Kunst und Erotik

Erotik in der Kunst – Bodypainting und Aktfotografie haben sich seit langer Zeit bewährt und werden auch künftig bedeutsam bleiben. Wer sich jedoch tiefgründiger mit diesen Themenfeldern beschäftigen möchte, sollte unbedingt den historischen Kontext näher beleuchten.

Die Historie von Kunst und Erotik

Die Geschichte der Kunst mit Blick auf den Schwerpunkt Erotik lässt sich nicht ganz einfach definieren. Hier stellt sich vor allem die Frage, was ist wirklich erotisch? Hier gehen die Meinungen mitunter recht deutlich auseinander. In jedem Fall sollte man bei dieser Art der Betrachtung auch eine Abgrenzung zur Pornografie vornehmen.

photoart 27 - malvorlagen-seite.deStreng genommen hat die Erotik in der Kunst bereits um etwa 500 v.Chr. ihren Anfang genommen, und zwar im alten Griechenland. Hier lassen sich Zeichnungen von leicht bekleideten Frauen (oft auch Göttinnen) finden, die durchaus eine Menge erotische Anziehungskraft ausstrahlen konnten.

Moderne Formen der Kunst

Die Bereiche Bodypainting und Aktfotografie sind eher der modernen Kunst zuzuordnen. Genauer gesagt geht es hierbei um angewandte Kunst, die sich in völlig unterschiedlichen Bereichen wiederfinden kann.

Bodypainting ist dabei ein sehr weites Feld und muss nicht zwangsläufig künstlerisch sein. Mitunter wird diese Form der modernen Körperbemalung auch auf Festivals angewendet. Hier geht es dann einfach nur darum gute Laune zu haben. Hierbei werden spezielle Farben angewendet., die direkt auf den Körper aufgebracht werden. Mitunter bewirft man sich hier auch mit Farbbeuteln. Gerade auf Festivals geht es teilweise recht wild zu und die Kunst steht dabei weniger im Vordergrund. Allerdings kann Bodypainting auch in Form von professionellen Fotoshootings zur Anwendung kommen.

Die Aktfotografie lässt sich hingegen wesentlich eindeutiger der angewandten Kunst zuordnen. Gerade in den letzten Jahrzehnten konnten hier durch die digitale Fotografie deutlich bessere Ergebnisse erzielt werden. Nun können die Bilder gestochen scharf dargestellt werden. Spezielle technische Effekte können hier auch bestimmte unerwünschte Effekte beseitigen. Die Aktfotografie wird unter anderem auch an Hochschulen der Kunst zum Einsatz gebracht.

Aktfotografie

Trotz unserer digitalen Welt ist die klassische Fotografie beliebter denn je. Denn die unterschiedlichen Bereiche der Fotografie machen es möglich, dass die einzelnen Ablichtungen durch Emotionen und Ausdruck charakterisiert werden. Die Aktfotografie stellt einen sehr bedeutsamen Bereich der Fotografie dar, der auf natürliche Weise besonders ausdrucksstark geprägt ist.

Aktfotografie – ein Trend voller Ästhetik

Entgegen vieler Vorstellungen handelt es sich bei der professionellen Aktfotografie um sehr ästhetische und würdevolle Ablichtungen. Wie es die Bezeichnung bereits vorgibt besteht die Aktfotografie aus der Ablichtung komplett nackter Körper. Diese können dabei als alleiniger Mittelpunkt des Bildes fungieren oder aber in eine bestimmte Kulisse eingefügt werden.

Die Kunst der Aktfotografie besteht darin den jeweiligen Körper bestmöglich abzulichten um die optische Schönheit und Einzigartigkeit der Person für immer festhalten zu können.

Die verschiedenen Bereiche der Aktfotografie

Die Aktfotografie findet heutzutage in ganz unterschiedlichen Bereichen Anwendung: zum einen gibt es die professionellen Models die sich der Aktfotografie für spezielle Werbekampagnen, erotische Bilder, etc. unterziehen. Diese Bilder können in Zeitschriften oder im Internet veröffentlicht werden.

