Drinnen spielen – Spiele in der Wohnung

Auch der schönste Sommer geht einmal zu Ende oder es regnet auch im Sommer gefühlt pausenlos. Und Sätze wie „aber es tut er Natur gut“ sind zwar richtig, beruhigen aber nicht die Kinder.

Spielideen für drinnen

So kommt immer wieder mal die Zeit kommen, wo die Kinder nicht (mehr) draußen spielen (wollen)

Spielen im Haus – Bild von Pixabay

Muffin Wettessen

Sie brauchen dazu:

  • Mütze, Schal, Handschuhe (Fäustlinge)
  • 1 Würfel
  • Pro Kind 1 Muffin
  • Messer und Gabel für jedes Kind

Bei diesem Spiel sind Schnelligkeit und Geschick gefragt, und es wird mit Sicherheit für einige Lacher sorgen.

Alle Kinder setzen sich an den Tisch und bekommen einen Muffin mit Besteck vor sich, Mütze, Schal und Handschuhe legen wir in die Mitte vom Tisch. Dann wird erstmal reihum gewürfelt. Das Kind, das als Erstes eine 6 würfelt, zieht sich schnell Mütze, Schal und Handschuhe an und muss dann mit Messer und Gabel seinen Muffin essen. Die andern würfeln in der Zeit weiter, denn wenn wieder eine 6 gewürfelt wird, ist der nächste dran und bekommt die Winterkleidung schnell vom letzten Esser übergeben, der nun Pause machen muss. Wer als Erstes seinen Muffin unter diesen erschwerten Umständen verspeisen konnte, ist der Sieger!

Geschenke-Flaschendrehen

Damit das Überreichen der Geschenke auf einer Geburtstagsparty mit richtig Spaß verbunden wird, machen wir daraus ganz einfach ein Flaschendrehen-Spiel.

Alle Kinder setzen sich in einem Kreis auf den Boden, die Geschenke kommen auf den Tisch. Das Geburtstagskind darf anfangen, die Flasche zu drehen. Das Kind, auf das die Flasche zeigt, darf sich ein Geschenk vom Tisch aussuchen, nur nicht sein eigenes, und es dem Geburtstagskind übergeben. Der Gastgeber packt sein Geschenk aus und muss anschließend raten, von wem denn dieses Geschenk sein könnte. Wird richtig geraten, darf der letzte Geschenk-Aussucher die Flasche drehen.

Essen  errraten

Sie brauchen dazu:

  • Verschiedene Speisen und Getränke
  • Einen Schal zum Augen-Verbinden

Dies ist ein Spiel, was die Kinder noch lange in ihre Erzählungen einschließen werden. Vorab bereiten die Eltern ein paar Schüsselchen und Gläser mit Speisen und Getränken vor. Diese können völlig unterschiedlicher Art sein, z. B. Ananas, Mais, Senf, Kakaopulver, Ketchup, Leberwurst, Fanta, Orangensaft, Rote-Beete-Saft und so weiter, der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Die Kinder bekommen nacheinander die Augen verbunden und bekommen 3 oder 4 Sachen vorgesetzt, die sie „erschmecken“ müssen. Die anderen Kinder, die grad nicht dran sind, dürfen zusehen und evtl. auch durch Rufe wie „iiiiiihhhhh“ oder „hmmmm lecker“ den Ratenden auf die richtige oder falsche Fährte locken. Wer die meisten Sachen erraten hat, ist der Sieger!

Stille Post

Uralt, aber immer noch eines der beliebtesten Spiele ist die stille Post. Da es den meisten bekannt sein dürfte, ist es auch schnell erklärt. Alle Kinder setzen sich in eine Reihe und der Erste denkt sich einen lustigen Satz aus, z. B. „Die Katze bringt die Oma in den Waschsalon“ und schreibt ihn zur Sicherheit auf. Dann flüstert er dem nächsten Kind in der Reihe den Satz zu und so geht es reihum, bis man beim letzten Kind angelangt ist. Das besagte letzte Kind muss dann den Satz, den es verstanden hat, laut sagen, da werden allerhand lustige Sachen herauskommen!

Weintrauben im Wasser

Sie brauchen dazu:

  • Jede menge Weintrauben
  • Eine flachere Schüssel gefüllt mit Wasser
  • Stoppuhr

Auch hier werden die Kinder so einiges zum Lachen haben. Eine nicht so tiefe Schüssel wird mit Wasser gefüllt und da hinein kommt eine abgemessene Menge Weintrauben. Jedes Kind hat dann genau 1 Minute Zeit, um mit dem Mund so viele Weintrauben wie möglich aus der Schüssel zu fischen. Natürlich darf der Perlentaucher nicht die Hände zu Hilfe nehmen! Bei jedem Kind sollten natürlich vorher das Wasser und die Weintrauben gewechselt werden. Derjenige, der zum Schluss die meisten Perlen gefangen hat, ist der Sieger! Aufpassen: Gefahr von Verschlucken! 


Auch konstruktive Kritik nehmen wir gerne entgegen – wir möchten uns schließlich immer weiter verbessern.

