Kurkuma – Das immer noch exotische Gewürz

Kurkuma, auch Gelbwurz genannt, stammt ursprünglich aus Indien. Das orange-gelbe Pulver wird traditionell als Gewürz, Heilmittel und sogar als Farbstoff für Textilien und Papier sowohl in Indien als auch Pakistan eingesetzt.

Kurkuma – exotisches Gewürz mit besonderer Heilkraft

Aufgrund seiner wichtigen kulturellen Bedeutung wird Kurkuma in Indien seit Jahrtausenden als heilige Pflanze verehrt.

Kurkuma Gewürz – Bild von Steve Buissinne auf Pixabay

Kurkuma wird aus der Curcuma Longa Pflanze gewonnen, die mit dem Ingwer verwandt ist. Die Curcuma Longa Pflanze braucht Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad Celsius und viel Regen um gedeihen zu können.

Das tief orangene Fruchtfleisch der Curcuma Long Pflanzenwurzel gibt Kurkuma seine charakteristische Färbung. Um Kurkuma herzustellen, werden die Wurzeln der Curcuma Longa Pflanze in heißen Öfen getrocknet und dann zu einem feinen Pulver zermahlen.

Lange bevor es als Gewürz genutzt wurde, fand Kurkuma Verwendung als wichtiges Heilmittel. Die traditionelle indische Medizin, Ayurveda, setzt Kurkuma bei einer Vielzahl von Beschwerden ein.

Kochen mit Kurkuma

In Indien wird Kurkuma bereits seit tausenden von Jahren zum Würzen benutzt. Kurkuma ist das Gewürz, das Currygerichten ihre charakteristische gelb-orangene Farbe und den exotischen Geschmack gibt. Somit ist Kurkuma ein Hauptbestandteil der meisten Curry Gewürzmischungen wie etwa Madras oder Java Curry.

Gerne nutzen es indische Köche auch als preiswertere Alternative zu Safran, um Basmatireis gelb zu färben. Auch in Lassis – kühlenden Yoghurtgetränken – und Chutneys – scharfe, hochkonzentrierte Soßen aus Früchten und Gemüse – findet Kurkuma seinen Einsatz. Meist wird das Kurkumapulver in heißem Butterfett, auch als Ghee bekannt, geröstet oder Gewürzmischungen beigefügt.

Kurkuma hat einen kräftigen, leicht pfeffrigen Geschmack. Seine wärmende, milde Schärfe ist dem Geschmack des Ingwers entfernt ähnlich, jedoch weniger stechend.

Neben dem Kochen verwenden Indische Frauen Kurkuma außerdem traditionell als Schönheitsmittel für die Haut. Aus Kurkuma und Wasser lässt sich eine Gesichtsmaske zusammen rühren, die gegen unreine Haut hilft. Vermischt man Kurkuma mit Ghee entsteht eine nährende und pflegende Paste, die zum Beispiel Bräute in Indien vor ihrer Hochzeit nutzen um die Haut streichelzart zu pflegen.

Kurkuma, das Antibiotikum aus dem Küchenschrank

Die Heilkraft von Kurkuma wird in Indien und Teilen Chinas bereits seit über 5000 Jahren genutzt. Kurkuma hat zahlreiche Eigenschaften, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken.

Im Volksmund wird Kurkuma sogar mittlerweile oft als „natürliches Antibiotikum“ bezeichnet denn sein aktiver Wirkstoff – das Curcumin – hat eine erstaunlich mächtige antibakterielle Wirkung. Curcumin ist der Stoff, der Kurkuma seine tieforange-gelbe Farbe gibt. Er erhält Bitterstoffe, die ein wahres Kraftpaket an immunsteigernden, antioxidativen und krankheitsbekämpfenden Wirkstoffen ergeben.

Oral eingenommen wirkt Kurkuma gegen bestimmte Viren und stärkt allgemein das Immunsystem. In der ayurvedischen Medizin dient es darüber hinaus auch als Magentonikum und Stärkungsmittel. Kurkuma steigert nachweislich die Magensaftproduktion, was verdauungsfördernd wirkt. Auch die Produktion der Gallenblase kann durch Einnahme von Kurkuma angekurbelt werden. Selbst gegen Alzheimer scheint Kurkuma eine mögliche Wunderwaffe zu sein – derzeit arbeiten Wissenschaftler fieberhaft daran, die Wirkung von Kurkuma auf das Gehirn zu entschlüsseln.

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