Die Aktfotografie stellt aber auch einen wesentlichen Bereich an vielen Universitäten dar – zum Beispiel in den Fächern „Kunst“ bzw. „Fotografie“. Denn neben dem rein theoretischen Wissen sollten die Studenten ihr Können auch in der Praxis unter Beweis setzen um sich so kontinuierlich weiterentwickeln zu können.

Doch mittlerweile entscheiden sich auch immer mehr Laien für ein professionelles Shooting der Aktfotografie. So lassen sich nicht nur einzelne Bilder, sondern auch ganze Kalender erstellen die dann dem Partner als besonderes Präsent übergeben werden können.

Mit Perfektion zum Ziel

Grundsätzlich gilt: Die professionelle Aktfotografie kann nur durch gelerntes Fachpersonal erfolgen. Denn wie bei vielen anderen Bereichen so sollten auch bei der Aktfotografie wesentliche Aspekte berücksichtigt werden um ästhetische und erotische Bilder entwickeln zu können.

Ein wesentlicher Faktor liegt im Vertrauensverhältnis zwischen dem Fotografen und dem „Model“. Denn das völlige Entkleiden vor meist fremden Menschen stellt eine enorme Hürde dar, so dass der Gegenüber seine Arbeit mit absolutem Respekt und voller Achtung ausführen sollte. Denn nur so wird sich das Model ausreichend entspannen und „fallenlassen“ können und die Bilder locker und ästhetisch wirken.

Zusätzlich liegt es in der Kunst der Fotografie, dass mit gezielt eingesetzten Accessoires und Lichtverhältnissen eine optimale Ablichtung des Körpers erfolgen kann. Denn während der nackte Körper den eigentlichen Mittelpunkt des Fotos ausmacht so können Accessoires (zum Beispiel Ketten, Hüte, etc.) und ein perfekt eingestelltes Licht für ein harmonisches Gesamtbild sorgen, sodass der nackte Körper in seiner vollen Pracht abgelichtet werden kann.

Bodypainting – die malerische Körperkunst

Das Bodypainting ist eine neuzeitliche Form von Kunst, bei der ein Teil des Körpers oder der gesamte Körper bemalt wird. Daher stammt auch der englische Begriff „Bodypainting“, welcher übersetzt Körperbemalung heißt.

Bodypainting
Bodypainting – Ästhetische Körperbemalung – © www.freund-foto.de / Adobe Stock

Die Gründe für eine solche Art der künstlerischen Gestaltung sind unterschiedlich und richten sich auch nach dem jeweiligen Herkunftsland. So könnte die Religion oder ein Ritual ebenso der Anlass für ein Bodypainting sein wie die Selbstinszenierung, die Tarnung, der Wunsch nach Individualität oder ein bestimmtes Kunstprojekt. Diese Tradition reicht weit zurück, denn Körperbemalung fand bereits zu Urzeiten statt.

Die Geschichte des Bodypaintings

Die ersten Hinweise auf eine Körperbemalung sind in der Steinzeit datiert. Die damalige Höhlenmalerei zeigt den Kult, wenngleich früher noch Naturprodukte wie Holzkohle und Erdfarbe verwendet wurden. Auch unter den Indianerstämmen war die Körperverzierung mittels Farbe ein fester Brauch, der über geführte Kriege oder erfolgreiche Jagdausflüge Aufschluss gab. Insbesondere die Hippie-Bewegung in den 60er Jahren brachte das kunstvolle Verschönern des Körpers mit Farben dann in die westliche Welt und galt als Symbol der Unabhängigkeit.

Mittlerweile reichen die Einsatzgebiete des Bodypaintings von entsprechenden Festivals, über internationale Veranstaltungen wie Fußballweltmeisterschaften oder Technopartys bis hin zu der dekorativen Verwandlung von Clowns sowie Artisten im Zirkus. Sogar Meisterschaften im Bodypainting werden ausgetragen, weil die malerische Darstellung auf einem lebendigen und beweglichen Untergrund eine der schwierigsten Disziplinen eines Künstlers ist. Je nach Land hat sie zudem einen festen Brauch.

