Lesen ist wichtig | Erziehung

Unser tägliches Leben setzt im Prinzip voraus, dass wir lesen und schreiben können, ohne dass es jedoch selbst überlebenswichtig ist. Überall sind wir von Schriften umgeben, die uns mehr oder weniger informieren wollen. Das merken auch Kinder schon sehr früh, da sie von Natur aus neugierig und wissbegierig sind, sie jedoch selbst mit den vielen Buchstaben und Wörtern lange Zeit nichts anfangen können.

Warum sind Kinderbücher und Lesen wichtig?

Lesen muss jedoch nicht unbedingt immer selbst lesen bedeuten. Hierzu gehört nämlich auch das Vorlesen, das schon lange vor der Schulzeit bzw. auch schon kurz nach der Geburt beginnen sollte.

Vorlesen und gemeinsam Kinderbücher lesen
Vorlesen und gemeinsam Kinderbücher lesen – © Dan Race / Adobe Stock

Je früher mit dem Vorlesen begonnen wird, desto eher können sich Gewohnheiten und Rituale verfestigen. Lesen wird damit automatisch zu einem ganz wesentlichen und selbstverständlichen Bestandteil des Lebens. Je selbstverständlicher das Lesen für Kinder im Alltag ist, desto größer ist die Chance, dass sie später zu guten Lesern werden.

Eine Grundvoraussetzung des Vorlesens ist aufseiten der Kinder die Fähigkeit des Zuhörens. Diese entwickelt sich bereits in den ersten Lebensmonaten, da in diesem Zeitraum schon die Basis für die Sprache gelegt wird.

Kinderbücher können bei der Entwicklung der Sprache eine große Unterstützung sei. Dies fängt bereits mit den ersten Bilderbüchern an. Durch das gemeinsame Betrachten der Bilder mit zusätzlichen Bemerkungen, Erklärungen oder Geschichten, beginnt bereits der Lernprozess. Damit ist das Fundament für das spätere Lesen bereits gelegt. Dieses wird im Laufe der Zeit dann immer weiter ausgebaut, indem die Texte allmählich länger werden und die Bilder immer weiter in den Hintergrund treten.

Warum Kinderbücher?

Neben der Entwicklung der Sprache fördern Kinderbücher gleichzeitig von Beginn an die Allgemeinbildung. Das fängt schon bei den ersten Bilderbüchern an, indem zunächst einfache Gegenstände abgebildet und erklärt werden. Mittlerweile gibt es für jedes Lesealter und über beinahe jedes Thema passende Kinderbücher, die auch größere Zusammenhänge in leicht verständlicher Sprache und durch zusätzliche Bebilderung erklären.

Sobald Kinder anfangen selbst zu lesen, stehen ihnen wiederum spezielle Kinderbücher zur Verfügung. Diese sind oftmals unterteilt in Bücher für Erstleser oder für ein bestimmtes Lesealter. Die Schriftgröße und der Text sind dabei dem jeweiligen Alter angepasst. Wichtig ist allerdings, dass das Lesen auch in dieser Lebensphase als so selbstverständlich wie möglich angesehen werden sollte und frühere Rituale, wie das Vorlesen vor dem Einschlafen, nicht plötzlich aufhören, sondern neu eingebunden werden.

Kinderbücher sind daher nicht nur für das Erlernen des Lesens und des Schreibens wichtig. Sie sind außerdem ein wichtiger Bestandteil der frühkindlichen Entwicklung.

Lesen können hilft auch bei Mathe

Sinn erfassendes Lesen bedeutet, einen Text zu lesen und dabei gleichzeitig zu verstehen. Im ersten Schuljahr bekommen Kinder erst einmal das Werkzeug mit auf den Weg, Buchstaben beziehungsweise Wörter werden lautiert, geschrieben und schließlich erlesen. Natürlich beginnt dies Wort für Wort.

Manche Kinder können bereits schon zu diesem Zeitpunkt jeden Satz – Wort für Wort – Sinn erfassend lesen, andere jedoch tun sich schwer damit. Selten liegt wirklich eine Teilleistungsstörung vor, die behandelt werden muss. Ansonsten genügt es, das Sinn erfassende Lesen mit dem Kind zu trainieren.

Wie wichtig das ist, merken Eltern spätestens dann, wenn es in Mathematik an Textaufgaben geht. Denn wie sollen diese schnell und richtig gelöst werden, wenn das Kind die Sätze zwar vorlesen kann, aber nicht oder erst nach dem dritten Lesen begreift, was es tun soll?

Sinn erfassendes Lesen an einfachen Texten üben

Beginnen Sie das Üben des Sinn erfassenden Lesens an einfachen kurzen Texten, die Sie dann im Laufe der Zeit steigern. Sie können auch abschnittsweise ein besonderes Kinderbuch lesen – erlaubt ist, was dem Kind gefällt und sein Interesse weckt.  Lassen Sie das Kind zunächst grob erzählen, was es gelesen hat. Danach können Sie Fragen zum Text stellen, die auch mit der Zeit an Schwierigkeit zunehmen. Manchmal helfen Fragen wie Wer? Wie? Warum? Wo? Wann?, um einen Text besser Sinn erfassend zu lesen. Im Laufe der Wochen können Sie auch die Textmenge erhöhen, sodass zum Schluss ganze Kapitel gelesen werden können. Wichtig ist: Überfordern Sie Ihr Kind nicht, sonst verliert es vielleicht für immer die Lust am Lesen!

