Eiweißbrot backen – gesunde Ernährung?

Du suchst nach einer gesunden Alternative zu herkömmlichem Brot, die dich beim Abnehmen unterstützt und trotzdem richtig lecker schmeckt? Dann solltest du vielleicht mal Eiweißbrot ausprobieren! Der Trend rund um das sogenannte Fitnessbrot begeistert nicht nur Sportler, sondern auch alle, die auf ihre Ernährung achten und abends gerne Brot essen möchten, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Doch was macht Eiweißbrot eigentlich so besonders – und lohnt sich der Hype wirklich?

Woraus besteht ein Eiweißbrot?

Brot gehört zu unseren Grundnahrungsmitteln und wird in den unterschiedlichsten Variationen angeboten. Alle diese Sorten haben eins gemeinsam, sie stecken voller Kohlenhydrate.

Eiweißbrot backen
Eiweißbrot backen

Nicht so das Eiweißbrot, deshalb gilt es als gesunde Alternative zum herkömmlichen Brot und soll beim Abnehmen helfen. Doch was genau steckt in dem trendigen Fitnessbrot und welche Vorteile hat sein Verzehr gegenüber dem traditionellen Backwerk?

Das klassische Mischbrot wird aus Weizenmehl, Hefe, Wasser und Salz hergestellt und besteht aus ca. 45 % Kohlenhydraten, 7% Eiweiß und 1% Fett. Eiweißbrot enthält wenig Getreidemehl, dafür viel Weizen-, Lupinen- und Sojaeiweiß sowie Leinsamen, Speisekleie, Sojaschrot oder Sojamehl. Der Kohlenhydratanteil beträgt nur 7%, dafür sind aber 25% pflanzliches Eiweiß und 10% Fett enthalten.

Welche Vor- und Nachteile bietet Eiweißbrot gegenüber herkömmlichem Brot?

Für viele Menschen gehört die Scheibe Brot zum täglichen Abendessen, doch wer abnehmen möchte, dem wird geraten, besonders abends auf Kohlenhydrate zu verzichten. Vor allem die sogenannte „Schlank-im-Schlaf-Diät“ baut auf dem Prinzip der Trennkost auf, die morgens Kohlenhydrate erlaubt, aber Eiweiß verbietet und abends den Verzehr von Kohlenhydraten untersagt und Eiweiß gestattet. Da der Mehrheit der Brotliebhaber ein Verzicht auf die abendliche Scheibe schwer fällt, ist das Eiweiß-Brot hier eine gute Alternative.

Auch Diabetikern kann der Umstieg helfen, einen zu starken Blutzuckeranstieg zu vermeiden. 100 Gramm Eiweißbrot haben nur 0,4 – 0,7 Broteinheiten, bei einem herkömmlichen Brot sind es vier. Da die eiweißhaltige Variante zudem viel Energie liefert, eignet es sich auch gut für Sportler.

Weil die Hälfte des täglichen Bedarfs an Ballaststoffen bereits von 100 Gramm Eiweißbrot gedeckt wird, kann es auch einen wesentlichen Beitrag zur Gesunderhaltung des Verdauungstraktes leisten.

Schlechter schneidet das Eiweißbrot im Vergleich zu anderen Sorten ab, wenn es um den Fettgehalt geht, der hier sehr viel höher liegt und damit die Kalorienzahl steigen lässt. Eine Scheibe Roggenvollkornbrot hat im Schnitt 80 Kalorien, wogegen es eine Scheibe Eiweißbrot auf 100 Kalorien bringt.

Aufpassen müssen auch Allergiker, die eine Glutenunverträglichkeit haben, denn Eiweißbrot enthält viel Gluten, allerdings sind bereits Sorten ohne Gluten erhältlich. Wegen des hohen Gehalts an Proteinen müssen auch Menschen mit Stoffwechsel- oder Nierenerkrankungen vorsichtig sein, da ein zu viel an Eiweiß die Nieren belastet.

Ebenfalls den herkömmlichen Sorten unterlegen ist Eiweißbrot im Preis, denn es ist wesentlich teurer. Ein Kilogramm kostet durchschnittlich sechs Euro. Auch fertige Backmischungen stellen meist keine günstigere Alternative dar.

Hier ist eine übersichtliche Tabelle, die Eiweißbrot mit klassischen Brotsorten wie Weizenmischbrot, Roggenvollkornbrot und Vollkornbrot vergleicht. Die Werte sind Durchschnittswerte pro 100 Gramm und können je nach Rezeptur leicht variieren.

Brotsorte Kohlenhydrate Eiweiß Fett Ballaststoffe Kalorien Besonderheiten
Eiweißbrot ca. 7 g ca. 25 g ca. 10 g ca. 10 g ca. 220 Viel Protein, wenig KH, viel Fett
Weizenmischbrot ca. 45 g ca. 7 g ca. 1 g ca. 4 g ca. 230 Klassisch, hoher KH-Anteil
Roggenvollkorn ca. 40 g ca. 6 g ca. 1 g ca. 8 g ca. 200 Reich an Ballaststoffen
Vollkornbrot ca. 40 g ca. 8 g ca. 2 g ca. 7 g ca. 210 Ballaststoffreich, sättigend

Legende: KH = Kohlenhydrate | Werte gerundet, können je nach Hersteller/Rezept leicht abweichen

Was steckt noch hinter dem Trend?

