Ein Konto schon für Kinder, muss das sein?

In der heutigen Zeit, in der sich seit der Banken- und Finanzkrise von 2007 bis 2009 die Zinsen auf historisch niedrigem Niveau bewegen, fragen sich Eltern, welche Form der Geldanlage sie wählen sollen. Lange vorbei sind die Zeiten in denen man für Sparbücher vier bis fünf Prozent bekam und sich das Ersparte signifikant erhöhte. Ein Kinderkonto zu eröffnen macht dennoch oder gerade wegen dieser Situation Sinn.

Konto für Kinder

Schließlich ist es nie zu früh, den Umgang mit Geld zu lernen.

Macht ein Konto für Kinder wirklich Sinn?
Ein Konto schon für Kinder ? – Bild von Bruno /Germany auf Pixabay

Leicht reden hatte der amerikanische Erdöl-Milliardär Jean Paul Getty, der die damals größte Tankerölflotte der Welt sein eigen nannte.  Von ihm stammt das viel zitierte Sprichwort „über Geld spricht man nicht, man hat es“.

Für Kinder kann diese Strategie jedoch verheerende Folgen haben. Was den Umgang mit Geld betrifft, halten sich Eltern besser an das Motto „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“.

Mit einem Kinderkonto lernt der Nachwuchs ohne großes Risiko mit Geld umzugehen. Schon Kleinkinder befassen sich beim Spielen mit dem Kaufmannsladen spielerisch mit dem Thema.

Sinn macht die Eröffnung eines Kinderkontos ab etwa 7 Jahren. Dann nämlich entwickelt der Nachwuchs einen Sinn für Regeln und hat in der Schule schon die Grundrechenarten kennengelernt.

Viele Experten empfehlen auch, Kindern ab dem Schuleintritt regelmäßig Taschengeld auszuzahlen. Es kann zur Gänze oder zu einem Teil auf das Kinderkonto eingezahlt werden. Mit einem Kinderkonto lernen Jungen und Mädchen auf realistische Weise mit Geld umzugehen.

Und da  vermutlich die wenigsten von uns Finanzgenies mit dem nötigen Weitblick sind, kann man sich online kostenlos einen Überblick darüber verschafffen, welche Angebote es für ein Konto für Kinder auch bei anderen Kreditinstituten und nicht nur bei den lokalen Banken und Sparkassen gibt.

Auch ihre Eltern bekommen ihr Gehalt nicht in bar ausgezahlt, sondern auf ein Girokonto. Eltern überweisen das Taschengeld einfach auf das Kinderkonto, auch Geldgeschenke von Verwandten zu Weihnachten, zum Geburtstag oder anderen Anlässen wandert direkt darauf.

Dass größere Investitionen unter Umständen nicht sofort getätigt werden können, lernt der Nachwuchs mit einem Kinderkonto. Das leidige Thema Haushaltsgeld kommt schließlich irgendwann auf jeden zu.  Denn auch die Eltern legen jeden Monat einen gewissen Betrag zur Seite um sich ein neues Auto kaufen zu können oder um den nächsten Familienurlaub zu finanzieren.

Ein Konto für Kinder ist eine zeitgemäße Variante des Sparbuches

Allerdings liegt das Geld nicht zu Hause, sondern wird in der Bank verwaltet. Sollte der Nachwuchs eine bestimmte Summe benötigen, kann sie am Bankschalter oder oft auch mit der Servicekarte im Foyer behoben werden. Somit sinkt das Risiko für Spontankäufe, weil sie vor dem Shopping den Weg zur Bank in Kauf nehmen müssen. Das Risiko ist bei einem Kinderkonto gering, da es keinen Überziehungsrahmen gibt.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Kinder das Internet abseits ihrer Freizeitgestaltung kennenlernen. Üblicherweise dient es zum Spielen, Musikhören oder um soziale Kontakte zu pflegen.

Ein Kinderkonto gibt Einblick in die Welt der Erwachsenen: Online Banking Varianten ermöglichen dem Nachwuchs, ihren Kontostand zu überprüfen. Sollten Eltern ihre Zustimmung geben, sind sogar online Überweisungen möglich.

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