Zimmerpflanzen Pflege | Wohnung

Wer gesunde und schöne Zimmerpflanzen haben möchte, sollte sich darüber informieren und viel Wissen ansammeln.

Pflege von Zimmerpflanzen

Zimmerpflanzen brauchen, wie jede andere Pflanzen auch, vor allem Wasser, Licht, Luft, Nährstoffe in mineralischer Form und die geeignete Temperatur. Pflanzen haben zwar die gleichen Grundbedürfnisse, Zimmerpflanzen benötigen aber noch mehr.

Sie brauchen, je nachdem, aus welchem natürlichen Lebensraum sie kommen, eine geringe, mittlere oder hohe Luftfeuchtigkeit. Sie brauchen aber auch noch einen schattigen Platz, helles Licht, kräftige Sonnenstrahlen und mehr oder weniger Wasser. Auch die Nährstoffe sind sehr wichtig, unterschieden wird in wenige oder viele Nährstoffe, unterschiedliche Temperaturen und sauren oder alkalischen Boden.

Zimmerpflanzen Pflegetipps
Zimmerpflanzen Pflegetipps – © Africa Studio / Adobe Stock

Viele Zimmerpflanzen sind sehr anpassungsfähig, trotzdem werden Arten, die Schatten lieben bei direkten Sonnenstrahlen schlecht gedeihen. Tropische Pflanzen können an einem kühlen Ort nicht wachsen. Blühende Pflanzen bevorzugen einen hellen Ort und sollten am besten an ein Fenster mit Ost- oder Westausrichtung gestellt werden.

Die meisten Pflanzen fühlen sich bei Zimmertemperatur wohl. Doch es gibt auch Exemplare, die Kälte von unten nicht mögen. In diesem Fall sollten Sie auf dem kalten Fensterbrett eine Unterlage aus Styropor legen. Viele Pflanzen bevorzugen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Mit einer Sprühflasche und klarem Wasser kann man den Pflanzen diese ermöglichen.

Der Staub auf den Blättern sollte mit einem feuchten Tuch entfernt werden, Sie können die Pflanze aber auch unter die Dusche stellen. Bis auf wenigen Ausnahmen, sollten Sie die Zimmerpflanze so gießen, dass sie leicht feucht ist, aber nicht nass. In Übertöpfen oder Untersetzern sollten Sie kein Wasser füllen, da die Wurzeln sonst faulen können und sich schnell kleine Fliegen bilden.

Wenn Verblühtes rechtzeitig entfernt wird, kommen immer wieder neue Blüten. Sobald der Blumentopf zu klein für die Pflanze wird, sollten Sie einen Umzug in einen größeren Topf vornehmen. Im Winter sollten gerade blühende Pflanzen in einen etwas kühleren und dunkleren Raum gestellt werden, da diese eine Ruhepause brauchen. Trotz der Winterpause müssen Sie die Pflanzen regelmäßig gießen, auf das Düngen im Winter können Sie aber verzichten.

Nährstoffversorgung

Für den Zuckeraufbau sind Kohlendioxid und Wasser sehr wichtig für die Pflanze. Das Wasser bekommt die Pflanze aus ihren Wurzeln und das Kohlendioxid nimmt sie mit ihren Blättern aus der Luft auf. Doch die beiden Elemente sind für den Aufbau des Zuckers nicht ausreichend. Aus diesem Grund benötigt die Pflanze noch zusätzlich angereicherte anorganische Stoffe im Boden. Zusammen mit dem Wasser wird es über die Wurzeln aufgenommen und zu den Blättern transportiert. In frischer Blumenerde sind diese Nährstoffe reichlich vorhanden. Wenn es aufgebraucht ist, sollten Sie mit dem düngen der Pflanze beginnen.

Mit der richtigen Pflege werden die Zimmerpflanzen lange wunderschön blühen.

Pflegeleichte Zimmerpflanzen für Berufstätige

Gerade Berufstätige brauchen pflegeleichte Zimmerpflanzen, die nicht viel Zeit in Anspruch nehmen.

Wie erkennen Sie pflegeleichte Zimmerpflanzen?

Zu den robusten Zimmerpflanzen gehören zum Beispiel verschiedene Kletterpflanzen, Dickblattgewächse und viele Kakteenarten. Sie erkennen pflegeleichte Zimmerpflanzen an dem stark ausgebildeten Blattwerk und an den Stämmen. Die Blätter sind dick und ledrig. Die Pflanze kann in ihnen über einen langen Zeitraum Wasser speichern und muss somit nicht regelmäßig gegossen werden.

