Katzen als Haustiere

Katzen sind treue Freunde, sehr verschmust, benötigen keine Gassi Gänge und können unbesorgt auch mal alleine sein. Nicht zuletzt deswegen zählen sie zu den beliebtesten Haustieren überhaupt.

Katzen als Haustiere

Für ein glückliches Zusammenleben von Mensch und Katze muss bereits im Vorhinein einiges abgeklärt sein. Folgende Fragen sollten Sie sich vor dem Kauf einer Katze stellen:

Katzen als Haustiere
Katzen als Haustiere – © Blanscape / Adobe Stock

1. Kann ich stets die Futter- und Tierarztkosten tragen?
2. Bietet meine Wohnung/ mein Haus genügend Lebensraum für eine Katze?
3. Bin ich tolerant genug gegenüber von der Katze verursachte Kratzer an meiner Einrichtung?
4. Stören mich Katzenhaare und der Geruch von der Katzentoilette bei mir zuhause?
5. Sind alle Familienmitglieder einverstanden?
6. Wer kümmert sich um die Katze, wenn es in den Urlaub geht?
7. Kann ich mir für die ersten zwei Wochen, nach der Ankunft des neuen Familienmitgliedes Urlaub nehmen, um das Tier richtig einzugewöhnen?
8. Katzen werden durchschnittlich 20 Jahre alt. Kann ich sicherstellen, dass ich solange die Verantwortung für das Tier tragen werde?

Nehmen Sie sich für diese Fragen Zeit und stellen Sie sicher, dass Sie den Bedürfnissen einer Katze auf Dauer gerecht werden können.

Katzen sind Charakterköpfe

Katzen haben einen stark ausgeprägten Charakter. Was wir an der Katze besonders schätzen, ist ihre Vorliebe für Kuschel- und Streicheleinheiten. Dabei dürfen wir den eigenwilligen Charakter nicht außer Acht lassen.

Sie kuscheln nur, wenn sie es wollen. Keine Katze lässt sich zum Schmusen überreden. Die Reaktion einer Katze auf Zwang ist eindeutig: Sie kratzt, sie faucht, sie sträubt das Fell oder sucht das Weite.

Wenn Sie Herrchen oder Frauchen von einer Katze werden wollen, dann müssen Sie also tolerant gegenüber ihrem Wesen sein. Was eine Katze möchte und was nicht, kann man gut an ihrer Körpersprache ablesen.

Kinder und Katzen – so funktioniert`s

Dem Zusammenleben mit Kindern steht im Prinzip nichts im Wege. Katzen erweisen sich als echte Kumpels, spenden Trost und haben eine beruhigende Wirkung auf unsere Kleinen. Wichtig ist es, den eigenen Kindern zu vermitteln, dass Katzen kein Plüschtierersatz sind. Ihre Kinder müssen verstehen, dass eine Katze ihren eigenen Willen hat und nur das macht, was sie auch möchte.

Um das Wesen einer Katze richtig verstehen zu können, sind die Kinder vorzugsweise schon im Einschulungsalter. Das ist aber keine Bedingung. Seien Sie Ihrem Kind einfach ein gutes Vorbild im Umgang mit dem neuen Haustier. Erklären Sie die Körpersprache von Katzen und achten Sie stets darauf, dass Ihre Kinder nicht übergriffig werden.

Kinder, die einer Katze mit Respekt und Liebe gegenübertreten finden in ihr einen wahren und treuen Freund. Sie lernen Rücksicht auf andere zu nehmen, was ihnen nicht zuletzt in ihrer eigenen Entwicklung weiterhelfen wird.

Durch kleine Aufgaben, wie zum Beispiel dem Reinigen des Katzenklos, lernt Ihr Kind Verantwortung zu übernehmen. Außerdem versteht es auch gleich, dass neben dem Spaß, der mit einer Katze einhergeht, sie auch Pflege und Zuwendung braucht und auch, dass man manchmal unangenehme Dinge erledigen muss. Lässt sich Ihr Kind darauf ein, wird das neue Haustier Ihrem Kind viel Freude und Spaß bereiten.