Den richtigen Schulranzen kaufen | Schule

Der Schulranzen ist natürlich das Herzstück jedes Schulanfangs. Ob lila, blau oder gelb, mit Piraten oder Einhörnern, die Hauptsache, ist, dass der Ranzen dem Kind gefällt. Als Eltern wissen wir jedoch, das Optik beim Ranzenkauf nur die halbe Miete ist. Denn immerhin muss der Schulranzen mindestens die ersten vier Grundschuljahre überstehen.

Augen auf beim Schulranzen Kauf

Klar, dass wir Eltern noch viel größere Anforderungen an den ersten Schulranzen unserer Kinder haben. Falls Ihr Kind sich also schon seinen Traumranzen ausgesucht hat, sollten Sie dieses Modell anhand der untern beschriebenen Kriterien überprüfen. Außerdem sollten Sie den Schulranzen Ihres Kindes nicht zu spät kaufen, denn schnell sind begehrte Modelle ausverkauft und der Frust Ihres Kindes entsprechend groß!

Schulranzen kaufen
Den richtigen Schulranzen kaufen | Bild von Dimitris Vetsikas auf Pixabay

Worauf man beim Kauf des Schulranzens achten sollte

Ganz wichtig ist zunächst das Prüfsiegel. Der Schulranzen sollte der NORM DIN 58124 entsprechen. Diese garantiert, dass der neue Schulranzen auch wasserdicht, praktisch und sicher ist. Erkennen kann man die Ranzen, die diese Norm erfüllen, an dem Norm-Aufkleber beziehungsweise dem TÜV-Siegel.

Achtung Reflektoren

Achten Sie außerdem auch auf Reflektoren und Leuchtfarben. Ihr Kind muss vielleicht im Winter schon loslaufen, wenn es noch dämmrig ist. Dunkle Farben ohne Reflektoren werden von Autofahrern nur schlecht gesehen, daher sollte der Ranzen unbedingt über diesen Schutz verfügen.

Die Reflektoren werfen das Licht der Auto-Scheinwerfer zurück und sorgen dafür, dass Ihr Kind gut sichtbar ist. Je breiter und größer die Reflektoren, desto besser, vor allem, wenn der Ranzen nicht leuchtend gelb oder orange ist.

Komfort beim Tragen

Ganz wichtig ist natürlich auch, dass der Schulranzen bequem sitzt, besonders dann, wenn Ihr Kind lange zur Schule laufen oder mit dem Bus fahren muss. Die Ranzen sind oft gegen die Vorschrift sehr schwer, daher kann ein schlechter Sitz auch zu Rückenproblemen und sogar zu Schädigungen führen.

Die Tragegurte sollten deshalb mindestens vier Zentimeter breit und gut gepolstert sein. Ein ergonomisch geformter Schulranzenrücken ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium beim Kauf. Er sollte an mehreren Körperstellen anliegen und so wie die Tragegurte gut gepolstert sein.

Der Schulranzen sollte auch niemals über den Rücken des Kindes hinausragen. Am besten machen sie noch im Geschäft einen Probelauf mit bestücktem Ranzen. So kann Ihr Kind auch besser abschätzen, wie sich ein voller Ranzen auf dem Rücken getragen anfühlt.

Schulranzen mit Seitentaschen und gut verschließbarem Deckel

Erfüllt der Ranzen alle oben genannten Punkte, ist das schon einmal eine gute Voraussetzung. Wenn der ausgewählte Schulranzen dann noch über Seitentaschen verfügt, steht dem Kauf eigentlich nichts mehr im Wege. Die Seitentaschen sind für Trinkflaschen gedacht. Denn nicht alle Flaschen sind so dicht, wie uns die Gebrauchsanweisung glauben machen will.

Damit innen keine Überschwemmung entsteht und die Hefte und Bücher trocken und sauber bleiben, sollte die Trinkflasche möglichst nicht im Ranzen selbst, sondern in den Außentaschen verstaut werden. Letzter aber nicht minder wichtiger Punkt ist der Verschluss des Schulranzens. Ihr Kind sollte ihn leicht und schnell öffnen können, auch dass kann man im Geschäft testen. Nicht zuletzt fehlt jetzt eigentlich nur noch das passende Motiv – zum Glück gibt es hierbei keine Regeln zu beachten!


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Motivationstipps für Hausaufgaben – Schule

Keine Sorge, in jedem Kind stecken Talente und Fähigkeiten, die nicht nur aus Protesten und Diskussionen bestehen. Wir müssen sie nur zwischen all dem „Ich will nicht, ich kann nicht, das ist doof und das mache ich nicht“ finden.

„Hilfe, Hausaufgaben“ – Wie man Grundschulkinder motivieren kann!

Warum diese tägliche Diskussion? Wir wissen es natürlich heute besser – Hausaufgaben in der 1 oder 2 Klasse sind in maximal 20 Minuten erledigt, eher spielerisch aufgebaut und mit ein bisschen Konzentration und drei gespitzten Buntstiften, schafft es der normal-durchschnittliche Schüler in wenigen Minuten. Aber nicht so mein Erstklässler, der den Ernst des Lebens wohl noch nicht begriffen hat.

Hausaufgaben
Motivation bei Hausaufgaben – © Dan Race / Adobe Stock

Vermutlich liegt genau darin das Problem – woher sollen die Kleinen denn auch nur erahnen können, was noch alles „viel Schlimmeres“ auf sie zukommt. Wie sollen sie jetzt begreifen, dass Schlafengehen etwas richtig Tolles ist und Langeweile auch gar nicht so übel, wie gedacht. Sehen wir es ihnen also nach, wenn das Thema Hausaufgaben wieder ansteht. Sie wissen es einfach nicht besser.