Bogenhanf

Den Bogenhaft gab es in den 60er Jahren in fast jeder Wohnung. Er ist sehr robust und hat schwertförmige Blätter. Die Wüstenschönheit passt aber auch jetzt noch perfekt zu den heutigen Einrichtungen. Diese Zimmerpflanze benötigt nicht viel Pflege, Sie brauchen auch keinen grünen Daumen. Für den Bogenhanf ist es nicht so wichtig, ob er viel oder wenig Licht hat und wenn Sie mal das Gießen vergessen, läßt er auch nicht gleich die Blätter hängen. Längere Trockenperioden schaden der Pflanze ganz und gar nicht. Das einzige was zu beachten ist, es darf nicht zu kalt sein. Temperaturen unter zwölf Grad läßt den Bogenhanf verwelken.

Elefantenfuß

Der Elefantenfuß ist einer der pflegeleichtesten Zimmerpflanzen. Es ist ein baumartiges Gewächs und hat lange Blätter. Notfalls kommt der Elefantenfuß sogar monatelang ohne Wasser aus. Er speichert das Wasser in seinem keulenförmigen Stamm. Ideal ist es aber, die Pflanze trotzdem ein bis zweimal die Woche gießen. Damit die Blattspitzen nicht braun werden, können Sie die Blätter regelmäßig mit Wasser besprühen. Die Pflanze stammt aus Mexiko. Hohe und auch kalte Temperaturen sind für die Pflanze kein Problem.

Zamioculcas

Zamioculcas ist eine sehr pflegeleichte Zimmerpflanze. Die langen Zweige sind nach oben richtet, an ihnen sind dicke, grüne Blätter. Die Pflanze stammt aus einer eher trockenen Region, daher macht es ihr nichts aus wenn sie mal nicht genügend Wasser bekommt. Sie kann sogar komplett durchtrocknen, bevor sie wieder gegossen wird.

Hydrokultur

Bei der Hydrokultur wird die Pflanze nicht in Erde gepflanzt, sonder steht in einem speziellen Substrat. Die Pflanze bildet hier lange Wurzeln und kann sich so von der Nährlösung ernähren. Der Pflegeaufwand ist nicht groß. Ein tägliches Gießen ist nicht nötig, Sie müssen lediglich die Kontrolle der Flüssigkeitsanzeige des Hydrokulturtopfes überwachen. Wenn die Anzeige in den kritischen Bereich gesunken ist, sollten Sie die Nährlösung auffüllen.

Auch wenn Sie viel unterwegs sind und keinen grünen Daumen haben, ist es kein Problem Zimmerpflanzen zu halten.

5 Tipps für blühende Zimmerpflanzen

Nicht nur im Garten, sonder auch auf der Terrasse oder auf dem Balkon kann man wunderschöne, blühende Pflanzen bewundern. In der Wohnung sind blühende Zimmerpflanzen auch sehr beliebt. Mit der richtigen Pflege können diese mehrere Jahre überleben.

Richtige Farbe

Blühende Zimmerpflanzen gestalten den Raum und die Fensterbank. Eine freistehende Ecke wirkt gleich viel schöner. Sie heben die Stimmung der Menschen und die Wohnung sieht gleich viel freundlicher und gemütlicher aus. Doch beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass die Farbe der Zimmerpflanze zu Ihnen und auch der Einrichtung passt. Soll es lieber bunt und wild sein oder lieber klassisch mit nur einer Farbe? Und welche Farbe mögen Sie am liebsten? Außerdem sollten Sie darauf achten, dass nicht alle Zimmerpflanzen das ganze Jahr über blühen.

Duft der Zimmerpflanze

Es gibt wunderschöne Zimmerpflanzen die sehr intensiv duften. Der Blütenduft der verschiedenen Zimmerpflanzen kann sehr unterschiedlich sein. Sie sollten darauf achten, dass der Duft angenehm ist und nicht zu aufdringlich. In geschlossenen Räumen wirkt meistens der Duft aufdringlicher als in der freien Natur. Mit dem richtigen Duft sorgen Sie für einen sommerlichen angenehmen Geruch in Ihrer Wohnung. Die weißen Blüten der Gardenien und auch der Jasmin haben einen süßlichen Duft. Myrte dagegen hat einen feinen Duft und Kranzschlinge hat ein intensives Aroma.

