Geburt: Diese Dinge sollte man wissen

So individuell wie jeder Mensch ist, ist auch die Geburt einzigartig und kündigt sich auf unterschiedliche Art und Weise an. Eine natürliche Geburt durchläuft immer vier Phasen: Der Muttermund weitet sich in der Eröffnungsphase und das Kind dreht sich in der Übergangsphase in Startposition. In der Austreibungsphase wird es schließlich geboren und der Mutterkuchen, die Plazenta, sowie die Fruchtblase trennen sich in der Nachgeburtsphase vom Körper. Die Phasen stellen wir nachfolgend näher vor.

Die natürliche Geburt und ihre Phasen

Mit Geburt wird der Ausstoß des Babys aus der Gebärmutter bezeichnet. Dem Geburtsbeginn gehen bestimmte Anzeichen voraus. Dass die Geburt beginnt, zeigen:

  • Blutungen
  • ein Schleimpfropf geht vom Gebärmutterhals ab
  • Fruchtwasser, welches entweder tröpfchenweise oder als Schwall abgeht
Was Sie über die Geburt wissen sollten
Was Sie über die Geburt wissen sollten – © kieferpix / Adobe Stock

Die Geburt beginnt, wenn regelmäßige Wehen einsetzen. Sobald die Wehen alle 5-10 Minuten erscheinen, sollte die künftige Mutti ein Krankenhaus oder eine andere Einrichtung aufsuchen, in der das Kind auf die Welt gebracht werden soll. Mittlerweile gibt es aufgrund moderner Technik nur noch geringe Risiken für Mutter und Kind. Denn in Europa ist die Schwangerschaft- und Geburtsüberwachung sehr gut.

Der natürliche Weg eines Babys, welcher eingeschritten wird, damit es auf die Welt kommen kann, wird als Spontangeburt bezeichnet. Dennoch lässt sich niemals vorhersagen, wie genau die normale vaginale Geburt stattfinden wird. Im Einzelfall können aufgrund der Mechanik der Geburt Schädigungen des Beckenbodens stattfinden, aber auch eine Senkung der Gebärmutter oder Scheide oder Verletzungen im Bereich des Damms können in Einzelfällen auftreten.

Normalerweise dauert einen Geburt zwischen vier und 18 Stunden. Sie läuft in vier Phasen ab:

  • Eröffnungsphase
  • Übergangsphase
  • Austreibungsphase
  • Nachgeburtsphase

1. Phase: Eröffnungsphase

Die Eröffnungsphase wird eingeleitet, wenn regelmäßige kräftige Wehen in kurzen Abständen stattfinden. Dabei zieht sich bei jeder Wehe die Gebärmutter zusammen. Auf diese Art und Weise wird das Köpfchen des Babys tiefer ins Becken geschoben. Nach und nach öffnet sich unter diesem Druck der Muttermund. Dies geschieht so lange, bis er so weit ist, dass das Köpfchen des Kindes hindurchtreten kann. Hier können mehrere Stunden vergehen.

Bei Erstgebärenden dauert diese Phase durchschnittlich 8-14 Stunden. Mütter, die bereits zuvor ein Kind geboren haben, wird mit rund 6 Stunden gerechnet.

2. Phase: Übergangsphase

In der Übergangsphase dreht sich das Kind mehrmals auf dem Weg durch den Geburtskanal. Während der ersten Phase, der Eröffnungsphase, rutscht das Köpfchen quer in den Beckengürtel. Dadurch blickt das Kind zur Seite. Für die Geburt muss das Kind allerdings mit dem Gesicht zum Steißbein der Mutter, demnach nach hinten, blicken. Denn die breiteste Stelle des Babys, sein Schultergürtel, muss ebenfalls in das Becken eintreten können.

Die Übergangsphase ist ein sehr intensiver, allerdings auch kurzer Teil der Geburt. In dieser Phase werden die Wehen unregelmäßig und heftig.

3. Phase: Austreibungsphase

Kräftige Wehen schieben das Kind in der Austreibungsphase langsam nach draußen. Da der Geburtsweg gewunden und eng ist, muss sich das Baby erneut drehen. Denn es würde sonst nicht hindurch passen. Dabei werden der Muttermund und der Dammbereich extrem gedehnt. Die Austreibungsphase wird von vielen Müttern als die schmerzhafteste Geburtsphase beschrieben.

