Im Zeitalter von Fernsehen, Computer, Streamingdiensten und Smartphone kommen manchmal wichtige Dinge zu kurz. Dazu gehört es, ein gutes Buch zu lesen. Wie wichtig das Lesen jedoch ist, zeigt eine Studie der Stiftung Lesen. Und die Studie kommt zu einem klaren Ergebnis: Vorlesen fördert die Lust und die Bereitschaft zum Lesen. Je früher den Kindern vorgelesen wird, desto besser.
Kurzgeschichten für Kinder zum Vorlesen
Und nur wer Lesen kann, der kann auch an der Gesellschaft und den Medien teilnehmen und Dinge begreifen. Kinder, denen schon früh und regelmäßig vorgelesen wird, erzielen später in der Schule bessere Noten.

Außerdem sind diese Kinder aktiver und bewegen sich viel mehr in ihrer Freizeit. Damit ist das Vorurteil hinfällig, dass lesende Kinder lieber in ihrem Zimmer hocken, als draußen zu spielen. Vorlesen ermuntert die Kinder demnach zum eigenen Lesen. Das wiederum wirkt sich positiv auf ihre Bildung und Aktivität aus. Wichtig ist dabei, dass die Eltern die Bücher selbst vorlesen und nicht ein Hörbuch laufen lassen. Das bringt nicht den gleichen Effekt, schon allein deshalb, weil die Gegenwart der Eltern vollständig fehlt.
Vorlesen schafft Nähe
Schon mit den Kleinsten können sich die Eltern Bilderbücher anschauen und dazu erzählen. So erwerben die Babys die Sprache und bekommen Freude an den Worten. Im Kleinkindalter können die Eltern dann kurze, leicht verständliche Geschichten vorlesen. Die Kinder lernen so die Bilder mit Geschichten zu verknüpfen und Zusammenhänge herzustellen.
Kinder, denen die Eltern schon früh vorlesen, haben später deutlich mehr Spaß und größeres Interesse daran, selbst Bücher zu lesen. Da sie das mit Schuleintritt können, hören die meisten Eltern zu diesem Zeitpunkt auf, den Kindern vorzulesen. Besser ist es jedoch, wenn die Eltern auch dann noch weiter Geschichten vorlesen. Denn die Kinder bekommen so die Möglichkeit ihre Fantasiewelt spielen zu lassen und müssen sich nicht auf die Technik des Lesens konzentrieren. Sie verbinden Lesen weiterhin mit Entspannung und nicht mit einer Last, die sie nur für die Schule erledigen müssen. Empfinden die Kinder das Lesen erst einmal als eine Pflicht, dann wird es schwierig ihnen den Spaß daran zurückzubringen.
Gut sind Bücher, bei denen sich Eltern und Kinder mit dem Lesen abwechseln können. Diese Bücher sind so konzipiert, dass sich schwierige und leichte Passagen abwechseln. Die Kinder erhalten so das Gefühl, dass sie schon mit den Eltern mithalten können. Vorlesen schafft zudem viel Nähe und Geborgenheit. Die Eltern beschäftigen sich in diesen Augenblicken ausschließlich mit dem Kind, vielleicht sitzt es sogar auf dem Schoß der Eltern. Diese sollten dann auch Telefon und Handys ausschalten und nur für das Kind da sein.
Kostenlose Kurzgeschichten für Kinder
Wir möchten für unsere Kurzgeschichten keine Altersvorgaben machen. Die Aufmachung ist bewusst in einfacher Sprache gehalten, so dass Kinder den Texten gut folgen können. Und das wiederum sollte bei den Kindern die Freude aufs Vorlesen erhalten. Ein Klick auf ein Foto öffnet die Seite mit der gewünschten Kurzgeschichte:
Wir erstellen Malvorlagen und sind keine professionellen Autorinnen oder Autoren, probieren aber gerne, individuelle Kurzgeschichten für Kinder nach Deinen Wünschen zu schreiben. Wenn wir die Geschichten veröffentlichen dürfen, damit auch andere Kinder diese lesen können, stellen wir sie kostenlos zur Verfügung.
Regeln für das Vorlesen
Vorlesen sollte ein festes Ritual sein, auf das sich die Kinder verlassen können. So steigert sich auch die Freude darauf und es wird zu einem festen Bestandteil des Tages. Ein guter Zeitpunkt zum Vorlesen ist abends, wenn die Eltern ihr Kind ins Bett bringen. Eine schöne Gutenacht-Geschichte bringt das Kind zur Ruhe. Aufregende und spannende Geschichten sollten die Eltern besser tagsüber vorlesen.
Auch dann können die Eltern ein festes Ritual schaffen. Manche Kinder brauchen nach dem Kindergartenbesuch Ruhe und Geborgenheit. Das ist eine gute Gelegenheit für ein Buch. Die Länge der Geschichte sollten die Eltern dabei auf das Alter des Kindes abstimmen. Kleine Kinder brauchen kurze und einfache Geschichten.