Eiweißbrot ist nicht nur ein Ernährungstrend, sondern spiegelt auch das wachsende Bedürfnis vieler Menschen nach bewusster Ernährung wider. Immer mehr Supermärkte und Bäckereien bieten mittlerweile verschiedene Varianten an, von kernig-nussig bis mild und locker. Wer auf Zusatzstoffe verzichten möchte, sollte beim Kauf unbedingt auf die Zutatenliste achten – oder das Brot einfach selbst backen.

Eiweißbrot selber backen ist ganz einfach

Wer Geld sparen möchte oder ganz sicher sein will, was im Eiweißbrot enthalten ist, kann es auch selber backen. Es ist nicht schwer und gelingt so gut wie immer.

Es werden folgende Zutaten benötigt:

  • 2 EL Dinkelvollkornmehl
  • 100g gemahlene Mandeln
  • 100g geschroteter Leinsamen
  • 1 Pk Backpulver
  • 50 Gramm Weizenkleie
  • 1 TL Salz
  • 6 Eiweiß
  • 300g Quark (Magerstufe)

  • Eine Kastenform einfetten oder mit Backpapier auslegen und den Backofen vorheizen. Ober- und Unterhitze: 175°, Umluft: 150°.
  • Dinkelvollkornmehl, Mandeln, Leinsamen, Backpulver, Weizenkleie und Salz vermengen. Anschließend das Eiweiß und den Quark hinzugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.
  • Den Teig in die vorbereitete Kastenform füllen und im Backofen auf der mittleren Einschubleiste etwa 50 – 60 Minuten backen lassen. Das Brot ist fertig, wenn beim Einstechen mit einem Holzstäbchen oder einer Gabel kein Teig mehr kleben bleibt. Anschließend das Brot eine viertel Stunde in der Form abkühlen lassen und dann vorsichtig stürzen.

Da Eiweißbrot aufgrund seiner Zutaten schneller verdirbt als andere Sorten, ist es ratsam, es in Scheiben zu schneiden und die benötigte Portion nach Bedarf aufzutauen.

FAQ: Alles rund ums Eiweißbrot

1. Ist Eiweißbrot wirklich gesünder als herkömmliches Brot? Eiweißbrot enthält weniger Kohlenhydrate und mehr Protein als klassisches Brot. Es kann dadurch beim Abnehmen helfen und ist besonders für Low-Carb-Ernährung geeignet. Allerdings enthält es meist mehr Fett und Kalorien – der Gesundheitswert hängt also von deinen persönlichen Zielen und deinem Bedarf ab.

2. Kann ich mit Eiweißbrot leichter abnehmen? Viele Menschen nutzen Eiweißbrot im Rahmen einer Low-Carb-Diät, da der niedrige Kohlenhydratgehalt den Blutzuckerspiegel weniger stark ansteigen lässt und das Sättigungsgefühl durch das viele Eiweiß länger anhält. Trotzdem zählt auch beim Eiweißbrot die Kalorienbilanz!

3. Für wen ist Eiweißbrot nicht geeignet? Menschen mit Nieren- oder Stoffwechselerkrankungen sowie Allergiker (z. B. bei Glutenunverträglichkeit) sollten vorsichtig sein. Eiweißbrot enthält oft viel Gluten und durch den hohen Proteingehalt kann es bei bestimmten Erkrankungen problematisch sein.

4. Wie lange ist Eiweißbrot haltbar? Durch die feuchten Zutaten verdirbt Eiweißbrot schneller als klassisches Brot. Am besten schneidest du es in Scheiben und frierst diese portionsweise ein, um es frisch zu halten.

5. Kann ich Eiweißbrot selbst backen? Ja, das ist sogar sehr einfach! Mit wenigen Zutaten wie Quark, Eiweiß, Nüssen und Samen kannst du dein eigenes Eiweißbrot ganz nach Geschmack zubereiten und weißt genau, was drin ist.

Eigene Erfahrungen im Freundesreis eher negativ

Im Freundeskreis zeigt sich ein überraschend einhelliges Desinteresse an Eiweißbrot, obwohl alle als gesundheitsbewusst gelten. Keiner der Befragten hat Erfahrung mit Eiweißbrot oder sieht darin einen Mehrwert für die eigene Ernährung.

Gesunde Ernährung wird eher mit natürlichen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse verbunden, nicht mit speziellen Funktionsprodukten. Die meisten ignorieren oder lehnen Eiweißbrot pragmatisch ab, da sie „normales Brot“ bevorzugen und das Thema für unwichtig halten. Nur eine Person betrachtet Eiweißbrot aus einer wertorientierten Perspektive und achtet besonders auf Inhaltsstoffe und ökologische Aspekte.

Insgesamt recherchiert niemand gezielt nach Eiweißbrot oder sieht darin eine praktische Lösung. Auch Sport oder Diät spielen in diesem Zusammenhang keine Rolle. 


Lohnt sich Eiweißbrot also für dich? Egal, ob du abnehmen möchtest, dich proteinreicher ernähren willst oder einfach Abwechslung auf dem Brotzeitteller suchst – Eiweißbrot ist auf jeden Fall einen Versuch wert! Es punktet mit viel Eiweiß und wenig Kohlenhydraten, ist vielseitig belegbar und lässt sich ganz einfach selbst backen. Allerdings solltest du auf den höheren Fettgehalt und die Zutaten achten – und bei gesundheitlichen Bedenken immer Rücksprache mit deinem Arzt halten. Probiere es aus und entdecke, wie lecker bewusste Ernährung sein kann!

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