Balkonblumen | Garten und Pflanzen

Wenn die ersten Sonnenstrahlen durch die Wolken blitzen, dann möchte jeder Hobbygärtner der das Glück hat einen Balkon zu besitzen, die ersten Blumen pflanzen. Doch gerade hier ist Vorsicht geboten.

Die 5 häufigsten Fehler bei der Balkonbepflanzung

Denn im März, April und auch noch Anfang Mai kann es nachts noch Bodenfrost geben. Dann haben die schönsten Balkonblumen keine Chance mehr, sich vor dem Frost zu retten. Eine Balkonbepflanzung, die einmal Frost abbekommen hat, ist nicht mehr zu retten. Warten Sie mit Ihrer Balkonbepflanzung bis die Eisheiligen am 16. Mai vorbei sind, denn dann ist meistens nicht mehr mit Bodenfrost zu rechnen.

Balkonbepflanzung gibt es in allen möglichen Variante
Balkonbepflanzung gibt es in allen möglichen Varianten – © Mihai Blanaru / Adobe Stock

Bevor Sie mit der Balkonbepflanzung beginnen, säubern Sie zuerst die Blumenkästen von Erde und Schmutz des vergangenen Jahres. Das geht gut mit einem Handfeger, Wasser oder auch einer Drahtbürste. Bei starker Verschmutzung können Sie auch Wasser mit Essig oder Zitronensäure mischen.  Wenn Sie die Balkonkästen richtig sauber machen, dann vermeiden Sie so die Ansteckung der neuen Pflanzen von eventuellen Schädlingen und Krankheiten.

Richtig pflanzen will gelernt sein

Wenn Sie ein Blumen haben möchten, die lange in ihrer Pracht blühen, dann sollten Sie beim Pflanzen einige Regeln beachten. Setzen Sie die Blumen nicht nur in die Blumenerde.

Nachdem die Blumenkästen nun sauber sind, füllen Sie den unteren Bereich mit einer Schicht aus Blähton. Das ist ein Schutz, der verhindert, dass sich das Gießwasser staut. Der Blähton speichert zudem das Wasser auch an wärmeren Tagen und versorgt so die Pflanzen mit genug Feuchtigkeit. Ãœber den Blähton legen Sie dann ein Trennvlies. Das Vlies verhindert, dass die Blumenerde in die untere Drainageschicht gelangt. Wenn Sie nun noch einen Langzeitdünger oder eine Schicht Hornspäne in die Blumenerde mischen, dann haben Sie alles für eine lange Blütezeit der Balkonbepflanzung getan.

Nehmen Sie nun die Pflanzen vorsichtig aus dem Kunststofftopf. Bevor Sie die Pflanze in den Balkonkasten setzen, lösen Sie den Wurzelballen. Das geht mit den Fingern oder bei einer stärkeren Wucherung auch mit einer Schere. So ist gewährleistet, dass sich die Pflanzen besser verwurzeln können.  Drücken Sie die Pflanzen fest in die Erde und füllen Sie mit Blumenerde auf. Bis zum Rand des Blumenkasten sollten Sie etwa 2 cm frei lassen, damit das Gießwasser nicht überlaufen kann.

Richtig gießen

Auch beim Gießen kann man einiges falsch machen. Blumen, die im Garten stehen haben einen größeren Wasservorrat als Blumen in Blumenkästen. Blumen, die in der Sonne stehen brauchen mehr Wasser als die, die im Schatten stehen.

Pflegetipps für Balkonpflanzen

Jeder Hobbygärtner möchte lange Freude an seinen Balkonpflanzen haben. Hier nun die besten Pflegetipps für Balkonpflanzen.

Wenn Sie die Balkonpflanzen gleich beim Einpflanzen mit Dünger angereichert haben, dann haben Sie erst einmal alles richtig gemacht. Das hei?t aber nicht, dass Sie sich nun nicht mehr um die Pflege und das Düngen der Pflanzen kümmern müssen. Wenn Sie keinen Langzeitdünger benutzen, dann sollten Sie nach einigen Wochen die Balkonpflanzen mit neuem Dünger versorgen. Der Dünger versorgt die Blumen mit einem Phosphatanteil und fördert so die Bildung der Blüten.

Wie erkennt man gute Blumenerde?