Richtiger Standort

Blumen lieben Sonnenstrahlen, so auch die blühenden Zimmerpflanzen. Es kommt drauf an wie viele Fenster sich im jeweiligen Raum befinden und wie groß diese sind. Wenn Sie eine Wohnung mit nur wenig Sonneneinstrahlung haben, ist nicht jede Pflanze geeignet. Auch auf die Temperatur müssen Sie achten. Steht die Blume auf der Fensterbank direkt über der Heizung, braucht sie möglicherweise mehr Wasser als wenn sie im Raum steht. Die Pflanze sollte aber im Hochsommer nicht zu viele Sonnenstrahlen abbekommen. Sie können die Blumen mit Vorhängen oder mit Rolläden vor der starken Mittagssonne schützen.

Pflegeaufwand

Der Pflegeaufwand von blühenden Zimmerpflanzen ist deutlich höher als der bei grünen Zimmerpflanzen. Wenn Sie nur selten zu Hause sind und auch nur wenig Zeit investieren können, dann sollten Sie sich lieber für die pflegeleichten Pflanzen entscheiden.

Wuchshöhe und Breite

Ein weiteres Auswahlkriterium beim Kauf einer blühenden Zimmerpflanze ist die Wuchshöhe und die Breite. Wie viel Platz soll sie im Raum einnehmen? Wenn Sie lieber eine kleine Zimmerpflanze haben möchten, können Sie Pflanzen wie eine Zimmerbegonie oder eine Wüstenrose wählen. Wenn der Raum großzügig ist, können Sie Pflanzen wie die Schmetterlingsorchidee aussuchen.

Blühende Zimmerpflanzen verschönern den Wohnraum und tragen zum Wohlbefinden bei. Sie brauchen zwar mehr Pflege, aber wenn Sie auf alle wichtigen Dinge achten, halten sie für ein paar Jahre. Mit diesen Pflanzen bringen Sie nicht nur einen schönen Hingucker in die Wohnung, sondern auch einen tollen Duft.

Zimmerpflanzen, die nur wenig Licht brauchen

Wer eine Wohnung mit nur wenig Sonneneinstrahlung besitzt, benötigt Zimmerpflanzen, die nicht so viel Licht brauchen. Und gerade die dunklen Ecken brauchen einen grüne Verschönerung.

Schusterpalme

Die Schusterpalme ist für dunklere Ecken perfekt geeignet. Bei schlechten Lichtverhältnissen kann sie gut gedeihen. Direkte Sonnenstrahlen mag sie gar nicht. Ein weiterer positiver Effekt, sie muss nur selten gegossen werden.

Einblatt

Wenn Sie die dunkeln Ecken des Raumes mit Blüten beleben wollen, ist das Einblatt perfekt geeignet. Sie besitzt dunkelgrüne Blätter und ein helles, weißes Hochblatt welches von Blütenkolben umgeben ist. Die Pflanze sieht sehr edel aus. Da sie hohe Luftfeuchtigkeit mag, ist sie ideal für ein dunkles Badezimmer. Direkte Sonnenstrahlen verträgt sie nicht, die Blätter werden sonst hell und verwelken sehr schnell. Beim Gießen sollten Sie aufpassen, da die Pflanze nie ganz trocken sein sollte, aber auch nicht zu viel Wasser haben darf. Besonders im Winter tut es ihr gut, wenn Sie ihre Blätter mit kalkarmen Wasser besprühen.

Alocasie

Alocasie hat eine ähnliche Blüte wie Einblatt, hat aber markantere Blätter. Sie verträgt aber auch keine direkten Sonnenstrahlen. Im Halbschatten fühlt sie sich am wohlsten, gedeiht aber Auchan dunkleren Stellen. Sie liebt hohe Luftfeuchtigkeit, daher sollten Sie die Blätter regelmäßig mit kalkarmen Wasser besprühen.

Zamioculcas

Sehr pflegeleicht ist die Zamioculcas. Sie kommt sowohl mit wenig Licht, als auch mit wenig Wasser aus. Sie wächst unter fast allen Bedingungen. Im Hellen wächst sie schneller und die Blätter sind hell. Im Schatten wächst sie langsamer und entwickelt kräftige, dunkelgrüne Blätter. Die Zamioculcas kann bei zu viel Trockenheit den oberen Teil der Blätter als Verdunstungsschutz abwerfen.