Natürlich lassen sich noch tausend andere Gründe aufführen, warum Kinder in diesem Punkt besonders gerne diskutieren. Wenn wir jedoch genauer darüber nachdenken: Warum sollten sie auch nicht? Warum sollten sie nicht auch Dinge in Frage stellen dürfen?

Ich schätze, viele Kinder erkennen nicht nur nicht den „Ernst der Lage“, sondern erkennen schlicht und ergreifend noch keinen Nutzen hinter all den Buchstaben und Zahlen. Freuen wir uns also grundsätzlich mal darüber, dass unser Kind die Dinge zu hinterfragen beginnt, die ihnen das System aufschwatzen will.

Es muss trotzdem sein!

Ja, denn wir wissen es ja besser. Doch anstatt täglich aufs Neue zu diskutieren, müssen wir Wege finden, die dem Kind sinnvoll erscheinen. Und ich rede nicht von Bestechung. Okay, manchmal funktioniert auch das, auf Dauer das Kind mit Süßkram vollzustopfen, nur, weil es die Orange mit dem Äffchen richtig ausgemalt hat, erscheint auch weniger sinnvoll – langfristig meine ich. Was können wir also tun, um unser Kind richtig zu motivieren?

Motivationstipps für die Hausaufgaben

Vorab: Jedes Kind hat seine eigene Motivation. Und die müssen in puncto Hausaufgaben eben noch gefunden werden. Ganz genau – finde die Motivation deines Kindes! Oder: Finde heraus, welche Art von Lern- oder Konzentrationstyp das Kind ist. Hat man diese Dinge herausgefunden, so könnte das Problem „Hausaufgaben sind doof“ bald erledigt sein.

Motivation Umgebung

Die Lernumgebung macht einiges aus, auch in Sachen Motivation. Ein unaufgeräumter Arbeitsplatz, der vielleicht auch noch laut und frei von Tageslicht ist, ist eher weniger einladend. Schaffe mit deinem Kind einen eigenen Lernort, der den typischen Anforderungen entspricht. Viele Kinder schaffen es bereits dadurch, ihre Hausaufgaben gerne zu machen und schnell zu erledigen.

Motivation – Die Zeit

Es gibt Kinder, und auch Erwachsene, die unter Zeitdruck effektiver und besser arbeiten können. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir einen zusätzlichen Stressfaktor schaffen sollen, der sich Uhrzeit nennt und diese Methode ist auch nicht für jedes Kind geeignet. Wer es dennoch probieren möchte: Bestimmte Aufgaben sollten in einer gewissen Zeit erledigt werden können (10 kurze Rechenaufgaben in 3 Minuten). Stelle einen Wecker auf den Arbeitsplatz und frage das Kind, ob es mal versuchen will, die Aufgaben zu schaffen, bevor der Wecker klingelt. Oder: „Wie viele Aufgaben schaffst du in nur 3 Minuten?“ Hier gibt es viele Kinder, welche die Herausforderung gerne annehmen. Mache eine Art Spiel aus den Hausaufgaben!

Motivation – Kärtchen und Sticker

Belohnungsprinzipe müssen nicht nur aus Süßigkeiten bestehen. Es gibt durchaus einige Kinder, die sich auch anders motivieren lassen. Beispielsweise mit Fleißstickern oder kleinen Kärtchen zum Sammeln. Hier ist jedes x-beliebige Belohnungssystem möglich. Hat das Kind eine bestimmte Anzahl an Punkten gesammelt, so darf es sich beim nächsten Einkauf etwas aussuchen, den nächsten Ausflugstag bestimmen oder eine Stunde länger aufbleiben. Leider funktioniert die „Ich arbeite länger auf ein Ziel hin“ nicht unbedingt bei jedem Kind.

Das Kind bestimmt den Ablauf

Kinder wollen manchmal auch einfach nur selbst entscheiden, wann sie was machen. Wie wäre es also mit dem Versuch, seinem Kind lediglich aufzuzählen, was heute alles so ansteht? Um es dann im Anschluss selbst entscheiden zu lassen, wann es was erledigt? Schreibe also einfach eine Liste mit den Dingen, die heute noch zu erledigen sind:

  • 17:00 Uhr Reitstunde
  • 13:00 Uhr Mittagessen
  • Hausaufgaben machen
  • Kaninchenstall säubern
  • Spülmaschine ausräumen
  • 20:00 Uhr Bett

Frage dann doch einfach mal das Kind, wie es seinen Tag planen will. Klingt jetzt etwas komisch, aber Kinder sind durchaus in der Lage, diese Art von Verantwortung zu übernehmen. Es lernt damit auch noch, seinen Tag zu strukturieren und Pflichten eigenverantwortlich zu erfüllen. Und es merkt, wie lange es für eine bestimmte Sache braucht. Du wirst staunen, denn auch Kinder sind dazu geneigt, erst die unschöneren Dinge zu erledigen. Und das ganz ohne Befehl von oben.