Die kulturelle Verbreitung der Körperbemalung

Bodypainting ist in vielen Teilen der Welt eher eine rituelle Angelegenheit, aus der die moderne Körpermalerei hervorging. In Neuseeland war das sogenannte „Moko“ beispielsweise seit Beginn an ein Erkennungszeichen, zu welchem Stamm die Einwohner gehörten, während das Bodypainting in Australien eine religiöse Zeremonie begleitet. Eine der bekanntesten Arten von Körperbemalung ist das Make-up der japanischen Geisha und gerade in Verbindung mit Henna hat das Bodypaiting in Indien die Aufgabe, junge Bräute zu verschönern. Letztere Variante hält daraufhin mehrere Monate und kann auch als semi-permanente Tätowierung betrachtet werden. Das Bemalen nackter Haut hat allerdings mehrere Facetten, denn es sind die unterschiedlichsten Verfahrensweisen für ein perfektes Bodypainting geläufig.

Techniken und Equipment für das Bodypainting

Die Körperbemalung sollte stets mit exzellenten Farben durchgeführt werden, die hautverträglich, vegan und frei von jeglichen Duftstoffen sind. Dies umgeht allergische Reaktionen. Weiterhin ist es ratsam, ausschließlich sterile Werkzeuge wie Pinsel zu verwenden, damit die Hygiene gewährleistet wird.

Meistens arbeiten die Künstler mit Farben, die sich an der Bodypainting-Variante orientieren. Wer mit klassischen Pinseln oder Schwämmen malt, nutzt Cremeschminke, während großflächige Bemalungen besser mit Nassschminke funktionieren. Colourblogging gelingt dagegen mit einem Flachpinsel und einer sparsamen Wassermenge, die verhindert, dass die Farben zu sehr verlaufen.

Inzwischen konnte sich auch die Airbrush-Technik etablieren, weil sie ebenmäßige und schnelle Ergebnisse garantiert, bei denen die fettige Farbe äußerst dünn aufgetragen wird. Ein dazugehöriges Gerät, der Kompressor sowie diverse Schablonen erzielen fließende Farbverläufe, Schattierungen und täuschend echte Kunstwerke. Manchmal kommt ebenfalls UV-Schminke oder Glitzer zum Einsatz, speziell, wenn das Bodypainting Special Effects präsentieren soll.

Zur Vorbereitung müssen die Models geduscht und an Beinen oder Armen rasiert sein. Somit wird sichergestellt, dass die Farben gut haften und das Bild am Ende keine störenden Härchen ziert. Handelt es sich um eine Teilkörperbemalung, nimmt sie etwa zwei bis höchstens vier Stunden in Anspruch. Ganzkörpermalerei kann wiederum mehr als sechs Stunden voraussetzen. Gemäß dem Motiv darf das Model in dieser Zeit stehen, liegen oder sitzen. Hinsichtlich der Kreativität hat der Künstler aber freie Hand.

Die Muster und Entfernung der Körpermalerei

Das Bodypainting ist geprägt von Vielseitigkeit. Demnach treten die ausgefallensten Motive in Erscheinung. Sehr beliebt sind Wildtiere, Landschaften oder auch Bauwerke, da sich die vielen Details der Vorlage ideal in das Kunstwerk integrieren lassen. Professionelle Künstler sind hierbei in der Lage, die Malerei so auszuführen, dass das lebendige Objekt von einer Leinwand mit dem Original-Bild nicht mehr zu unterscheiden wäre.

Grundsätzlich ist das Bodypainting aber eine Kunst, die nur einige Stunden oder höchstens einen Tag anhält. Im Vergleich zu dem aufwendigen Bemalungsprozess zeigt sich das Abwaschen deutlich unkomplizierter. Eine warme Dusche mit etwas Seife oder Duschgel genügt, um die Malerei zu entfernen. Nach Gebrauch empfiehlt sich eine trockene und saubere Lagerung der Farben, die eine Schimmelbildung verhindert.

Das Bodypainting selbst ist jedoch eine extravagante Kunst, die fantasievolle Unikate mithilfe von menschlichen Leinwänden realisieren kann.


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