Sinn erfassendes Lesen bedeutet, einen Text zu lesen und dabei gleichzeitig zu verstehen. Im ersten Schuljahr bekommen Kinder erst einmal das Werkzeug mit auf den Weg, Buchstaben beziehungsweise Wörter werden lautiert, geschrieben und schließlich erlesen. Natürlich beginnt dies Wort für Wort. Manche Kinder können bereits schon zu diesem Zeitpunkt jeden Satz – Wort für Wort – Sinn erfassend lesen, andere jedoch tun sich schwer damit. Selten liegt wirklich eine Teilleistungsstörung vor, die behandelt werden muss. Ansonsten genügt es, das Sinn erfassende Lesen mit dem Kind zu trainieren. Wie wichtig das ist, merken Eltern spätestens dann, wenn es in Mathematik an Textaufgaben geht. Denn wie sollen diese schnell und richtig gelöst werden, wenn das Kind die Sätze zwar vorlesen kann, aber nicht oder erst nach dem dritten Lesen begreift, was es tun soll?

Und was ist mit Lesen für Erwachsene?

Wenn es wegen des schlechten Wetters im Freien keine Möglichkeiten zur Beschäftigung gibt, ist dies eine gute Gelegenheit, mal wieder ein Buch in die Hand zu nehmen. Nicht nur lange Winterabende sind prädestiniert dafür, mit einer guten Geschichte den stressigen Alltag einmal zu vergessen. Ob Sie Ihr Wissen mit einer Fachlektüre erweitern oder mit einem Roman in eine Fantasiewelt eintauchen – lesen ist gut und tut gut.

Fünf gute Gründe, warum Lesen sich lohnt

Lesen wirkt entspannend

Während Sie in einem guten Buch schmökern, steigt Ihr Wohlbefinden. Eine gemütliche Atmosphäre, zum Beispiel in der Badewanne oder auf der Couch, unterstützt dieses zusätzlich. Lesen ist eine hervorragende Methode, um negative Gedanken zu verbannen.

Lesen löst Glücksgefühle aus

Wer sich für eine gewisse Zeit in eine spannende Lektüre vertieft, entflieht der Wirklichkeit und den damit oft verbundenen Sorgen. Welch Wohltat für unsere Seele! Einsame Menschen fühlen sich in diesen Momenten weniger allein, weil sie sich mit den im Buch vorkommenden Personen und der Geschichte verbunden fühlen. Dieser Prozess wirkt sich positiv auf die eigene Stimmung aus.

Lesen entschleunigt

Tagtäglich sind wir einer regelrechten Informationsflut ausgesetzt. Unser Gehirn muss viele neue Eindrücke verarbeiten. Der moderne Mensch muss im Alltag dazu in der Lage sein, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen. Beim Lesen richten wir unseren Fokus ausschließlich auf ein Thema, können uns voll und ganz darauf konzentrieren und den Moment genießen.

Lesen vermittelt Wissen

Dass Lesen bildet, ist eine unumstrittene Tatsache. Ganz automatisch nehmen Sie beim Lesen Wissen auf. Sowohl die Allgemeinbildung als auch die Rechtschreibung und das Sprachgefühl verbessern sich.

Lesen macht attraktiv

Nein, einen schöneren Körper bekommt man durch Lesen wohl nicht. Fakt ist aber, dass einem lesenden Menschen nie der Gesprächsstoff ausgeht. Dies kann sowohl im Privatleben als auch im Job hilfreich sein. Wer über interessante Themen berichten kann, die er kürzlich gelesen hat, wird schnell neue Kontakte knüpfen.

Was ist besser – das gute alte Buch oder das moderne Tablet?

Immer mehr Leser nutzen digitale Varianten wie Tablets oder eBook-Reader, um Bücher zu lesen. Aber auch das Buch aus Papier hat nach wie vor viele Fans. Diese beschreiben das Lesen eines klassischen Buches als besonderes Erlebnis, egal ob es sich dabei um das Auf- und Zuklappen des Werkes oder das Umblättern der Seiten handelt.

Sie halten etwas in der Hand, und das kann je nach Umfang der Geschichte richtig schwer sein. Für die einen ein Vorteil, für die anderen nicht.

Welche Variante letztendlich die beste ist, hängt vom persönlichen Geschmack ab. Die digitalen Geräte haben den Vorteil, dass sie leicht sind und sich darin gleich mehrere Bücher abspeichern lassen.

Wenn das Gerät einen Internetzugang hat, lassen sich auch problemlos weitere Informationsmedien wie Onlinezeitungen oder Blogs aufrufen. Zudem können Filme angeschaut und sonstige interaktive Inhalte genutzt werden. Wer aber den klassischen Lesegenuss nicht missen möchte, kann ebenfalls auf eine Vielzahl an interessanten Büchern zurückgreifen.

Weitere Seiten rund um Lesen und Vorlesen

Ein Klick auf einen Link öffnet die gewünschte Seite:

Vorlesen und gemeinsam Kinderbücher lesen

Durch Vorlesen in fremde Welten eintauchen

Vorlesen ist wichtig für die kindiche Entwicklung

Vorlesen fördert und gibt Geborgenheit

Kostenlose Kurzgeschichten zum Vorlesen

Kurzgeschichten für Kinder

Märchen lesen

Märchen erraten und ausmalen

Märchenquiz kostenlos ausdrucken

 

Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik? Sprechen Sie uns gerne an.