Die Mutter presst mit ihren Bauchmuskeln unwillkürlich das Kind nach unten. Zuerst erscheint das Köpfchen, danach die Schultern und der restliche Körper. Damit das Baby richtig atmen kann, befreien der Arzt oder die Hebamme das Neugeborene von dem Schleim, der sich auf seinem Gesicht befindet. Nun kann abgenabelt werden und der erste Hautkontakt mit der Mutter geschehen.

Die Austreibungsphase kann nur wenige Presswehen dauern, bei Erstgebärenden kann es bis zu 2 Stunden dauern, bis die Geburt überstanden ist.

4. Phase: Nachgeburtsphase

Kurz nach der Geburt beginnt die Gebärmutter erneut, sich zusammenzuziehen. In diesem Zeitraum wird die Plazenta von der Uteruswand abgelöst. Zusammen mit den Resten der Fruchtblase bildete sie die Nachgeburt. Mit einigen kräftigen Wehen wird sie ausgestoßen und die Hebamme oder der Arzt werden kontrollieren, ob die nach Geburt vollständig abgegangen ist. Sollten in der Gebärmutter Reste verbleiben, kann dies Infektionen oder schwere Blutungen auslösen. Falls erforderlich, werden die Nachgeburtsreste per Hand aus der Gebärmutter gelöst.

Alternative Kaiserschnitt

Bei einem Kaiserschnitt handelt es sich um einen medizinisch lange Jahre etablierten operativ-chirurgischen Eingriff. In diesem Fall wird das Baby aus dem Körper der Mutter durch den Bauch geholt. Ein Kaiserschnitt wird in der Regel im Voraus geplant, daher gibt es einen festgelegten Tag, in der der Kaiserschnitt durchgeführt wird. Manchmal wird der Kaiserschnitt aber auch aufgrund von Notfällen im Rahmen der natürlichen Geburt durchgeführt. Indikatoren dafür können sein:

  • Größe des Babys und des Beckens der Mutter passen nicht
  • Plazentaablösung oder Placenta praevia
  • In der Vergangenheit mehrere Kaiserschnitte
  • Querlage des Babys oder Steißlage

Erholung der Mutter nach der Geburt

Nach der Geburt bleibt die Gebärmutter noch einige Zeit vergrößert, bis sie fast die Größe erreicht, die sie vor der Schwangerschaft hatte. Dieser Prozess wird durch eine vaginale Entbindung und durch das Stillen beschleunigt. Durch ein Hormon, welches beim Stillen freigesetzt wird, werden Uterusmuskelkontraktionen stimuliert. Daher ist es möglich, dass während des Stillens im Unterleib Schmerzen verursacht werden.

Der Wochenfluss folgt auf die Geburt. Dabei handelt es sich um einen Ausfluss aus Schleim, Blut und Uterusgewebe. Etwa 6-8 Wochen nach der Geburt ist die innere Schicht der Gebärmutter wieder vollständig abgeheilt. Nachdem alle Strapazen der emotionalen Geburt überstanden sind, beginnt für Mutter und Kind die schöne Zeit. Mit Geburtskarten können die glücklichen Eltern ihre Freunde und Verwandte darüber informieren.


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Ein Gedanke zu „Geburt: Diese Dinge sollte man wissen“

  1. Ich weiß, dass ist nicht der Fokus von diesem Beitrag, aber ich finde man müsste auch mal die Rolle der Väter vor, während und nach der Geburt beschreiben. Das Thema Geburt ist allgemein mit Frauen assoziiert, da sie diejenigen sind, die physisch gebären können. Männer haben jedoch eine wichtige Rolle zu spielen, wenn es um die Geburt geht. Sie können als unterstützende Partner, Väter oder Geburtshelfer fungieren. Ihre Präsenz, Unterstützung und emotionale Stärke können für die Frau während des Geburtsprozesses sehr wertvoll sein.
    Und Männer können nicht nur in der Geburtsvorbereitung eine Rolle spielen, sondern auch in der Zeit nach der Geburt. Sie können bei der Pflege des Neugeborenen, der emotionalen Unterstützung der Mutter und der Aufrechterhaltung einer gesunden, unterstützenden Umgebung für die Familie eine aktive Rolle übernehmen.

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