Blumenerde, die für Ihre Pflanzen gut ist, erkennen Sie daran, dass Sie locker durch die Finger rinnt. Billige Blumenerde erhalten viel Torf und Rinde oder haben einen hohen Salzgehalt. Dadurch kann das Wachsen der Pflanzen beeinträchtigt werden und die Blumen können anfälliger für Krankheiten sein. Ideal wäre es, die Blumenerde mit Kompost, Styroporflocken und Blumendünger anzureichern um den Sauerstoffgehalt des Erdreichs zu optimieren.

Was tun gegen Schimmel im Blumenkasten?

Obwohl Sie Ihre Blumen liebevoll pflegen, regelmäßig düngen und gießen hat sich ein weißer Belag auf der Blumenerde gebildet? Dieser Schimmelbelag ist für die Blumen schädlich und sollte entfernt werden. Der Schimmelbelag kann durch zuviel Nässe gebildet worden sein.

Um den Schimmelbelag zu entfernen, sollten Sie die Blumenerde komplett entsorgen und den Blumenkasten mit frischer Erde auffüllen. Vergessen Sie aber nicht, den Blumenkasten gründlich zu reinigen, sonst war die Arbeit vergebens.  Gießen Sie Ihre Balkonblumen sparsam, dafür aber häufiger. So können Sie der Staunässe vorbeugen und der Schimmel kann sich gar nicht erst bilden.

Verblühte Blüten entfernen

Damit Ihre Blumen lange schön bleiben, sollten Sie einige Pflegetipps für Balkonpflanzen beachten. Verblühte Blüten sollten regelmäßig abgeknipst werden. Dadurch können die Pflanzen schneller neue Knospen bilden.

Richtig gießen

Balkonpflanzen, die auf einem sonnigen Südbalkon stehen brauchen mehr Wasser, als Balkone, die zur Nordseite zeigen. Auch bei der Auswahl der Pflanzen sollten Sie darauf achten, ob die Blumen die Sonnen- oder lieber die Schattenseite bevorzugen. Balkonpflanzen, wie Sukkulente oder Echeverien, können durch die dickfleischigen Blätter Trockenzeiten besser überstehen, als zum Beispiel Geranien.

Auch ein Sonnenschutz ist für Balkonpflanzen sehr angenehm.

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen eine Palme auf Ihren Balkon zu stellen, dann entscheiden Sie sich für eine Dattel oder Phönixpalme. Andere Palmen benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit, die es auf dem Balkon nicht unbedingt gibt.

Pflanzen gedeihen mit viel Pflege und Liebe. Vergessen Sie nicht das regelmäßige Düngen und natürlich auch das Gießen. Wenn Sie diese Tipps beachten, dann werden Sie lange Freude haben an Ihren Balkonpflanzen.

Balkonpflanzen richtig einpflanzen

Jeder der einen Balkon sein Eigen nennen kann, wird sich nicht nur im Sommer glücklich schätzen. Auch wenn es Ihnen schon bei den ersten Sonnenstrahlen in den Fingern kribbelt und Sie schon den Balkon bepflanzen möchten, sollten Sie wirklich warten, bis die Eisheiligen vorbei sind. Das ist Mitte Mai. Dann ist die Gefahr sehr gering, dass die zarten Balkonpflanzen durch nächtlichen Frost geschädigt werden. Geranien, Margeriten und auch Begonien sind besonders beliebte Balkonpflanzen, die aber auch besonders frostempfindlich sind.

Auch sollten Sie überlegen, welche Blumen Sie am Besten pflanzen können. Liegt Ihr Balkon zur Süd- oder Nordseite? Welche Balkonpflanzen lieben die Sonne, oder lieber den Schatten? Haben Sie ausreichend Balkonkästen zur Verfügung? Wie viele Pflanzen benötigen Sie eigentlich um Ihren Balkon wunderschön aussehen zu lassen? Wenn Sie diese Fragen beantwortet haben, dann können Sie mit der Balkonbepflanzung beginnen.

Blumenkästen und Töpfe reinigen

Wenn Sie die Blumenkästen oder Blumentöpfe vom letzten Jahr benutzen wollen, dann sollten Sie eine Grundreinigung der Behälter vornehmen. So können Sie gewährleisten, dass eventuelle Schädling vernichtet werden. Dafür können Sie mit einer Drahtbürste hartnäckige Verkrustungen entfernen.

