelen Nordatlantik und Mittelmeer Offenes Meer Schwarmbildender Kleinkrebs und wichtige Nahrung für Fische und Wale.  
L
Languste Palinurus elephas Zehnfußkrebse Ostatlantik und Mittelmeer Felsige Meeresböden Großer scherenloser Krebs mit sehr langen Antennen.  
M
Marmorkrebs Procambarus virginalis Zehnfußkrebse heute in mehreren Regionen Süßgewässer Alle bekannten Tiere sind weiblich und vermehren sich durch Jungfernzeugung.  
Mysis (Schwebegarnele) Mysis relicta Schwebegarnelen Nordeuropa und Nordamerika Tiefe Seen und Brackwasser Kleiner garnelenähnlicher Krebs, der frei im Wasser schwimmt.  
P
Palmendieb Birgus latro Zehnfußkrebse Indopazifische Inseln Tropische Küsten und Wälder Anderer Name der Kokosnusskrabbe; erwachsene Tiere nutzen kein Schneckengehäuse mehr.  
R
Riesenassel Bathynomus giganteus Asseln Westatlantik Tiefsee Sehr große Tiefseeassel und Verwandte der kleinen Landasseln.  
Rote Königskrabbe Paralithodes camtschaticus Zehnfußkrebse Nordpazifik; eingeführt in Barentssee Kalte Meeresböden Großer Speisekrebs aus der Gruppe der Königskrabben.  
Roter Amerikanischer Sumpfkrebs Procambarus clarkii Zehnfußkrebse Nordamerika; weltweit eingeschleppt Sümpfe, Teiche und Flüsse Sehr anpassungsfähiger Flusskrebs und vielerorts invasive Art.  
S
Seelaus Lepeophtheirus salmonis Ruderfußkrebse Nordatlantik und Nordpazifik Meer; auf Lachsfischen Parasitischer Kleinkrebs auf Haut und Schleim von Lachsfischen.  
Seepocke Semibalanus balanoides Rankenfußkrebse Nordatlantik Felsküsten Festsitzender Krebs, der Nahrung mit federartigen Ranken filtert.  
Süßwassergarnele Atyaephyra desmarestii Zehnfußkrebse Europa und Nordafrika Flüsse und Seen Kleine transparente Garnele des Süßwassers.  
T
Taschenkrebs Cancer pagurus Zehnfußkrebse Nordostatlantik Fels- und Sandböden Große kräftige Krabbe mit breitem Panzer.  
Tigergarnele Penaeus monodon Zehnfußkrebse Indopazifik Küsten und Mangroven Sehr große Garnele und bedeutende Art der Aquakultur.  
Triops Triops cancriformis Kiemenfüßer Europa, Asien und Nordafrika Temporäre Tümpel Dauereier können lange Trockenzeiten überstehen.  
W
Winkerkrabbe Afruca tangeri Zehnfußkrebse Ostatlantik Schlick- und Sandflächen Männchen besitzen eine stark vergrößerte Schere.  
Y
Yeti-Krabbe Kiwa hirsuta Zehnfußkrebse Südpazifik Tiefsee Auffällig behaarte Scherenarme; lebt in lichtlosen Tiefseehabitaten.  
Z
Zebraassel Armadillidium maculatum Asseln Südeuropa Feuchte Böden Landassel mit schwarz-weißer Zeichnung, die sich einrollen kann.  

🌍 Wo leben Krebstiere?

Die meisten Krebstiere leben im Wasser – von Küsten und Korallenriffen bis in die Tiefsee. Auch Flüsse, Seen, Tümpel und Salzseen werden besiedelt. Landasseln leben dauerhaft an Land, benötigen aber meist feuchte Verstecke.

🍽️ Was fressen Krebstiere?

Die Ernährungsweisen sind sehr verschieden. Viele Krabben und Hummer fressen andere Tiere, Aas und Pflanzenmaterial. Wasserflöhe und zahlreiche Planktonkrebse filtern winzige Nahrung aus dem Wasser. Landasseln zersetzen abgestorbenes Pflanzenmaterial, während einige Arten parasitisch leben.

🛡️ Warum müssen sich Krebstiere häuten?

Das feste Außenskelett kann nicht mitwachsen. Deshalb streifen Krebstiere es regelmäßig ab und bilden ein neues. Direkt nach der Häutung ist der neue Panzer noch weich; in dieser Phase sind die Tiere besonders empfindlich.

🪵 Warum ist eine Kellerassel ein Krebstier?

Landasseln stammen von wasserlebenden Vorfahren ab und gehören zoologisch zu den Krebstieren. Sie besitzen typische Merkmale dieser Verwandtschaft und sind stärker auf Feuchtigkeit angewiesen als viele Insekten. Kellerasseln sind daher ein gutes Beispiel dafür, dass Krebstiere nicht ausschließlich im Wasser leben.

🎓 Krebstiere in Schule und Unterricht

Krebstiere eignen sich gut, um Anpassungen an Wasser und Land, Häutung, Plankton und Nahrungsketten zu erklären. Besonders spannend ist der Vergleich zwischen Hummer, Wasserfloh, Seepocke und Kellerassel: Trotz ihres völlig unterschiedlichen Aussehens gehören sie zur gleichen großen Tiergruppe.

💡 Schon gewusst?

  • Kellerasseln und Mauerasseln sind Krebstiere.
  • Der Japanische Riesenkrebs besitzt eine außergewöhnlich große Beinspannweite.
  • Krill ist eine zentrale Nahrungsquelle vieler Tiere des Südlichen Ozeans.
  • Seepocken sind fest sitzende Krebstiere.
  • Der Palmendieb gehört zu den größten dauerhaft an Land lebenden Gliederfüßern.
  • Triops und Artemia können widerstandsfähige Dauereier bilden.

📷 Warum sind die Krebstiere noch nicht bebildert?

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WoRMS – World Register of Marine Species
Wikimedia Commons – Krebstiere
iNaturalist – Beobachtungen und Fotos
Pexels – Krebstierfotos

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🔎 Weiterführende Informationen

WoRMS – Crustacea
World Register of Marine Species
Wikipedia – Krebstiere

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