Wie funktioniert die Wettervorhersage und manchmal doch nicht

Wer morgens aus dem Fenster schaut, bemerkt manchmal sofort: Was die Wetter-App oder der Wetterbericht gestern verkündet haben, stimmt heute nicht immer ganz genau. Das kann zu Frustration führen: Wie kann es sein, dass wir Flugzeuge ins All schicken und Computer fantastische Dinge berechnen, aber ein simpler Regenschauer scheinbar oft falsch vorhergesagt wird? Die kurze Antwort: Wettervorhersage ist ein hochkomplexer, wissenschaftlicher Vorgang, bei dem jede neue Erkenntnis eine weitere Tür zu mehr Genauigkeit und Verständnis öffnet – aber garantiert wird dabei nie etwas. Lass uns gemeinsam einsteigen und Schritt für Schritt nachvollziehen, wie Wetterprognosen überhaupt entstehen, warum sie so faszinierend, aber auch begrenzt sind, und was im Hintergrund passiert, wenn du „Wie wird das Wetter morgen?“ fragst.

Die Kunst der Wettervorhersage: Vom globalen Datenpuzzle zum Blick in die Zukunft

Wenn wir heutzutage eine Wettervorhersage abrufen, egal ob über das Internet, eine App oder eine Zeitung, dann steht am Anfang ein gigantisches Netz aus Messstationen, Instrumenten und komplexen Berechnungen. Es klingt wie ein Wunder unserer Zeit, dass aus Daten überall auf der Welt eine Prognose für den eigenen Wohnort extrahiert werden kann. Doch wie läuft das konkret ab? Beginnen wir mit dem Herzstück: der Datenerfassung.

Wettervorhersage Sonne statt Regen
Wettervorhersage Sonne statt Regen

Jede Wettervorhersage fußt auf riesigen Datenmengen, die fast rund um die Uhr weltweit gesammelt und ausgewertet werden. Das Herz all dessen sind die unzähligen Messstationen am Boden. Sie messen klassische Parameter wie Temperatur, Luftdruck, Windgeschwindigkeit, Windrichtung und Feuchtigkeit. Diese Werte werden gespeichert, gebündelt, überprüft und digital weitergereicht. Das allein ergibt schon ein eindrucksvolles Bild, aber es reicht nicht. Die Atmosphäre ist ein dreidimensionaler Raum, der sich bis in große Höhen erstreckt, und viele relevante Prozesse spielen sich nicht am Boden ab. Deshalb steigen weltweit täglich tausende Wetterballons auf, ausgerüstet mit Messsonden, die während ihres Aufstiegs Datenreihen zu Temperatur, Feuchte, Luftdruck und Wind mit großer Präzision liefern. Ihr Aufstieg durch die verschiedenen Luftschichten bietet ein wertvolles vertikales Profil und hilft, Veränderungen auf unterschiedlichen Ebenen der Atmosphäre zu erfassen.

Doch die Erde ist zu 70 Prozent von Wasser bedeckt – auf den Ozeanen gibt es nur sehr wenige feste Installationen. Genau hier helfen teure und robuste Messbojen, die Wind, Wellenhöhe, Strömungen, Temperatur und andere Daten regelmäßig an zentral gesteuerte Datenzentren senden. Hinzu kommen große Schiffe, die auf ihren Wegen über die Weltmeere Wetterdaten aufnehmen und weitervermitteln. Flugzeuge, vor allem Passagiermaschinen, nehmen inzwischen regelmäßig – meist beim Start und bei der Landung – Messungen der Temperaturen und des Windes entlang ihrer Flugrouten vor. Satelliten schließlich liefern ein vollständiges Bild der Erde aus dem All. Sie erkennen Bewölkung, die Entwicklung von Sturmsystemen, Meeresoberflächentemperaturen und analysieren die oft unsichtbaren Wasserdampfmengen in der Luft.


Malvorlagen Wetter


Riesige Datenmengen der Wettervorhersage

Diese Datenmenge ist kaum vorstellbar. Weltweit strömen sie im Sekundentakt zusammen, werden sortiert, überprüft, automatisiert bereinigt und zentral verarbeitet. Aber erst die sogenannte Datenassimilation macht daraus ein vollständiges, stimmiges Bild. Denn die Messpunkte sind nicht flächendeckend und nicht jeder Wert harmoniert sofort mit den benachbarten Datenpunkten. „Wie funktioniert die Wettervorhersage und manchmal doch nicht“ weiterlesen

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