Kurzgeschichten im Unterricht oder im Kindergarten einsetzen
Kostenlose Kurzgeschichten lassen sich wunderbar nutzen, um Kindern auf spielerische und kreative Weise das Lesen näherzubringen. Zu Hause kannst Du gemeinsam mit Deinem Kind gemütliche Vorlesezeiten etablieren, die nicht nur entspannen, sondern auch Eure Bindung stärken. Beim Vorlesen entwickelt das Kind ein Gefühl für Sprache, erweitert seinen Wortschatz und lernt, komplexe Zusammenhänge leichter zu verstehen. In Kindergärten schaffen Kurzgeschichten einen schönen Einstieg für Gesprächsrunden oder Themenwochen und regen die Fantasie der Kinder an. Die Geschichten bieten einen tollen Anlass, selbst kleine Theaterstücke zu spielen oder eigene Bilder dazu zu malen.
In der Schule helfen sie, Lesefähigkeiten zu fördern, das Textverständnis zu verbessern und den Mut zum eigenen Vorlesen zu stärken. Außerdem eignen sich Kurzgeschichten prima für kleine Schreibübungen – zum Beispiel, wenn Kinder die Geschichte mit ihrem eigenen Ende weiterschreiben dürfen. Besonders schön ist, dass kostenlose Geschichten allen zugänglich sind, sodass jedes Kind mitmachen kann. Durch vielfältige Themen und Charaktere findet sich für jede Gruppe die passende Erzählung, die zum Mitfühlen und Nachdenken anregt. So werden Lesen, Fantasie und Gemeinschaft spielerisch miteinander verbunden und bereichern den Alltag auf viele Arten.
Kurzgeschichten bieten so viele kreative Möglichkeiten, den Unterricht oder den Alltag im Kindergarten zu bereichern! Du kannst die Geschichten zum Beispiel als spannenden Einstieg in ein neues Thema nutzen und die Kinder darin kleine Detektiv:innen spielen lassen, die Hinweise in der Geschichte entdecken.
Eine tolle Idee ist es auch, nach dem Vorlesen gemeinsam über die Figuren zu sprechen und die Gefühle aus der Geschichte nachzuspielen. Mit einfachen Bastelmaterialien entstehen anschließend Masken oder Kulissen, sodass die Kinder ihre Lieblingsszene in einem kleinen Theaterstück aufführen können. Auch das Fortsetzen der Geschichte funktioniert wunderbar: Jedes Kind darf erzählen, wie es sich das Ende vorstellt, und Ihr schreibt daraus eine gemeinsame Fortsetzung.
Für mehr Abwechslung sorgt eine „Bilderbuchgeschichte“, bei der die Geschichte vorgelesen und von den Kindern mit passenden Bildern illustriert wird. Außerdem kannst Du kleine Gruppen bilden, die jeweils einen Abschnitt der Geschichte auf unterschiedliche Weise präsentieren, zum Beispiel als Lied, Gedicht oder kleines Rollenspiel. Für ältere Kinder eignen sich Detektivspiele, bei denen sie Rätsel aus der Geschichte lösen müssen.
Lasst die Kinder auch mal eine eigene Kurzgeschichte erfinden – vielleicht als Wandzeitung oder Hörspiel. Egal für welches Alter, Kurzgeschichten machen Sprache lebendig und stärken das Miteinander, denn jedes Kind bringt sich auf seine ganz eigene, kreative Art ein.
Hier findest Du eine Liste mit kreativen Spielen, die Du mit Kurzgeschichten im Kindergarten oder im Unterricht nutzen kannst:
- Szenenspiel: Die Kinder spielen Szenen aus der Geschichte als kleines Theaterstück nach.
- Bildergeschichte: Jedes Kind malt zu einem Abschnitt der Geschichte ein Bild – am Ende entsteht ein gemeinsames „Bilderbuch“.
- Geschichtenwürfel: Die Kinder würfeln Symbole (wie Tiere, Gegenstände oder Stimmungen) und bauen diese spontan in die Kurzgeschichte ein.
- Fortsetzungsgeschichte: Jedes Kind denkt sich ein mögliches Ende oder eine Fortsetzung und trägt sie der Gruppe vor.
- Gefühlsbarometer: Nach dem Vorlesen wählen die Kinder ein Gefühl aus und erzählen, wann eine Figur dieses Gefühl im Text hatte.
- Detektivspiel: Kleine Rätsel oder Fragen zur Geschichte müssen gemeinsam gelöst werden.
- Geräuschkulisse: Während des Vorlesens machen die Kinder passende Geräusche (z. B. Regen, Wind oder Tierstimmen).
- Rollentausch: Kinder überlegen, wie die Geschichte anders verlaufen wäre, wenn die Figuren die Rollen getauscht hätten.
- Stille Post Geschichte: Die Geschichte wird mündlich in der Gruppe weitergegeben – am Ende werden die Veränderungen zusammen gelacht.
- Geschichtenmemory: Zu wichtigen Begriffen oder Szenen werden passende Karten gebastelt und im Spiel gesammelt.
Mit diesen Ideen bringst Du den Kindern Geschichten spielerisch, überraschend und fantasievoll näher.



