Und niemals vergessen – loben, loben, loben

Nichts belohnt ein Kind mehr, als die lobenden Worte der Eltern. Schaue dem Kind ab und an über die Schulter und lobe es für seine schöne Schrift, für eine schwierig zu lösende Aufgabe oder die Schnelligkeit. Ganz egal – Kinder wollen ihren Eltern gefallen, sie wollen es richtigmachen und möchten ihre Eltern stolz machen. Und jetzt sind wir an der Reihe, unseren Kindern genau das zu sagen: „Ich bin stolz auf dich!“ Sind wir ja auch, denn wir waren wahrscheinlich kein Stück besser.


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Lernen, richtig zu lernen – Schule

Lernen macht mir Spaß – Diese Wörter wird wohl so schnell kein Kind aussprechen. Doch wenn Sie mal etwas hinter die Fassade blicken, dann sehen Sie wie viel Wahrheit doch in diesen Worten steckt.

Lernen macht Spaß – und so kann Kind dann richtig lernen

Kinder wird die Neugier in die Wiege gelegt. Sie probieren gerne neue Dinge aus, entdecken alles mit Freude und sehen alles mit einem offenen Blick. Dies alles ist doch im Grunde nichts anderes als lernen.

Richtig lernen
Lernen, richtig zu lernen – © Dan Race / Adobe Stock

Das Wort „lernen“ verbindet jeder sofort mit der Schule. Die wenigsten Kinder gehen gerne zur Schule, die Neugier geht mit zunehmendem Leistungsdruck immer mehr verloren.

Studien haben bewiesen, dass das menschliche Gehirn etwas Neues erst einmal interessant findet. Wenn etwas als interessant eingestuft wird, dann ist jeder mit Spaß bei der Sache. Warum finden dann aber viele Schüler die Schule eher nicht interessant?

„Du lernst für Dein Leben“

Man lernt fürs Leben und nicht für den Lehrer oder für Mutter und Vater. Dieser Spruch scheint schon sehr abgenutzt zu sein, aber so ist es nun einmal.

Schon die Kleinsten stehen in der Schule unter einem enormen Leistungsdruck. Die Lehrer, die Stundenpläne, die Arbeiten und die Zeugnisse sorgen nicht für ein entspanntes lernen. Ihr Kind sollte verstehen, dass es nicht nur die einzelne ungeliebte Unterrichtsstunde möglichst schnell absitzen muss, sondern, dass gerade das Wissen aus dieser Stunde im späteren Leben fehlen kann.

Wissen und Lernen ist wichtig um das Leben meistern zu können. Auch wenn Ihr Kind das erst einmal nicht verstehen kann, sollten Sie ihm das immer wieder erklären.

Auch Scheitern gehört zum Leben

Auch wenn man Wissen aufnimmt, heißt das noch lange nicht, dass man das auch verstanden hat. Den Kindern geht es dabei genauso. Scheitern und Frust gehören zum Leben und das kann auch keine Mutter verhindern.

Die Eltern können nur dafür sorgen, dass das Kind mit dem Frust und auch mit Versagen umzugehen lernt. Belohnen Sie Ihr Kind nicht nur für gute Noten, sondern loben Sie es auch für die Mühe und die Zeit, die es zum Lernen investiert hat, auch dann, wenn es keinen Erfolg hatte.

Unterschätzen Sie nicht die richtige Umgebung zum Lernen

Auch in der Schule haben die Kinder einen festen Platz. Deshalb sollte auch zu Hause ein Schreibtisch oder ein fester Arbeitsplatz vorhanden sein.

Während des Lernens sollten andere Geschwister auch nicht tobend durchs Haus rennen. Denn dann ist eine Konzentration wirklich nicht möglich. Auch der Fernseher oder das Radio sollten ausgeschaltet bleiben.  Mit unseren Tipps wird auch Ihr Kind hoffentlich bald sagen:“ Lernen macht Spaß“

Lernen ist schon nicht so einfach. Für das eine Kind ist es sehr schwierig, für das Andere überhaupt nicht. Wenn gerade Ihr Kind sich mit der Motivation zum Lernen schwer tut, wie können Sie als Eltern Ihrem Kind helfen und das Lernen leichter machen?

Motivation steigern und besser lernen

Nahezu jedes Kind hat in der Schule seine Lieblingsfächer und danach Kurse, die ihm besonders gut gefallen. Aber es kann auch genau das Gegenteil eintreffen. Durch ein Ereignis verändern sich auf einmal die Interessen!

Kinder lassen sich gerne ablenken und sind sehr offen für Anderes jeder Art. Eine Stunde, die eigentlich zum Lernen gedacht war, wird mit telefonieren oder dem Smartphone verbracht.

Gerade der Lernstoff in der Theorie ist sehr trocken und steigert nicht unbedingt die Motivation. Wenn sich Ihr Kind schlecht mit dem Lernstoff anfreunden kann, dann zeigen Sie ihm Wege, die das Lernen leichter machen und die Motivation steigern.

Nutzen Sie die natürlichen Eigenschaften Ihres Kindes

Kinder sind in der Regel neugierig und wissbegierig. Sie sind kreativ, lieben Farben und stellen gerne Dinge aller Art selber her.

Gerade bei den Spielsachen gibt es mittlerweile Spiele, die Spaß machen, unterhalten und auf eine spielerische Weise Wissen vermitteln. Wenn es nicht ganz speziell um das Lernen geht, dann wird Ihr Kind ganz nebenbei eine Menge Wissen aufschnappen. So können Sie Ihrem Kind das Lernen leichter machen, ohne das es überhaupt merkt, dass es lernt.

