Heilige Drei Könige feiern – Sternsinger

Der 6. Januar ist ein Datum, das in vielen christlichen Gemeinschaften weltweit eine besondere Bedeutung hat. An diesem Tag feiern wir das Fest Heilige Drei Könige, auch bekannt als Dreikönigstag oder Epiphanias (Erscheinung des Herrn). Doch was genau wird an diesem Tag gefeiert, und wie hängt das festliche Treiben der Sternsinger damit zusammen?

Die Heiligen Drei Könige

Der Ursprung dieses Feiertages geht auf die biblische Geschichte der Weisen aus dem Morgenland zurück, die in der christlichen Tradition oft als Kaspar, Melchior und Balthasar bekannt sind.

Sternsinger als Heilige Drei Könige
Sternsinger als Heilige Drei Könige – © Engel73 / Adobe Stock

Diese Weisen, auch Magier oder Könige genannt, folgten einem Stern, der sie zur Geburtsstätte Jesu in Bethlehem führte. Das Neue Testament erzählt in Matthäus 2:1-12, wie sie Jesus als dem „König der Juden“ huldigen und ihm Geschenke von großem Wert – Gold, Weihrauch und Myrrhe – darbringen.

Verbindung zwischen den Sternsingern und den Heiligen Drei Königen

Die Aktion der Sternsinger wird in Deutschland vor allem durch das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und den Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) organisiert und koordiniert. Die Sternsinger-Aktion ist als „Aktion Dreikönigssingen“ bekannt und gilt als eine der größten Solidaritätsaktionen von Kindern für Kinder weltweit.

Die Organisation und Durchführung der Sternsinger-Aktion beginnt oft auf der Ebene der örtlichen Kirchengemeinden. Dabei werden Kinder und Jugendliche eingeladen, an der Aktion teilzunehmen. Schon Monate vor dem Dreikönigstag finden Vorbereitungen statt, welche die Einkleidung der Sternsinger, die Proben für Lieder und Segenssprüche sowie Informationsveranstaltungen über die Projekte, für die gesammelt wird, umfassen.

Die Verantwortlichen in den Gemeinden, häufig Ehrenamtliche, Katechetinnen und Katecheten oder Pastoralreferenten, stellen sicher, dass die Sternsinger gut vorbereitet sind und alle notwendigen Materialien haben. Zudem sorgen sie auch für die Koordination der Routen, welche die Sternsinger an den Tagen um den 6. Januar herum laufen werden, sowie für die ordnungsgemäße Sammlung und Weiterleitung der Spenden an die Zentrale des Kindermissionswerks.

Die gesammelten Mittel werden dann für Projekte rund um den Globus verwendet, um Bildung, Gesundheitsversorgung, Ernährungssicherheit und andere Hilfsprogramme für Kinder zu unterstützen. Neben dem karitativen Aspekt vermittelt die Sternsinger-Aktion auch Werte wie Mitgefühl, Gemeinschaft und die Notwendigkeit, sich für sozial schwächere Mitglieder der Gesellschaft einzusetzen.

Die Tradition der Sternsinger spiegelt diese Reise wider. Kinder und Jugendliche ziehen, oft in Gruppen von drei Personen, die die Heiligen Drei Könige repräsentieren, um die Zeit des Dreikönigstages verkleidet und mit einem Stern als Symbol des Sterns von Bethlehem von Haus zu Haus. Diese Praxis symbolisiert die Verkündigung der Geburt Christi und die Darbringung von Geschenken.


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Die Kinder in der Tradition des Sternsingens

Die als Könige verkleideten Kinder tragen Kronen und manchmal auch königliche Gewänder. Oft wird auf die genaue ethnische Repräsentation der Könige geachtet, um die Vielseitigkeit und Universalität der Weihnachtsbotschaft darzustellen. Sie bringen Segen und sammeln zugleich Spenden für wohltätige Zwecke, die häufig Kindern in Not zugutekommen.

Was die Sternsinger sagen

Wenn sie an die Türen klopfen, beginnen die Sternsinger oft mit einem Lied oder einem kurzen Spruch wie „Wir kommen daher aus dem Morgenland, wir bringen euch gute Nachricht zugewandt“. Anschließend tragen sie ihr Anliegen vor, sprechen den Segen und bitten um eine Spende für ihre sozialen Projekte.

Ein zentraler Aspekt dieses Brauchs ist das Anbringen des Segens ‚C+M+B‘, gefolgt von der Jahreszahl an der Tür oder dem Türbalken der Häuser, die besucht wurden. Die Buchstaben stehen dabei traditionell für die Anfangsbuchstaben der Heiligen Drei Könige – Caspar, Melchior und Balthasar. Eine andere, weit verbreitete Interpretation ist die Deutung als lateinische Segensbitte „Christus mansionem benedicat“, was „Christus segne dieses Haus“ bedeutet.

Aber warum am 6. Januar

Der 6. Januar als Feier der Heiligen Drei Könige basiert auf der Annahme, dass die Weisen eine bestimmte Zeit nach der Geburt Jesu angekommen sind. In der biblischen Erzählung (Matthäus 2,1-12) wird kein genaues Datum genannt, aber es wird davon ausgegangen, dass sie einige Zeit nach Jesu Geburt in Bethlehem eingetroffen sind. Der 6. Januar dient somit als symbolisches Datum für diesen Besuch.


Der Dreikönigstag verkörpert also eine tiefgreifende Tradition, die Glauben, Geschichte und soziales Engagement verbindet. Die Sternsinger, als moderne Nachfolger der Heiligen Drei Könige, tragen nicht nur den Segen in die Wohnungen, sondern lenken auch die Aufmerksamkeit auf die weniger Privilegierten unserer Welt und sammeln Unterstützung für Hilfsbedürftige. So wird die weihnachtliche Botschaft der Hoffnung und des Teilens Jahr für Jahr aufs Neue lebendig gehalten.

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