Christkind oder Weihnachtsmann feiern an Weihnachten?

Die weihnachtliche Beschertradition als ein Fest der Vielfalt – denn in der besinnlichsten Zeit des Jahres umfängt uns ein wahrer Zauber, der durch Traditionen und Legenden aus verschiedenen Kulturen genährt wird. Eine Frage, die immer wieder für Gesprächsstoff sorgt, ist jene nach dem weihnachtlichen Geber der Geschenke – kommt in einigen Ländern der Weihnachtsmann und in anderen das Christkind? 

Woher stammen diese weihnachtlichen Figuren?

Die Geschichte der weihnachtlichen Gabenbringer ist ebenso faszinierend wie vielfältig. Beginnen wir mit dem Weihnachtsmann, bekannt als Santa Claus, Père Noël, Babbo Natale und unter vielen weiteren Namen. Sein Ursprt in der heutigen Türkei lebte und für seine Großzügigkeit bekannt war.

Wer bringt denn nun die Geschenke - Christkind oder Weihnachtsmann?
Wer bringt denn nun die Geschenke – Christkind oder Weihnachtsmann?

Dieser heilige Mann mutierte im Laufe der Jahrhunderte zu einerrt in der heutigen Türkei lebte und für seine Großzügigkeit bekannt war. volkstümlichen Figur, die besonders im niederländischen „Sinterklaas“ Anerkennung fand. Als die niederländischen Siedler im 17. Jahrhundert in die Neue Welt kamen, brachten sie auch ihre traditionellen Niklaus-Feiern mit, die sich in den USA zu dem modernen Weihnachtsmann weiterentwickelten.

Und nein, der Weihnachtsmann stammt nicht von der Coca Cola Company! Diese verbreitete Theorie besagt, dass Coca Cola den rot gekleideten Weihnachtsmann als Geschäftsidee für eine Werbekampagne in den 1930ern schuf. Tatsächlich trug der Weihnachtsmann Rot bereits in früheren Darstellungen, doch die Werbungen von Coca Cola haben sicherlich dazu beigetragen, dieses Bild weiter popularisiert und gefestigt.

Das Christkind hingegen hat seine Wurzeln in der deutschen Reformation. Martin Luther wollte den Fokus des Weihnachtsfestes wieder verstärkt auf die Geburt Christi lenken und entfernte sich damit von der heiligen Nikolaus-Figur, die mit den Katholiken assoziiert wurde. Daher führte er das Konzept des Christkinds ein, das die Geschenke als das Jesuskind bringt.

Wie gelangen der Weihnachtsmann und das Christkind in die Häuser?

Die Vorstellung, dass der Weihnachtsmann durch den Kamin kommt, ist besonders in Ländern verbreitet, in denen Häuser üblicherweise mit einem Kamin ausgestattet sind. Dieses Bild ist eng verknüpft mit dem Konzept des Hauses als familiärer Schutzraum, und der Kamin als solcher wird zum symbolischen Eintrittspunkt der guten Magie des Weihnachtsfests.

Das Christkind hingegen bewahrt sich eine gewisse himmlische Mystik. Es kommt leise und unsichtbar, oft während der Kinder in der Kirche sind oder bereits schlafen, und hinterlässt dabei die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum. Es ist eine sanfte und geheimnisvolle Präsenz, die die Stille der Heiligen Nacht unterstreicht.

Warum gibt es Unterschiede bei den Bescherungstagen?

Die Geschenke in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern kommen traditionell am Heiligabend, also dem 24. Dezember. Diese Praxis stützt sich auf die Vorstellung, dass Jesus am Abend geboren wurde, und somit beginnen die Feierlichkeiten entsprechend am Vorabend des Weihnachtstages.

In vielen anderen Ländern, besonders in der angloamerikanischen Tradition, findet der Austausch der Geschenke am Morgen des 25. Dezembers statt. Diese Gepflogenheit orientiert sich an der liturgischen Feier, bei der der Weihnachtstag mit dem ersten Licht des Morgens beginnt.

Es ist diese Vielfalt der Traditionen und Geschichten, die unsere Weihnachtsfeiern so reich und vielseitig gestalten. Ob der Weihnachtsmann in seinen rot-weißen Gewändern oder das zarte Christkind in lichten Schleiern – sie alle tragen zum Zauber des Festes bei und erinnern uns an die Freude des Gebens, die Liebe zur Familie und an die Stille und Besinnlichkeit, die das Weihnachtsfest umgibt.

Lasst uns diesen Gedanken in unser Herz schließen und die Feiertage als das zelebrieren, was sie sind: eine Zeit der Wärme, des Lichts und der Gemeinschaft, in welcher Form auch immer sie in unseren Häusern Einzug hält. Frohe Weihnachten!

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