Auch im Internet können Sie verschiedene Seiten finden die kreative Aufgaben ganz spielerisch näherbringen. Zeigen Sie Ihrem Kind ansprechende Figuren, die sich vielleicht sogar bewegen und sprechen, dann wird es bestimmt begeistert sein. So ist die Konzentration gewährleistet und Ihr Kind wird sich gerne damit beschäftigen.

Lernen im Alltag

Lernen Sie mit Ihrem Kind im täglichen Leben ohne dass es das überhaupt bemerkt. Im Supermarkt in der Warteschlange können Sie die Beträge zusammen zählen. Der Gewinner bekommt ein Eis, der Verlierer natürlich auch.

Wenn gerade das englische Lieblingslied im Radio läuft dann fragen Sie doch einmal einige Vokabeln ab. Bei einer Autofahrt ermuntern Sie Ihr Kind die Straßenschilder zu lesen.

Vorlesen

Kinder lieben Geschichten. Lesen Sie Ihrem Kind schöne und interessante Geschichten vor und sprechen Sie darüber. Erzählen Sie Märchen, die Sie sich selber ausdenken, so wird der Ausdruck der Sprache geschult.

Ermutigen Sie Ihr Kind sich selber Geschichten auszudenken, das fördert das Denkvermögen und beflügelt die Phantasie und die Sprache kann sich festigen.  Es gibt einige Möglichkeiten die Motivation zum Lernen bei Ihrem Kind zu steigern.

Lasst uns an dieser Stelle all den verzweifelten Müttern gedenken, welche tagtäglich mit ihren Kleinsten den Hausaufgaben-Horror überstehen müssen. Das gilt natürlich nicht für alle und es soll sogar Kinder geben, die es so richtig toll finden, ihre Aufgaben nach der Schule zu erledigen.


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Trotzphase bei Kindern – Erziehung

Die Trotzphase beginnt ab dem 2. Lebensjahr und kann sich mehr oder weniger stark ausgeprägt bis zum 4. Lebensjahr hinziehen. Die kleinen Trotzköpfe ziehen sich entweder zurück oder schreien und toben. In schlimmen Momenten kann es auch zu Tritten und Schlägen gegen Familienangehörige und Freunde kommen.

Trotzphase bei Kindern

Für die Eltern keine leichte Zeit, weil sie oft nicht wissen, wie sie darauf reagieren sollen. 

Trotzphase
Trotzphase – Bild von DivvyPixel auf Pixabay

Die alte Meinung, diese Phase müsse im Keim erstickt werden und die Kinder benötigen in dieser Zeit eine starke Hand, wird von Erziehungswissenschaftlern strickt abgelehnt.

Aus sozialpädagogischer Sicht spielt die Trotzphase eine wichtige Rolle in der Persönlichkeitsfindung der Kleinen. Je nach Charakter fallen die Trotzreaktionen unterschiedlich aus und helfen dem Kind seine Grenzen auszuloten und seine Meinung kundzutun.

Sie lernen dabei, wie sie sich ausdrücken müssen, um Gehör zu finden und ernst genommen zu werden. Hier müssen Eltern lernen, dem Kind bei der Persönlichkeitsentwicklung zu helfen, ohne dass es ins Grenzenlose und willkürliche Durchsetzen des Kinderwillens geht. 

Wie soll ich denn reagieren, wenn das Kind trotzt

Wenn das Kind bockt und trotzt, um irgendetwas durchzusetzen, was aber nicht durchsetzbar ist bzw. von den Eltern nicht erwünscht ist, dann lautet der Expertenrat: Das Kind toben lassen und Ruhe bewahren. Daheim kein großes Problem, nur außerhalb der eigenen vier Wände kann dies oft peinliche Ausmaße annehmen. Da geben Mama und Papa schnell einmal nach, um die Situation zu entschärfen.

Eine Möglichkeit ist es, dem Kind klare Regeln und Konsequenzen zu geben. Wenn beispielsweise das Spielzeug immer wieder absichtlich durch die Gegend geworfen wird, kann man erklären: „Wenn du noch einmal wirfst, nehme ich dein Spielzeug weg.“ Hält sich das Kind nicht an die Regel muss man konsequent handeln und ihm tatsächlich kurzzeitig sein Lieblingsspielzeug entziehen.

Wichtig dabei ist jedoch auch Verständnis für den Entwicklungsstand des Kleinen zu haben. Es braucht Zeit bis ein kleines Menschlein seine Emotionen kontrollieren lernt – hier sind Geduld und Empathie gefragt. Auch wenn man als Eltern manchmal denkt „Ich kann nicht mehr“.

Viele Eltern probieren es mit Diskussionen, die leider nicht fruchten, da das Kind für logische Argumente in Trotzmomenten nicht zugängig ist. Abgeraten wird von Bestechungsversuchen, da diese in einen Teufelskreis führen und die Kleinen dazu veranlasst, ihren Willen noch öfter durchsetzen zu wollen.