Balkonpflanzen richtig einpflanzen

Balkonpflanzen sollten nicht einfach nur in irgendeine Blumenerde gesetzt werden. Nehmen Sie sich ein wenig mehr Zeit, damit Ihre Pflanzen der Hingucker werden. Beginnen Sie mit einem Blähton, der als untere Schicht in die Blumenkästen gefüllt wird. Das verhindert, dass sich Staunässe bildet. Der Ton speichert Gie?wasser und gibt auch an wärmeren Tagen die Feuchtigkeit an die Blumen weiter. Ãœber den Blähton legen Sie eine Schicht Trennvlies, damit sich die Blumenerde nicht mit dem Ton verbinden kann. Wenn Sie alles richtig machen wollen, dann mischen Sie nun Blumenerde mit einem Langzeitdünger.
Füllen Sie nun gro?zügig die Blumenerde in die Balkonkästen.

Nehmen Sie die zarten Blumenpflanzen vorsichtig aus den Plastiktöpfen. Fassen Sie die Pflanzen möglichst unten an und drücken Sie den Plastiktopf mit der anderen Hand an verschieden Stellen zusammen, damit sich der Pflanzballen lösen kann. An den meisten Pflanzen werden Sie Verwurzelungen finden, die Sie ganz leicht mit den Fingern oder einer Schere trennen können. Die Verwurzelungen müssen getrennt werden, damit die Pflanze sich wieder neu ausbreiten kann.

Setzen Sie nun die Blumenpflanzen an die dafür vorgesehene Stelle und drücken Sie vorsichtig den Ballen fest. Nun mit Erde auffüllen und dabei ungefähr 2 cm zum Rand der Blumenkästen frei lassen. Damit verhindern Sie ein mögliches Überlaufen beim Gießen.

Welche Pflanze gedeiht auf welchem Balkon?

Bei der Auswahl der Pflanzen sollten Sie unbedingt darauf achten, ob Sie einen sonnigen oder eher schattigen Balkon haben. Für jeden Balkon werden Sie im Handel die passende Balkonblume finden.

Pflanzen für den Sonnenbalkon

Auf der Südseite gedeihen wunderbar Geranien, Petunien, Margeriten, Zauberglöckchen und natürlich viele andere. Sie können aber auch blühende Blumen mit Buntnesseln in einen Kontrast setzen.  Alle Pflanzen auf der Südseite des Balkons benötigen viel Wasser. Balkonkästen mit eingesetztem Wasserspeicher sind daher besonders interessant.  Gießen Sie Ihre Pflanzen immer morgens oder abends. Gerade in den frühen Morgenstunden können die Pflanzen das Wasser besonders gut aufnehmen.

Möchten Sie Ihrem Balkon einen mediterranen Flair geben, dann können Sie auch Bougainvillea oder Oleander pflanzen. Diese Pflanzen lieben die Sonne und gedeihen prächtig.

Pflanzen für Ost- und Westbalkone

Wenn Sie einen Balkon besitzen, der eine Ost- oder Westausrichtung hat, dann können Sie sich glücklich schätzen. Bei einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Sonne und Schatten können Pflanzen wunderbar gedeihen. Auf den Ost- und Westbalkonen wachsen alle Pflanzen und entfalten ihre herrliche Blütenpracht.

Ein wichtiger Gesichtspunkt bei der Balkonbepflanzung ist der Wind. Wie oft sieht man abgebrochene Blüten und entwurzelte Pflanzen. Bieten Sie Ihren Pflanzen einen Windschutz, damit sie geschützt sind. Sie können aber auch auf hängende Sorten, wie Hängegeranien und hängende Petunien verzichten.

Pflanzen für Nordbalkone

Auch wenn Sie einen Nordbalkon haben, können Sie dennoch Blumen pflanzen. Bei der Bepflanzung eines Schattenbalkons sollten Sie Pflanzen kaufen, die eher anspruchslos und pflegeleicht sind. Aber auch für diese Balkone gibt es viele verschiedene Blumen. Fleißiges Lieschen, Edelfischen, Fuchsie, Hortensie, Begonie, Glockenblume und andere.
Sie können auch die Pflanzen mit Buchsbäumchen anreichern. Kleine Bäume bilden einen schönen Kontrast zu den bunten und blühenden Pflanzen.