Keine Langeweile aufkommen lassen!

Katzen lieben es bekannter Weise zu schlafen, sich in kuschelige Höhlen einzubauen und zu fressen. Damit sind die Bedürfnisse dieses Tieres aber noch lange nicht erfüllt. Sie müssen aber beschäftigt werden. Sie lieben es Dingen hinterherzujagen und manche finden Gefallen daran Tricks zu erlernen.

Der Drang nach Spaß und Bewegung ist ganz ähnlich dem der Kinder. So gesehen ist eine Katze der ideale Freund für Ihr Kind.

Wenn Sie jedoch bemerken, dass Ihre Katze trotz ausreichender Beschäftigung unruhig scheint und vielleicht sogar zur Zerstörungswut neigt, sollten Sie überlegen, sich eine zweite Katze anzuschaffen. Langeweile macht Katzen nämlich unglücklich. Ein Partner aus den eigenen Reihen schafft da Abhilfe. Vergessen sie auch hierbei nicht den eigenwilligen Charakter Ihres Haustieres. Nicht jede Katze versteht sich mit jeder anderen Katze. Sie sind und bleiben Charakterköpfe. Bei der Zusammenführung sollte man daher besonders sorgsam vorgehen und viel Zeit einplanen.

Achtung Toxoplasmose

Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die insbesondere von schwangeren Katzenbesitzerinnen gefürchtet wird. Denn der für die Erkrankung verantwortliche Erreger, der die Bezeichnung Toxoplasma gondii trägt, befällt in verschiedenen Ansteckungszyklen die Hauskatze. Innerhalb der Infektionszyklen kann er auch auf den Menschen übertragen werden. Für die Schwangere und ihr Ungeborenes, für Personen mit einem geschwächten Immunsystem, für Babys, Kleinkinder und alte Menschen stellt dies ein hohes gesundheitliches Risiko dar, da Spätfolgen auftreten können.

Toxoplasmosegefahren in der Schwangerschaft

Frauen, die bereits eine Toxoplasmose-Infektion durchgemacht haben, besitzen Antikörper gegen die Erreger. Für sie stellt die Toxoplasmose vermutlich keine Gefahr dar. Ansonsten ist die Infektion insbesondere in den ersten beiden Dritteln der Schwangerschaft gefährlich, da es zu Fehlgeburten und zu erhebliche Schäden beim Ungeborenen kommen kann. Beispielsweise können Herz-, Lungen- oder Hirnschäden auftreten. Eine umgehende Behandlung der infizierten Mutter ist dringend erforderlich, damit die Spätfolgen eingedämmt werden können. Diese erfolgt durch eine gezielte Dauertherapie bis zum Ende der Schwangerschaft.

Vorbeugung gegen Toxoplasmose

Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, sollte auf den Verzehr von rohem Fleisch und Innereien verzichtet werden. Katzenhalter müssen darauf achten, dass die Tiere keinen direkten Zugang zu Ställen erhalten. Die regelmäßige Reinigung der Katzentoilette sowie die unschädliche Beseitigung des Kots sorgen dafür, dass eventuelle Infektionszyklen unterbrochen werden. Bei der Katzenhaltung muss insgesamt auf Hygiene geachtet werden.

Dazu zählt die regelmäßige Desinfektion der Katzen-Schlafstätte sowie deren Umgebung. Zudem sollten sie niemals Zugang zu Lebensmitteln erhalten. Nach dem Streicheln des Tieres ist das Händewaschen notwendig. Katzen sollten nicht in den Betten ihrer Besitzer schlafen dürfen. Insbesondere Kindern sollten diese Verhaltensregeln so früh wie möglich beigebracht werden.

 

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