Es bleibt also Eltern kaum etwas anderes übrig, als tief durchzuatmen, selbst ruhig zu bleiben und das Kind liebevoll abzulenken oder auch mal Toben zu lassen. Auf gar keinen Fall sollten Eltern selbst mit Trotz reagieren. Die Trotzphase gehört zur gesunden Entwicklung eines jeden Menschen dazu – sie bietet Chancen zur Persönlichkeitsbildung sowie zum Ausloten von Grenzen – doch erfordert sie auch ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen seitens der Erwachsenen im Umgang mit ihren kleinen Schützlingen!


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Geh nicht mit Fremden mit | Erziehung

Dass Täter sich überwiegend an Kindern vergehen, die schwach und wenig selbstbewusst erscheinen, ist heutzutage bekannt. Also scheint der wichtigste Schutz des Kindes ein starkes Selbstwertgefühl und auch ein gesundes Maß an Selbstvertrauen zu sein.

Geh nicht mit Fremden mit – Nein sagen will gelernt sein!

Manche Kinder besitzen dieses  Selbstwertgefühl von Natur aus, andere weniger. Gerade bei letztgenannter Gruppe ist es von enormer Wichtigkeit, das Kind zu stärken, ihm zu zeigen, dass es Nein sagen darf, auch wenn ein andere deswegen beleidigt ist.

Gehe nie mit Fremden mit!
Geh nie mit Fremden mit!  Nein sagen lernen – © Deksbakh / Adobe Stock

In unserer Gesellschaft wird immer von Empathie und Einfühlungsvermögen gesprochen. Andere nicht zu verletzten oder vor den Kopf zu stoßen ist sicherlich auch eine große Tugend, allerdings niemals auf Kosten der eigenen Gefühle.

Es ist wichtig, diesen Punkt mehrmals und explizit mit dem Kind durchzusprechen, damit es den Unterschied versteht. Wenn es nicht angefasst werden mag, darf es Nein sagen!

Gute und schlechte Geheimnisse

Sprechen Sie mit Ihrem Kind immer mal wieder über verschiedene Regeln, sodass sie nicht in Vergessenheit geraten. Das Nein-Sagen gehört dazu. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass sein Körper ihm alleine gehört und nur das Kind entscheidet, wer es anfassen darf und wer nicht. Viele Kinderbücher behandeln dieses Thema auf kindgerechte Art und Weise.

Ein weiter Punkt ist das Thema Geheimnisse. Täter versuchen oft das Kind zum Schweigen zu animieren, indem sie Dinge androhen oder versprechen. Sagen Sie Ihrem Kind, dass es gute und schlechte Geheimnisse gibt.

Solche, die das Kind am Abend im Bett nicht einschlafen lassen, weil sie sich nicht gut anfühlen, sind schlechte Geheimnisse, und die sollten sie unbedingt jemandem anvertrauen.

Gute Geheimnisse, zum Beispiel das Muttertags-Geschenk, das man im Kindergarten oder in der Schule bastelt, und das man nicht verraten darf, lösen eine kribbelnde Vorfreude aus. Das sind gute Geheimnisse.


Wir verweisen an dieser Stelle auf unsere Ausmalbilder Schutz und Prävention auf denen wir genau diese Gefahrensituationen mit kindgerechten Ausmalbildern darstellen.


Geh nicht mit Fremden mit!

Auch zu diesem Thema gibt es eine Reihe von Büchern, die sehr sensibel mit dem Thema umgehen. Einerseits sollte man seine Kinder nicht mit übertriebener Sorge belasten, andererseits will man sie bestmöglichst schützen. Man muss ihnen beibringen, wie sie Gefahrensituationen erkennen.

Die klassische Strategie der Täter, die Kinder mit ihren Wünschen zu locken wie „Ich zeige dir meine Hasenbabys, wenn du mitkommst“ oder „Ich habe ganz viel Schokolade zuhause“ sollte ohnehin mit allen Kindern durchgesprochen werden.

Aber auch Situationen, in denen ein Autofahrer anhält und einen Weg erklärt haben möchte, können, müssen aber nicht gefährlich sein. Bringen Sie Ihrem Kind bei, dass ein Erwachsener besser einen anderen Erwachsenen um Hilfe bitten sollte.

Fachleute empfehlen sogar, dem Kind generell zu vermitteln, dass mit Fremden, die anhalten und um Rat fragen, überhaupt nicht gesprochen werden sollte. Mit dem Hintergrund, dass sie das Kind in ein Gespräch verwickeln und sich so das Vertrauen erschleichen, erscheint das auch sinnvoll.

Sehr gefährlich sind Situationen, in denen der Täter anhält und dem Kind zuruft: „Komm schnell mit, deiner Mutter ist etwas passiert!“. Hier wird das Kind unter emotionalen Stress gesetzt, der es veranlasst, alle Bedenken in den Wind zu schlagen. Erklären Sie Ihrem Kind, dass es niemals von einem Fremden erfahren würde, wenn jemand aus der Familie etwas zugestoßen wäre.

Was wir noch tun können

Ein paar einfache Regeln erschweren es den Tätern und sind so eine gute Prävention gegen sexuellen Missbrauch. Man sollte als Elternteil immer wissen, wo sich das Kind gerade aufhält. Kinder sollten Bescheid sagen, wohin sie gehen und mit wem.