Blumen, die auf einem Nordbalkon zu Hause sind, benötigen sehr viel weniger Wasser, als Pflanzen auf anderen Balkonen. Um zu prüfen, ob eine Pflanze Wasser benötigt, drücken Sie Ihren Finger in die Erde. Wenn die Erde noch feucht ist, dann brauchen die Blumen kein Wasser.

Beim Gießen der Pflanzen sollten Sie darauf achten, dass keine Staunässe entsteht. Gerade auf einem Nordbalkon verdunstet das Wasser nicht so schnell. Bei den meisten Pflanzen wird durch das Abzupfen der verwelkten Blüten das Wachstum und die Blütenpracht gefördert.  Gerade bei Pflanzen auf Nordbalkonen sollten Sie möglichst sofort die verwelkten Blüten abzupfen, weil sie es sowieso schwerer haben ihre Pracht zu entfalten.

Tipps für Balkonpflanzen

Spätestens Mitte Mai, wenn die Eisheiligen vorbei sind, werden die meisten Hobbygärtner nicht mehr zu halten sein. Die Bauernregel sagt, wenn die Eisheiligen vorbei sind, dann gibt es keinen Nachtfrost mehr und die zarten Knospen können nicht erfrieren. Gerade die allzeit beliebte Begonie und auch Geranien reagieren sehr empfindlich auf Nachtfrost.

Bevor Sie mit der Bepflanzung der Balkonkästen beginnen, sollten Sie herausfinden, auf welcher Seite Ihr Balkon liegt. Denn ob Sonnen- oder Schattenbalkon bestimmt die Auswahl der Blumen.

Jedes Jahr, wenn die Zeit gekommen ist, wollen die Hobbygärtner besonders schöne Blumen pflanzen und den Balkonkasten noch schöner machen als im Jahr davor.  Einen Balkonkasten besonders phantasievoll zu gestalten, ist kein Problem. Die Auswahl an Pflanzen ist für jeden Balkon sehr groß. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Blüten geschlossen und die Stiele nicht abgeknickt sind. Verzichten Sie möglichst auf langstielige Blumen. Sie können schnell vom Wind abknicken.

Wenn Sie nicht nur Blumen, sondern auch etwas ernten wollen, dann versuchen Sie es doch mit Tomatenpflanzen. Fragen Sie einen Gärtner, welche Tomaten für welche Balkonausrichtung besonders gut sind.

Wenn Sie zarte Töne in pastell Farben bevorzugen, dann wählen Sie zum Beispiel Zauberglöckchen, die besonders wind- und regenstabil sind. Die Zauberglöckchen können mit Pflanzen in wei? kombiniert werden. Hängepetunien mit kleinen und mittelgroßen Blüten sind besonders widerstandsfähig. Als Einfassung für den Blumenkasten können Sie Lakritzkraut nutzen.

Vielleicht möchten Sie in diesem Jahr aber lieber alles Ton in Ton pflanzen. Wählen Sie ein schnell wachsendes Zauberglöckchen mit Japan-Segge. Mit niedlichen Elfenspiegeln und Hängepetunien zaubern Sie einen ansprechenden Balkonkasten.

Für Nordbalkone können Sie auch Edellieschen aussuchen, denn sie sind flei?ige Dauerblühet. Auch Fuchsien fühlen sich im Schatten wohl. Hängende Fuchsien können Sie in den vorderen Bereich des Blumenkasten setzen und mit einer gepunkteten Buntnessel kombinieren.

Ein schöner Balkon mit blühenden Pflanzen will gepflegt werden. Je mehr Pflanzen Sie haben, desto mehr Arbeit haben Sie unweigerlich. Deswegen sollten Sie gut überlegen, welche Blumen und wie viele Blumen Sie pflanzen möchten. Balkonpflanzen müssen regelmäßig gegossen werden und die verwelkten Blüten müssen entfernt werden. Außerdem dürfen Sie das regelmäßige düngen nicht vergessen. Vielleicht müssen Sie die Blumenkästen auch mit Blumenerde auffüllen oder sogar neu umtopfen.

Denken Sie auch an eine Urlaubspflege. Denn gerade während der Sommerzeit brauchen die Pflanzen Wasser und auch Pflege.

Jedes Jahr wird die Auswahl der Blumen und Pflanzen größer. Die richtige Auswahl wird dadurch immer schwieriger.  Aber – jedes Jahr ist der Balkonkasten schöner als im Jahr davor.

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