Erotische Geschichten Erwachsene

Als mein Verlobter vorgeschlagen hatte, ich solle einen Schreibkurs für Frauen belegen, hatte ich mich zunächst dagegen gewehrt. Ich war erst seit ein paar Jahren mit der Uni fertig, benutzte aber immer noch die Ausrede, dass ich durch meinen Abschluss ausgebrannt war, um mehr selbst zu schreiben.

Der Kurs fand an einem Strand auf Mallorca statt. Nicht gerade mein normaler Stil, aber aus irgendeinem Grund hatte es mich dann doch genug angesprochen, um ja zu sagen.

Ich war auch beziehungstechnisch eine Zeit lang in einer Art Funkloch gewesen, unfähig, Leidenschaft zu empfinden, was mich emotional beeinflusst und meine Beziehung sexuell beeinträchtigt hatte. Olaf, mein Verlobter, dachte, wenn ich eine Pause einlegen würde, um mit anderen Frauen zusammen zu sein dann würde ich mich besser fühle und könnte mich wieder meiner Kreativität widmen.

Erotische Kurzgeschichte für Frauen - Verlorene Leidenschaft
Erotische Kurzgeschichte für Frauen – Verlorene Leidenschaft – © fenix_live / Adobe Stock

Ich stimmte zu, denn selbst wenn das nicht geschehen würde, würde ich wenigstens mit etwas Sonnenbräune zurückkommen.

Der Kurs dauerte nur vier Tage, aber am Ende des ersten Tages hatte ich bereits eine Freundin gefunden. Sabrina war mir gleich bei unserem ersten Gruppentreffen aufgefallen. Wir waren fünfzehn Personen, alle zwischen 24 und 37 Jahren alt. Alle waren aufgeregt, hilfsbereit und freundlich, aber etwas an Sabrinas leichtem, schiefem Lächeln und ihren wilden, blonden Locken hatte mich fasziniert.

Nachdem wir uns einen Platz nebeneinander ergattert hatten, stellten wir fest, dass die Konversation zwischen uns leicht floss und wir einen ähnlichen, trockenen Sinn für Humor hatten.

Zum ersten Mal seit einer Ewigkeit gab es wieder einen Funken in meinem Inneren. Es fühlte sich so gut an, zu lachen, zu kreieren und von weiblicher Energie umgeben zu sein. Ich schrieb mehr Gedichte als ich das seit Jahren getan hatte, zusammengekauert neben Sabrina während ich ihr Jasmin- und Patchouli-Parfüm einatmete.

In unseren Augen loderte die gleiche Flamme. Ich sah sie jedes Mal, wenn meine blauen Augen auf ihre eigenen schönen haselnussbraunen trafen. Als ich an unserem letzten Abend neben ihr saß und sich unsere nackten Arme fast unmerklich berührten, wurde mir klar, dass ich nicht gehen wollte.

Es war nicht der Strand oder das Schreiben oder der Urlaub… Ich wollte Sabrina nicht verlassen. Ich sagte es ihr und meine Stimme war leise wie ein Flüstern, denn ich hatte Angst, wenn ich zu laut sprach, würde das, was wir hatten, zerbrechen. Es fühlte sich an wie ein Geheimnis, ein zu kostbarer Schatz, um ihn bekannt zu machen.

Ich beobachtete, wie Sabrinas volle rosa Lippen sich teilten, während sie mein Gesicht studierte. Für einen Moment geriet ich in Panik und fragte mich, ob ich in meinem Kopf vielleicht zu starkes Band zu dem, was sie fühlte, geknüpft hatte. Doch gerade als ich etwas sagen wollte, flüsterte sie mir eine Antwort zu. „Das will ich auch nicht.“

Für einen Moment hingen unsere Worte schwer in der feuchten Luft, keiner von uns wagte es, auch nur einen Muskel zu bewegen. Dann, so schnell konnte ein Herz kaum einen Schlag aussetzen, lag Sabrinas weicher Mund luf meinem.

Ohne einen zweiten Gedanken zuzulassen küsste ich sie zurück und verlor meine Hände in ihren weichen, wilden, sinnlichen Locken. Ihre Küsse und ihre Berührungen waren verzweifelt – passend zu meinen – aber trotzdem sanft und fürsorglich. In einem Dunst aus gleitenden Händen und Zungen und Kichern zogen wir uns gegenseitig die Kleider aus.

lBegierde erblühte in mir auf eine Weise wie sie es bislang nie getan hatte, als ich ihre weiche Haut, ihre großzügigen Kurven und ihre weibliche Kraft bewunderte. Ich fühlte keinen Hauch von Zweifel oder Scham. Ganz im Gegenteil, ich fühlte mich mächtigt, als die Lust unsere Körper bewegte und die Farbe in ihren Wangen aufblühen sah und das Stöhnen hörte, das sie von sich gab.

Als sie mich hinlegte und begann mich überall zu küssen, wusste ich endlich, wie es sich anfühlte, wahre Ekstase zu erleben. Ihre Zunge hatte sich glatt angefühlt und schmeckte süß. Ich schnappte nach Luft und vergrub die ganze Zeit meine Hände in ihren Haaren. Nie zu hart, nie zu rau, sie bearbeitete mich mit perfektem Druck. Sie kannte meinen Körper, weil sie wusste wie ich empfand.

Sie hörte, wie ich reagierte und änderte den Winkel und das Tempo, um genau das zu erreichen, was ich brauchte. Bald wuchs ein Kribbeln in meinem Innern, und ein unkontrollierbares Wimmern begann aus meinen Lippen hervorzubrechen.

Sabrina steckte mir zwei zarte, kurze Finger in den Mund und versuchte nicht, mich zu beruhigen, sondern nur, mir näher zu sein. Die Befreiung rollte durch mich hindurch und mein Rücken wölbte sich über den Teppichboden des Hotels. Ich saugte an Sabrinas Fingern und zeigte ihr meine Dankbarkeit. Sie sah so wunderschön aus, wie ein Engel mit einem Heiligenschein aus goldenen Locken.

Ich schloss meine Augen und als ich sie wieder öffnete, war ich wieder in meinem Bett zu Hause. Ich blinzelte verwirrt mehrmals im Dunkeln. Olaf war da und schnarchte leise neben mir  und der vertraute Duft unseres Zimmers ersetzte die Erinnerung an Sabrinas Parfüm. Ein Traum… es war ein Traum gewesen. Ich atmete tief ein und als ich diese Tatsache verarbeitet hatte, erschien ein breites Grinsen in meinem Gesicht. Wen kümmert es, ob es ein Traum war? Ich hatte meine Leidenschaft zurück.

Erotische Kurzgeschichte zum Anhören:

 

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