Gleichzeitig sollte das Kind immer auch wissen, wo die Eltern sind und wie sie diese erreichen können – im Zeitalter von Handys eigentlich ein Kinderspiel. Namensschilder sollte man immer so anbringen, dass es keinem Fremden möglich ist, das Kind mit Namen anzusprechen und so sein Vertrauen zu wecken.

Kinder sollten am besten in Gruppen zur Schule laufen und nicht allein. Falls es nicht möglich ist, da keine Schulkameraden in der Nähe wohnen, sollte man den Schulweg gemeinsam abgehen und nach Hilfeinseln suchen, die dem Kind Sicherheit geben.

Wo kann es im Notfall klingeln, wenn es belästigt wird? Ist ein Geschäft in der Nähe oder eine andere öffentliche Einrichtung? Solche Hilfepunkte geben dem Kind auch ein Stück Sicherheit, lassen es wiederum selbstbewusster erscheinen und machen es so als Opfer potenziell uninteressanter.

Ganz wichtig: Sagen Sie Ihrem Kind, dass Sie es lieber auch zu einer späteren Stunde irgendwo abholen, als dass es alleine läuft oder einsam an einer Haltestelle sehr lange auf Bus oder Bahn warten muss.

Das gilt im Besonderen auch für ältere Kinder oder Jugendliche. Und: Sollte Ihr Kind diese Hilfe in Anspruch nehmen, und sei es abends um neun oder zehn Uhr.

Schimpfen oder meckern Sie nicht, denn sonst lehnt Ihr Kind diese Hilfe beim nächsten Mal ab!


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Puppenhäuser und Puppenmöbel zum Spielen?

Puppen und Puppenmöbel passen gut in so manches Kinderzimmer. Mit Puppenmöbeln können sich Kinder eine eigene Spielwelt schaffen. Aber taugen Puppenmöbel und Puppenhäuser – wenn mehr Platz im Kinderzimmer vorhanden ist – auch als Lernspielzeug? Die Antwort ist hier ein klares „Ja“ – und das sogar in mehrerlei Hinsicht.

Puppenhäuser als Lernspielzeug – den Alltag üben

Kinder lernen im Spiel indem Sie sich in bestimmte Rollen begeben und darin ein mehr oder weniger vorgegebenes Verhalten einüben. Puppenmöbel, wie Sie in den meisten Shops für Holzspielzeug zu kaufen sind, schaffen die perfekten Rahmenbedingungen um das Leben eines Erwachsenen nachzuspielen.

Puppenhaus und Puppenmöbel
Puppenhaus – Bild von Angela Rose auf Pixabay

Puppenmöbel geben dem Kind einen ganz bestimmten Input, indem Sie eine Ähnlichkeit zu einer Situation herstellen, in welcher die Kinder an „das richtige Leben“ erinnert werden.

Das heißt, dass Kinder durch Puppenmöbel animiert sind, bei den Eltern beobachtetes Verhalten nachzuspielen. Dadurch stellt sich gleich ein zweifacher Lerneffekt ein. Zum ersten ahmen die Kinder das situative Verhalten der Erwachsenen in diesem Umfeld nach. Das bedeutet, dass Kinder durch Puppenmöbel in die Lage versetzt werden, bestimmte alltägliche Handgriffe einzuüben und vor allem den Sinn dahinter zu entdecken.

Man kann einem Kind sicherlich versuchen zu erklären, warum ein Spielzeug in einen Schrank gehört oder warum ein Brot in den Ofen geschoben wird. Erst wenn das Kind in die Lage versetzt wird, diese Handlungen auch praktisch nachzuahmen, ist sichergestellt, dass es auch wirklich verstanden hat, wozu die Mama oder der Papa sich in dieser besonderen Weise verhält.

Nachahmung des Vorgelebten ist ein wichtiger Schritt beim erlernen sozialer Muster. Kurzum: Mit Puppenmöbeln schafft man dem Kind einen Übungsplatz, wo es vorgelebtes Alltagsleben trainieren und verinnerlichen kann. Und auch klassische Klischees über Rollenverteilungen können hier nach eigenem Ermessen verprobt werden.

Förderung sprachlicher Fähigkeiten durch Interaktionen

Hieraus resultiert dann auch ein zweiter, wichtiger Aspekt. Es mag ungewöhnlich klingen, aber Puppenmöbel können dem Spracherwerb eines Kindes sehr zuträglich sein. Ausgangspunkt ist hier wieder, dass durch Puppenmöbel eine Umgebung geschaffen wird, die der sehr ähnlich ist, in welcher die Eltern agieren.

Zum Verhalten der Eltern gehört natürlich auch, dass diese Sprechen. Ein Kind erwirbt und verbessert seine sprachlichen Fähigkeiten, indem es die Eltern imitiert. Puppenmöbel schaffen, wie schon beschrieben, genau diese Umgebung, in der die Kinder motiviert werden, das Verhalten der Eltern im Detail nachzuspielen.

Spielt ihr Kind mit seinen Puppen in dieser Umgebung, wird es das Gleiche oder Ähnliches erzählen, wie Sie es für gewöhnlich tun. Von einem sehr theoretischen Standpunkt aus betrachtet, würde man hier sagen, ihr Kind reproduziert Ihre Sprachhandlungen in den dazugehörigen richtigen Verwendungssituationen.

Das Kind übt, bestimmte Sätze und Wörter richtig zu verwenden. Und genau das hilft dabei, dass das Kind den Sinn der Äußerungen besser erfasst.

