Unterschied zwischen Viren und Bakterien

Bakterien und Viren-man hört nahezu ständig im Fernsehen, im Radio und in den Nachrichten davon. Aber was ist der Unterschied zwischen den beiden gefürchteten Erregern? Beide Erreger können wir nicht mit bloßem Auge sehen. Aber die Unterschiede sind elementar. Wir erklären die Unterschiede in nicht-medizinischer Ausdrucksweise.  Im Zweifelsfall aber bitte an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin wenden.

Was sind die Unterschiede zwischen Bakterien und Viren?

Das einzige was die meisten Menschen wissen, ist, dass sie krankmachen. Damit hat es sich jedoch auch schon. Aber worin unterscheiden sie sich noch? Was ist gefährlicher und wie werden sie behandelt? Folgend sind die wichtigsten Aspekte zur Unterscheidung von Bakterien und Viren aufgelistet.

Was sind die Unterschiede zwischen Viren und Bakterien
Was sind die Unterschiede zwischen Viren und Bakterien – Bild von Pixaline auf Pixabay

Der Größenunterschied

Die Größe der Bakterien und Viren ist der entscheidende Faktor schlechthin, wenn es darum geht, die beiden zu unterscheiden. Denn ein Bakterium viel größer. Bis zu 100 Mal. Bakterien kann man aus diesem Grund auch mithilfe eines Lichtmikroskops erkennen. Sie haben einen Durchmesser von etwa einem halben bis zu einem Mikrometer. Viren sind nur per Elektronenmikroskop sichtbar und identifizierbar.

Der Aufbau

Viren sind viel unkomplizierter aufgebaut. Während Bakterien mit einer Zellwand strukturiert sind, Ribosomen und Zytoplasma, sowie einen Zellkern besitzen, haben Viren nur eine Proteinwand, in welcher eine DANN, sprich ein gewisses Erbgut, vorzufinden ist.

Die Vermehrung

Im Vergleich zu Bakterien brauchen Viren einen Wirt. Das bedeutet, dass sich Viren nur vermehren können, wenn sie sich wie Parasiten in eine Zelle einschleusen. Sie nutzen dann die Eigenschaften der Zelle, um ihr Erbgut innerhalb dieser, bei der natürlichen Zellteilung zu vermehren. Bakterien vermehren sich durch die sogenannte Zellteilung, bei welcher die DNA kopiert wird, das Bakterium dann sich in der Mitte abbindet und sich dann teilt. Das Ergebnis benennt man dann als Tochterzelle. Diese zwei Zellen können sich dann wieder vermehren.

Viren leben nicht

Viren besitzen keinen eigenen Stoffwechsel. Bakterien brauchen Grundvoraussetzungen, daher auch die Unterscheidung aerober Bakterien (also Bakterien, die Sauerstoff benötigen) und anaerober Bakterien (die keinen Sauerstoff benötigen). Einige Bakterien benötigen auch andere Stoffe, wie beispielsweise Licht oder Phosphor.

Die Art der Infektion

Viren sorgen dafür, weil sie sich in die menschlichen Zellen einschleusen, dass das körpereigene Immunsystem die eigenen Zellen angreift und zerstört, weil die Viren sich ja in den Zellen befinden. Beispielsweise geschieht dies bei dem HIV-Virus, welcher dann AIDS als Autoimmunerkrankung auslöst. Bakterien haben, weil sie ja einen eigenen Stoffwechsel haben, auch Abbauprodukte, von denen einige für den Menschen schädlich sind.

Differenzen in der Behandlung

Das Weitverbreitete Gerücht, man würde bei einem Grippevirus Antibiotika verschrieben bekommen stimmt nicht. Antibiotika helfen nur gegen Bakterien, weil sie sie angreifen und beispielsweise deren Zelluläre Wand abbauen. Dadurch werden diese geschädigt und sterben ab. Antibiotika haben den Vorteil, dass sie nur die Bakterienwand angreifen und nicht die menschlichen Zellen. Grund dafür ist der Aufbau dieser Zellstrukturen.

Eine andere Möglichkeit Bakterien zu eliminieren, ist es, Antibiotika zu verabreichen, die das Umfeld der Bakterien so verändern, dass sie nicht mehr überleben können, oder sich zumindest nicht vermehren.

Viren sind dabei etwas komplexer, da sie schwerer sind, gezielt zu bekämpfen. Den größten Teil der viralen Infektion muss der Körper bekämpfen.

Bei Virusinfektionen können oft auch leider nur Symptome gelindert werden. Meist funktioniert dies auch sehr gut, denn das Menschliche Abwehrsystem ist extrem stark. Die Medikamente, die gegen Viren helfen, heißen Virostatika. Leider können diese die Viren nicht bekämpfen, ohne die körpereigenen Zellen des Menschen auch zu schädigen. Es wurde bisher auch noch kein Medikament gefunden, welches nicht den Körper auch schädigt.

Viren und Bakterien sind also nur in einem Punkt miteinander vergleichbar: Sie schaden dem Körper. Jedoch nicht alle Bakterien schaden dem Körper. Einige Bakterien leben mit dem Menschen in Symbiose. Viele davon sind für uns sogar lebenswichtig. Viren hingegen haben für den Menschen keinen Nutzen.

Desinfektionsmittel, die gegen Bakterien schützen, helfen oft gar nicht gegen Viren! Also im Zweifelsfall die Beschreibung lesen,  bevor man sich in trügerischer Sicherheit wiegt.

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