Was sind Phobien? | Erziehung Gesundheit

Jeder kennt sie und jeder hat sie… Ängste. Der eine hat kleinere, der andere größere Phobien. Der große Vorteil daran ist, dass Angst eine natürliche Funktion ist, die vor Gefahren schützen soll.

Was sind Phobien – warum haben wir Angst?

Natürlich gibt es auch Menschen, die an Ängsten leiden oder sich vor Situationen fürchten, die eigentlich keinen Anlass dazu geben. In diesem Zusammenhang spricht man von Phobien, also von Angststörungen.

Phobien aller Art
Freitag der 13. und die Angst vor schwarzen Katzen
Dies ist gleichzeitig ein Sammelbegriff für psychische Störungen. Ausgelöst durch eine konkrete Furcht vor einer Situation oder einem Objekt oder durch eine übertriebene unspezifische Angst. Auch die Begriffe Panikattacke und Panikstörung fallen in den Bereich der Phobien.

Den Begriff der Angststörung zu erklären bzw. zu definieren ist schwierig. Wann spricht man noch von der „normalen“ Angst bzw. wann fängt die Angst an sich in eine ernste Störung umzuwandeln? Schaut man dazu in die Literatur gibt es dafür verschiedene Definitionen.

Die Grenzen sind verschwommen. Manche sprechen von der Unangemessenheit der Angstreaktion gegenüber den Bedrohungsquellen. Andere davon, dass bei Phobien die tatsächliche bzw. die mögliche Bedrohung überschätzt wird. Außerdem tritt bei einer Phobie die Angst ohne konkrete Bedrohung oder Gefahr auf.

Die Liste der Phobien ist lang. Es gibt kaum ein Lebensbereich in dem es keine Phobien gibt. So ist zum Beispiel die Amaxophobie die Angst vorm Autofahren oder die Coulrophobie die Angst vor Clowns oder die Tetraphobie die Angst vor der Zahl vier.

Die Symptome, die mit der Erkrankung an Phobien einhergehen sind u.a. Pulsbeschleunigung, Schwindel, Schweißausbruch, Atembeschwerden und Beklemmungsgefühle.

Für die Auslöser einer solchen Art der Angst gibt es bis heute keine abschließenden Erkenntnisse. Vermutet wird, dass eine Vielzahl von verursachenden oder auslösenden Faktoren dahinter stecken, die erst gemeinsam zu einer Phobie führen.

Behandlung von Phobien

Möglichkeiten der Behandlung sind zum einen die Psychotherapie und zum anderen die Behandlung mit Medikamenten. Hierbei werden angstlösende, sogenannte anxiolytische Medikamente eingesetzt.

Phobien sind vielfältig
Wie kann man Phobien behandeln?
Bei der Psychotherapie wird versucht, gemeinsam mit dem Patienten, eine angemessene Angstkontrolle zu erarbeiten. Dabei geht es nicht um die völlige Angstfreiheit sondern vielmehr um den bewussten Umgang mit dieser.

Eine Möglichkeit der Behandlung ist die Tiefenpsychologie. Dabei werden die Auslöser, die sich in der Intensität steigern, der Reihe nach durchgearbeitet und haben als Ziel den Angsteffekt überflüssig zu machen bzw. ihn wieder weitestgehend zum Verschwinden zu bringen.

Außerdem helfen auch diverse Entspannungsverfahren, wie zum Beispiel Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung nach Jacobson und Hypnosetherapien.Natürlich gibt es noch Selbsthilfegruppen und auch mit Sport lassen sich die Angstsymptome eindämmen.

Die häufigsten und skurrilsten Phobien

Die am meisten verbreiteten Ängste:

  • Achluophobie -Angst vor Dunkelheit
  • Aerophobie – Flugangst
  • Arachnophobie -Angst vor Spinnen
  • Akrophobie – Höhenangst
  • Demophobie – Angst vor großen Menschenmengen
  • Haematophobie – Angst vor Blut
  • Klaustrophobie – Platzangst, Angst vor engen Räumen
  • Kynophobie – Angst vor Hunden
  • Logophobie – Redeangst, Redehemmung, Angst vor anderen zu sprechen
  • Ophiophobie – Angst vor Schlangen

Die skurrilsten Phobien

Unser Favorit ist die Angrophobie – die Angst vor der Angst bzw. davor, wütend zu werden. Bei unseren Recherchen mussten wir feststellen, dass es fast nichts gibt, wovor Menschen Angst haben können. Wenn man nicht selber davon betroffen ist, muten viele Phobien skurril an. Einige davon nun in unserer kleinen Aufstellung skurriler Phobien:

  • Anatidaephobie – Angst, von einer Ente angestarrt zu werden
  • Anthophobie – Angst vor Blumen
  • Arachibutyrophobie – Angst, dass Erdnussbutter am Gaumen kleben bleibt
  • Bambakomallophobie – Angst vor Watte
  • Coulrophobie – Angst vor Clowns
  • Erythrophobie – Angst vor dem Erröten
  • Geliophobie -Angst vor dem Lachen
  • Meleagrisphobie – Angst vor Truthähnen
  • Oneirogmophobie – Angst vor sexuellen Träumen
  • Triskaidekaphobie – Angst vor der Zahl 13

Man macht sich nicht über die Ängste von Menschen lustig, aber wie bekommt man Angst vor Gänseblümchen?