Puppenmöbel fördern die kindliche Entwicklung schlicht dadurch, dass durch Sie eine Umgebung simuliert wird, in welcher die Kinder soziales Verhalten und damit einhergehend, sprachliches Verhalten einüben können. Jedoch findet sich nicht in jedem Kinderzimmer genügend Platz, um ein oder mehrere Puppenmöbel aufstellen zu können.

Wer dennoch nicht darauf verzichten möchte, seinen Kindern ein Übungsfeld zum Nachspielen und Einüben sozialen Verhaltens zu Verfügung zu stellen, kann einen ähnlichen Effekt durch Puppenhäuser erzielen. In einem Puppenhaus findet Ihr Kind eine Umgebung vor, die sich fast genauso gut eignet, das Erlebte nachzuahmen. Auch hier kann Ihr Kind soziales Verhalten in authentischen Situationen nachahmen und einüben.


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Wie Kinder spielerisch verlieren lernen – Erziehung

Wer Kinder bei ihrem Spiel beobachtet oder mit ihnen zusammen spielt, kann oft erkennen, dass sie nicht gut verlieren können. Was so manchem Erwachsenen fehlt, ist auch bei Kindern (noch) nicht immer vorhanden. Jedes Kind muss lernen, dass Verlieren zum Spiel gehört und vor allem, wie man richtig verliert.

Wie Kinder spielend verlieren lernen

In der Natur des Kindes liegt es keinesfalls, schon im Alter von drei Jahren cool aus einer Verlierer-Situation herauszugehen. Da fliegen eher Würfel und Spielfiguren in die nächste Zimmerecke, als so souverän zu reagieren.

Spielen heißt auch verlieren lerne
Spielen heißt auch verlieren lernen – © Dan Race / Adobe Stock

Von der Entwicklung sind Kinder in diesem Alter dazu auch gar nicht in der Lage. Sie müssen nicht nur das Spiel selbst lernen, sondern auch, wie man es verliert. Jeder Erwachsene kann nachvollziehen, wie schwer die Situation als Verlierer ist, deshalb sollte man seinen Kindern beibringen, wie man mit einer Niederlage umgehen kann.

Selbstwertgefühl von Kindern stärken

Aus starken Kindern können starke Erwachsene werden. Kinder mit einem positiven Selbstwertgefühl gehen leichter aus einer solchen Situation heraus, nicht nur in diesem Alter, sondern auch später.

Aber sie sollten es nicht erst durch schlechte Erfahrungen lernen, wenn sie beispielsweise im Spiel mit anderen Kindern als schlechter Verlierer ausgelacht oder geärgert werden. Das würde zusätzliche negative Erinnerungen hinterlassen. Eltern sollten deshalb frühzeitig das Selbstwertgefühl des Kindes aufbauen, so kann es lernen, Niederlagen einzustecken und gut zu verarbeiten. Sicherlich verliert niemand gerne, selbst Erwachsene nicht, deshalb sind danach Wut und Enttäuschung auch grundsätzlich normale Reaktionen. Es ist jedoch wichtig, diese Wut und den Frust kanalisiert zu äußern und sich nicht sozusagen „blindwütig“ zu zeigen.

Mit altersgerechten Spielen spielend lernen

Eltern sollten sich bei aller Liebe zum Kind und bei allem Verständnis nicht dazu verleiten lassen, das Kind gewinnen zu lassen, obwohl es eigentlich verlieren würde. Davon lernt das Kind es nicht, vor allem lernt es nicht fürs spätere Leben. Dann kann es nämlich Wut und Enttäuschung durch verlieren nicht ausweichen, sondern muss sich dieser Situation stellen.

Mit den richtigen Spielen, die vor allem altersgerecht aufgebaut sind, können Kinder leichter lernen, wie man eine Niederlage einsteckt. Ein solches Spiel sollte jedoch ein Gemeinschaftsspiel sein, bei dem alle zusammen einen Sieg erringen müssen – jedenfalls für ganz kleine Kinder ist das sehr wichtig.

Auch ein hoher Spaß-Faktor ist sehr hilfreich, dadurch vergessen viele Kinder einfach, dass es hier auch ums Gewinnen gehen könnte. Wenn Kinder klein sind, können sie noch nicht alle Regeln beherrschen und benötigen die Anleitung und die Aufsicht von größeren Spielteilnehmern. Auch hier sollten Eltern nicht gleich starr alle Regeln vorschreiben, sondern Kinder locker und entspannt an das Endergebnis Spielregel heranführen.

Wie geht man mit der Wut der Kinder um?

Natürlich sind das alles keine Wundermittel, um aus frustrierten Verlierern glückliche Verlierer zu machen. Irgendwo gehört ein kleines Niederlage-Gefühl ja auch zum Spiel dazu, sonst würde sich niemand über einen Sieg freuen können. Wenn das Kind unbeherrscht reagiert, sollten Erwachsene ruhig und gelassen bleiben.

Sobald sich der kleine Verlierer beruhigt hat, ist er auch empfänglich für Erklärungen und Trost. Vielleicht ist es ganz sinnvoll, ein paar strategische Tipps abzugeben und die Aussicht aufs „nächste Mal klappt es besser“ hilft ebenfalls über den momentanen Frust hinweg.


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