Kentia-Palme

Die Kentia-Palme wächst an einem hellen Ort zwar besser, sie kann aber auch an einem dunkeln Ort gedeihen. Am liebsten mag sie Halbschatten, direkte Sonnenstrahlen sind für diese Pflanze nicht geeignet. Die Pflanze hat einen dichten, gleichmäßigen Wuchs mit saftigen, grünen Fiederblättern, die auf langen Stielen wachsen. Der Pflegeaufwand ist gering. Die Pflanze braucht nur einmal die Woche Wasser. Bei der richtigen Pflege kann sie sehr alt und bis zu drei Meter groß werden. An einem dunklen Standort wächst sie schlecht oder aber gar nicht.

Sansevieria

Sansevieria ist eine pflegeleichte Zimmerpflanze, die auch für dunklere Stellen oder Räume geeignet ist. Sie ist durch die interessanten schwertförmigen Blättern sehr beliebt. Wasser braucht sie nur alle drei Wochen. Außerdem hat sie eine positive Wirkung auf das Raumklima. Sie reinigt die Luft und erhöht den Sauerstoffgehalt.

Schädlinge und Krankheiten bei Zimmerpflanzen

Trotz guter Pflege schaffen es Schädlinge die Zimmerpflanzen zu befallen. Besonders im Winter ist dieses Problem bekannt.

Schädlinge erkennen

Die ersten Schädlinge machen es sich meistens unbemerkt auf der Pflanze bequem, erst wenn diese sich kräftig vermehrt haben erkennt man das Problem. Die Schädlinge sind winzig klein. Die Insekten saugen den Saft aus den Pflanzen und lassen die Blätter dadurch vergilben. Die Folge ist, dass junge Ableger und neue Austriebe nur verkrüppelt heranwachsen können. Da alle Zimmerpflanzen von Schädlingen befallen werden können, sollten Sie die Pflanzen regelmäßig nach Symptomen eines Schädlingsbefalls absuchen. Eine Lupe kann Ihnen dabei helfen.

Schäden erkennen

Es gibt Insekten, die die Blattränder oder sogar Löcher in Blätter, Triebspitzen und Stängel fressen. Ein bekanntes Insekt ist der Dickmaulrüssel. Die Schädlinge fressen deutlich sichtbare Gänge in die Blätter. Die Triebspitzen der Pflanzen können bei einem starken Befall von Schädlingen vollständig absterben. Die Blätter haben Verformungen wie Kräuselungen, Kleinblättrigkeit, Verkrüpplungen, Verkorkungen, Verdickungen und umgebogene und eingerollte Blattränder. Bei Befall können sich die Blätter auch gelb verfärben und verschrumpeln. Aber auch die Wurzel kann von Schädlingen befallen werden. Besonders Larven und Fadenwürmer halten sich dort auf. Daher sollten Sie beim Umtopfen der Pflanze die Wurzeln und den unteren Teil der sorgfältig untersuchen oder abwaschen.

Schädlinge loswerden

Um die Schädlinge loszuwerden, müssen Sie nicht sofort chemische Pflanzenschutzmittel verwenden. Zuerst sollten Sie versuchen die Blattläuse mit den Fingern von den Blättern zu streifen. Ein Föhn kann auch helfen. Halten Sie die Pflanze über der Badewanne in einer schrägen Haltung und föhnen Sie die Pflanze rundherum ab. Die Läuse sollten jetzt abspringen. Bei kleinen Zimmerpflanzen können Sie auch versuchen die Schädlinge zu ertränken. Die Pflanze stellen Sie für zwei Stunden in lauwarmes Wasser. Vorher müssen Sie den Topf und den Stamm in eine Plastiktüte wickeln, damit die Erde nicht nass wird. Um gar nicht erst Blattläuse auf der Pflanze zu bekommen, können Sie Knoblauch in die Erde stecken. Außerdem sollten Sie, um Schädlinge vorzubeugen, für ein gesundes Raumklima sorgen. Gegen Spinnmilben hilft eine Plastiktüte. Sie packen die Pflanze in eine Plastiktüte ein und nach ungefähr zehn Tagen sollten die Spinnmilben abgestorben sein. Sie dürfen aber nicht vergessen, die Pflanze trotzdem zu gießen.

Pflanzenkrankheiten vorbeugen

Damit es erst gar nicht zu einer Krankheit kommt, sollten Sie die Pflanze gut pflegen. Krankheiten entstehen durch mikroskopisch kleine Organismen wie Viren, Bakterien und Pilzen. Diese dringen in den Pflanzenzellen ein. Mit einer guten Pflege können Sie die Pflanze schützen. Krankheiten an der Wurzel beugen Sie am besten durch hochwertige, sterilisierte Kulturerde vor.

 

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